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30 Pogida-Anhänger, 500 Gegendemonstranten Der Liveticker zum Nachlesen

Am Mittwochabend haben rund 30 Pogida-Anhänger demonstriert - zum mittlerweile 11. Mal seit Beginn des Jahres. Ihnen haben sich bei drei Gegendemos rund 500 Menschen entgegengestellt. Bis auf einen kleinen Zwischenfall ist der Demo-Abend ruhig verlaufen. Die Ergeignisse können Sie im Liveticker nachlesen.

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Insgesamt demonstrierten am Mittwoch mehrere hundert Menschen gegen Pogida.
 

Quelle: Stähle

Potsdam. Mehrere hundert Menschen haben am Mittwoch gegen einen Aufzug der fremdenfeindlichen Pogida-Bewegung demonstriert. Auf Seiten der Pogida-Anhänger, die zum elften Mal in Potsdam demonstrierten, versammelten sich rund 30 Teilnehmer. Insgesamt gab es drei Gegenkundgebungen, die laut Polizei von insgesamt 300 Menschen besucht wurden. In der Nähe des Hauptbahnhofs kam es durch Anti-Pogida-Demonstranten zu kleineren Tumulten. Sonst verlief der Abend laut Polizei ruhig.

Lesen Sie im Liveticker nach, wie der Abend in Potsdam lief.

Eine kurze Zusammenfassung

- Auf Seiten der Pogida-Anhänger demonstrierten rund 30 Anhänger. So wenige wie noch nie bei den vorangegangen 10 Demos.

- Mehrere hundert Teilnehmer demonstrierten auf drei Kundgebungen gegen Pogida. Die Polizei spricht von 300 Teilnehmern, es waren aber wohl rund 500.

- Die Polizei sprach von einem ruhigen Abend ohne größere Zwischenfälle. In der Nähe des Bahnhofs kam es zu einem kleinen Tumult. Anti-Pogida-Anhänger wollten die Demo stören, konnten aber abgedrängt werden. Auch im Anschluss an die Demo kam es im Bahnhof zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten. Die Polizei musste kurzzeitig den Bahnverkehr anhalten, weil sich die Lage zunächst nicht beruhigt.

- Insgesamt waren 580 Polizisten im Einsatz, darunter auch Beamte aus Berlin.

Bilder vom Demo-Abend

18. Mai: Zum 11. Mal demonstrieren Pogida-Anhänger in Potsdam. Gegen die Kundgebung der fremdenfeindlichen Bewegung gibt es erheblichen Widerstand und mindestens zwei Gegendemos. Die MAZ ist mit mehreren Reportern vor Ort und berichtet. Sehen Sie hier Bilder des Demo-Abends.

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+++ 21.16 Uhr: Tumulte im Bahnhof +++

Nach der Demo ist es im Potsdamer Hauptbahnhof noch zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten gekommen. Die Polizei versuchte, die Lager zu trennen und hielt einzelne von ihnen fest. Weil sich die Lage zuerst nicht beruhigte, hielten die Beamten sogar kurz den Straßenbahnverkehr an.

+++ 21.13 Uhr: Babelsberger Straße wird bald freigegeben +++

Der Demo-Abend ist nun endgültig zu Ende. Die Pogida-Anhänger wurden von der Polizei in den Bahnhof geleitet. In Zentrum Ost sind alle Straßen freigegeben worden. Die Babelsberger Straße am Hauptbahnhof wird auch demnächst wieder für den Autoverkehr geöffnet. Kurz nach 21.15 Uhr bauten dort die Teilnehmer der Potsdam-bekennt-Farbe-Demo ihre Technik ab. Sobald sie damit fertig sind, wird die Straße freigegeben, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 21.06 Uhr: Entspanntes Fazit der Polizei +++

Polizeisprecher Heiko Schmidt zieht ein entspanntes Fazit: es sei größtenteils ruhig geblieben, sagte er der MAZ. Bei einem Tumult auf dem abgesperrten Gelände kam es zu Rangeleien. Die Polizei prüft nun, ob es sich um Ordnungswidrigkeiten oder Verstöße handelt. Eventuell werden Strafanzeigen gestellt. Die Demonstranten kletterten über Zäune und warfen offenbar mit herumliegenden Bauteilen.

Die Wasserwerfer wurden lediglich hinzugezogen, um auf herumfliegende Teile reagieren zu können und Passanten oder andere Demonstranten zu schützen. Eingesetzt werden musste der Werfer allerdings nicht, sagte Schmidt.

+++21.01 Uhr: Pogida-Leute gelangen ohne Zwischenfälle in den Bahnhof +++

Ohne Vorfälle ist Pogida in den Bahnhof gekommen. Die Demonstranten teilen sich nun auf. Die Straßensperren sollen in Kürze auch aufgehoben werden. Die Lage in Potsdam normalisiert sich damit wieder.

Die Polizei überwacht den Abzug der Pogida-Demonstranten.

Quelle: MAZonline

Ein Teil der Pogida-Anhänger nimmt das Taxi für den Heimweg.

Ein Teil der Pogida-Anhänger nimmt das Taxi für den Heimweg.

Quelle: MAZonline

+++ 20.59 Uhr: Polizei kontrolliert Pogida-Demonstranten +++

Die Pogida-Demonstranten setzen sich nach dem Ende ihrer Kundgebung in Bewegung. Die Gegendemonstranten werden immer lauter, während bei den Pogida-Leuten noch Taschenkontrollen durchgeführt werden. Die Polizei führt die Pogida-Leute möglichst weit an der Gegendemo vorbei. Begleitet werden sie von Protestrufen und Pfiffen.

+++ 20.47 Uhr: Pogida-Demo nähert sich dem Ende +++

Alexander wollte gerade das Schlusswort für Pogida sprechen, da ergriff ein Bernhard noch einmal das Wort. Er kommt allerdings kaum mehr gegen die Lautstärke der Pfiffe und Trommeln an. Wenn jetzt nicht noch einer was sagt, sollte das ganze bald vorbei sein. Wahrscheinlich werden die Pogida-Leute an den Gegendemonstranten dann vorbei in den Bahnhof geschleust.

Für die Pogida-Anhänger muss es ein frustierender Abend gewesen sein. Gerade einmal um die 30 Leute kamen zu der Kundgebung. Die mit Abstand niedrigste Zahl der bisher elf Demos. Zu Erinnerung: Gestartet waren die Demos im Januar mit mehr als 150 Teilnehmern.

Der Protest gegen Pogida hingegen scheint nicht weniger zu werden. Auf Seiten der Gegendemonstranten sammelten sich auf den drei Anti-Pogida-Demos mehrere hundert Menschen.

+++ 20.28 Uhr: Polizisten beginnt mit Abzug +++

Noch läuft die Abschlusskundgebung von Pogida. Doch die ersten Polizisten werden bereits abgezogen. Die Anti-Pogida-Demonstranten am Bahnhof sind weiter guter Stimmung und trommeln. Bei Pogida dürfen jetzt freiwillige Redner ans Mikrofon.

+++ 20.16 Uhr: Abschlusskundgebung von Pogida +++

Abschlusskundgebung der Pogida: Graziani kritisiert noch einmal Bundeskanzlerin Merkel. Einzelne Deutschland-Fahnen schwingen, dazwischen auch eine Russland-Flagge. Die Gegendemonstranten des Bündnisses sind derweil mehr geworden und versuchen die Reden erneut lautstark zu übertönen.

Ein "Alexander", offenbar aus Sachsen, spricht nun darüber dass Deutschland eine Diktatur sei und dass Pogida lediglich die Freiheit zurück erkämpfen will.

+++20.09 Uhr: Rund 50 Demonstranten versuchen Pogida-Demo zu stören +++

Kleiner Tumult auf einen abgesperrten Gelände beim Kreisverkehr Humboldtring. Polizisten müssen etwa 50 Leute zurückhalten. Es kommen immer mehr dazu. Auch der Wasserwerfer wird bereit gestellt. Pogida ist währenddessen schon fast wieder am Bahnhof angekommen.

Rund 50 Randalierere versuchten die Pogida-Demo zu stören. Die Polizei musste eingreifen.

Quelle: Stähle

+++ 20.03 Uhr Polizei drängt Demonstranten ab, Pogida zieht weiter +++

Die Situation am Kreisverkehr scheint geklärt. Die Polizei hat die Anti-Pogida-Leute abgedrängt, Pogida zieht weiter in Richtung  Hauptbahnhof.

+++ 20.01 Uhr: Gegendemonstranten am Kreisverkehr +++

Kurz bevor die Pogida-Leute am Hauptbahnhof angekommen sind, muss die Polizei aufziehen. Grund sind Gegendemonstranten am Straßenrand.

+++ 19.56 Uhr: Pogida-Demo fast am Hauptbahnhof zurück +++

Der Demo-Abend könnte bald zu Ende sein. Der Demo-Zug von Pogida ist beinahe am Hauptbahnhof, ihrem Ausgangspunkt, angekommen. Gerade passiert der Zug die Wiesernstraße. Vereinzelt schauen Anwohner aus ihren Fenstern oder treten auf die Balkons. Passanten werden von Polizisten aufgehalten bis der Zug vorbei ist.

+++ 19.46 Uhr: Linke Gegendemonstranten versuchen auf Pogida-Strecke zu gelangen +++

Einige Gegendemonstranten haben versucht, von der anderen Seite in die Lotte-Pulewka-Straße zu kommen und Pogida zu stören. Doch die Polizei war schnell genug und hat Barrikaden an der Ecke Wiesenstraße errichtet.

+++ 19.42 Uhr: Pogida-Demonstranten sollen Gehwege nutzen +++

Pogida wird auf dem Gehweg an den Gegendemonstranten vorbei geführt, die an der Ecke Lotte-Pulewka-Straße für Stimmung sorgen. Auch der Parkplatz von Rewe bleibt gesperrt. Einige Gegendemonstranten laufen parallel hinter den Häuserblöcken entlang und schreien "Haut ab".

+++ Twitter-Feed der MAZ +++

   

+++ 19.36 Uhr: Pogida-Demo passiert Gegen-Demo im Zentrum Ost +++

Die etwa 20-30 Pogida-Leute sind inzwischen an der Ecke Humboldtring/Lotte-Pulewka-Straße angekommen und werden mit wütenden Rufen empfangen. "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda" rufen einige der rund 200 Gegendemonstranten.

+++ 19.29 Uhr: 200 Linke am Humboldtring gegen Pogida +++

Am Humboldtring werden die Pogida-Anhänger von rund 200 linken Gegendemonstranten und lauten Protestrufen empfangen. Eine Blockade scheint es nicht zu geben. Die Polizei fordert über Lautsprecher die Gegendemonstranten auf, den Humboltring freizuhalten.

Am Humboldtring.

Quelle: MAzonline

+++19.25 Uhr Pogida-Zug setzt sich in Bewegung +++

Mit etwas Verzögerung hat sich der Pogida-Zug in Bewegung gesetzt. Die Demonstranten laufen nun die Babelsberger Straße entlang in Richtung Humboldtring.

Kurz nach 19.15 Uhr ist der Pogida-Zug gestartet.

Quelle: Stähle

+++ Spott für Pogida-Anhänger +++

Auf Facebook und bei Twitter wird über die Pogida-Demo und geringen Zuspruch gelästert. Auf der Facebook-Seite der MAZ kommentierte ein Leser, dass die Pogida-Anhänger wohl zuhause geblieben sind, weil sie lieber die 6000. Folge der Daily-Soap Gute Zeiten, schlechten Zeiten anschauen wollten. Ein anderer Leser vermutet, dass viele noch im Stau stehen.

+++ 19.15 Uhr: Radfahrerin sorgt kurz für Aufregung +++

Eine Radfahrerin, die sich auf der Babelsberger Straße den Weg durch die Demonstration bahnt, brüllt "Ihr seid falsch hier" und "Nazis raus". Sie wird von fünf Polizisten in Richtung Bahnhofsgebäude geleitet.

Unterdessen spricht Graziani. Ein Wort geht auch an die Gegendemonstranten, die immer noch lautstark auf sich aufmerksam machen. Graziani brüllt ins Mikro, dass er kein Nazi sei und auch nicht als solcher bezeichnet werden will. Der Kaffee hat offenbar noch ein paar mehr Demonstranten zu Pogida gelockt: sie sind zu 30.

+++ 19.05 Uhr: Pogida verhandelt mit Polizei über Beginn des Demo-Zugs +++

Noch immer rührt sich bei Pogida nichts. Einige Ordner sind in Gesprächen mit Polizisten. Vermutlich soll die Demo nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Bei "Potsdam bekennt Farbe" wird hingegen getrommelt was das Zeug hält.

19.15 Uhr ist der planmäßige Start des Pogida-Spaziergangs. Der erste Redner erhält jetzt das Wort: Sebastian Graziani. Als der Kaffee endlich bei den Pogida-Leuten eintrifft, wird sogar die Rede unterbrochen.

Die Pogida-Anhänger freuen sich über Kaffee. Den haben sie bestellt, weil bei ihrer Demo nicht viel los war und zu einem Treffen unter Bekannten Kaffee dazu gehört.

Quelle: Stähle

Bei den Linken in Zentrum Ost haben sich mittlerweile an die 200 Demonstranten versammelt.

+++ 19.03 Uhr: Eine Polizeikontrolle +++

+++ 19 Uhr: Erste Bilder +++

Auch unser Fotograf ist heute Abend vor Ort. Seine Bilder und die unserer Reporter finden Sie in der Bildergalerie.

18. Mai: Zum 11. Mal demonstrieren Pogida-Anhänger in Potsdam. Gegen die Kundgebung der fremdenfeindlichen Bewegung gibt es erheblichen Widerstand und mindestens zwei Gegendemos. Die MAZ ist mit mehreren Reportern vor Ort und berichtet. Sehen Sie hier Bilder des Demo-Abends.

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++ 18:52 Uhr: Kurz Hektik am Humboldtring +++

Während am Hauptbahnhof inzwischen 20 bis 30 Pogida-Anhänger und mehr als 100 Gegendemonstranten versammelt sind, bereiten sich auch am Humboldtring Anti-Pogida-Demonstranten auf ihren Protest vor. Dort sollen die Pogida-Anhänger vorbeilaufen. Linke Gruppen haben eine Sitzblockade angekündigt, die Polizei will diese auflösen, sollte es zu einer kommen. Kurz nach 18.30 Uhr wurde es am Humboldtring kurzzeitig hektisch, wie unser Reporter von dort berichtet.

+++ 18:41 Uhr: Pogida-Sprecher irritiert über geringen Zuspruch +++

Der Pogida-Sprecher Jens Lorek scheint irritiert von der geringen Zahl der Pogida-Demonstranten. Er spricht von einem familiären Kreis. Er macht den Demonstranten einen spontanen Vorschlag: Kaffee lassen sie sich bestellen und dorthin bringen wo sie ihre Kundgebung geplant haben, dann warten sie die Reden ab und spazieren gemütlich los. Denn eine Rede vor 20 Leuten zu halten, sei komisch, so der Rechtsanwalt.

Bei der Pogida-Demo ist kurz vor 19 Uhr nicht viel los.

Quelle: Stähle

+++ 18:27 Uhr: Wenig Zuspruch bisher bei Pogida +++

Auf Seiten der Pogida-Anhänger haben sich kurz vor dem geplanten Demo-Beginn nur rund 20 Menschen versammelt. Ob es zu den Erhofften 300 Teilnehmern kommt, scheint fraglich. Um 18.30 Uhr soll der Demo-Zug über die Babelsberger Straße in Richtung Zentrum Ost starten.

Kurz vor 18.30 Uhr haben sich auf Seiten der Pogida-Anhänger rund 20 Menschen versammelt.

Quelle: Stähle

Auf Seiten von den Pogida-Gegnern stehen deutlich mehr Demonstranten. Allein am Bahnhof haben sich mehr als 50 Demonstranten versammelt. Ein Redner des Bündnisses "Potsdam bekennt Farbe" spricht von einem breiten Netzwerk auf das man stolz sein kann. Begleitet wird die Rede von Applaus und Jubel.

Kurz vor 18.30 Uhr hatten sich am Hauptbahnhof Potsdam mehr als 50 Pogida-Gegner bei der Kundgebung von "Potsdam bekennt Farbe" versammelt.

Quelle: Stähle

 

+++ 18:18 Uhr: Polizei will Sitzblockaden auflösen +++

Auf Facebook haben linke Gruppen zu Sitzblockaden aufgerufen um so die Pogida-Anhänger am demonstrieren zu hindern. Dagegen will die Polizei vorgehen. Sollte es wirklich zu Sitzblockaden kommen, wird die Polizei versuchen diese aufzulösen, sagte ein Polizeisprecher. Denn sie stören die Versammlung der Pogida und das sei laut Versammlungsgesetz nicht erlaubt.

+++18:14 Uhr: Christian Müller erscheint doch bei Pogida-Demo +++

Mit seinem Erscheinen war nicht gerechnet worden: Auch Christian Müller ist unter den rund 10 Pogida-Anhängern, die sich bislang am Hauptbahnhof in Potsdam versammelt. Eigentlich wollte er der Demo fern bleiben. Es hieß, er hätte einen Therapie-Termin. Außerdem hatte sich Müller, der bisher die Pogida-Demos angemeldet hatte, aus der Pogida-Führung zurückgezogen. Die heutige Demo hat auch ein gewisser Holger Schmidt angemeldet. Der Name ist allerdings ein Pseudonym.

Christian Müller, hinten links, ist überraschenderweise doch zur Pogida-Demo erschienen.

Quelle: Stähle

Müller hatte sich kürzlich von Pogida zurückgezogen und gesagt, dass er nun Pressesprecher sei. Das gilt wohl nun auch nicht mehr. Holger Schmidt sagte, dass Müller nur für diesen einen Tag Pressesprecher war. Eigentlicher Pressesprecher ist Jens Lorek, ein Rechtsanwalt aus Dresden, der heute auch als Ordner tätig ist. Interviews gibt er aber keine. Und auch alle anderen bei Pogida nicht. Immer wieder stoßen dort Leute hinzu. Mittlerweile sind Straßensperren errichtet worden, um die Lager voneinander zu trennen. Etwa 10 Leute haben sich bei Pogida versammelt. 

Mit Absperrgittern trennt die Polizei die Demonstrationen am Hauptbahnhof.

Quelle: Stähle

+++ 18.05 Uhr: Demonstranten sammeln sich +++

Am Potsdamer Hauptbahnhof ist die Lage noch entspannt. Zur Babelsberger Straße raus säumen allerdings mehrere Polizeiwagen den Straßenrand. Die Straße selbst wurde vor kurzem für den Autoverkehr gesperrt. Polizeisprecher Heiko Schmidt sprach von mehreren hundert Einsatzkräften, die vor Ort sind. Pogida hat 300 Teilnehmer angemeldet, die Gegen-Demos insgesamt 700. Beide Lager sind gerade dabei, sich aufzubauen.

+++ 17.51 Uhr: Wassserwerfer in Zentrum Ost +++

+++ 17.33 Uhr: Entspannte Stimmung bei der Polizei +++

Noch herrscht bei Polizei entspannte Stimmung. An den Demo-Orten gibt es noch keine nennenswerten Ansammlungen, der Verkehr läuft noch gut.

Um 17.45 Uhr wird die Babelsberger Straße am Hauptbahnhof gesperrt, danach könnte es zu Staus in der Gegend kommen.

Die Polizei ist mit mehreren hundert Beamten im Einsatz, eine genaue Zahl wird erst am Abend, nach den Demos, bekannt gegeben. Auch ein mindestens ein Wasserwerfer steht zur Sicherheit bereit.

+++ Ein kurzer Überblick, wo demonstriert und gesperrt wird +++

 - Die Pogida-Anhänger treffen sich um 18.30 Uhr am Hauptbahnhof an der Babelsberger Straße . Von dort startet der Demozug in Richtung Zentrum Ost.

 - Zwei Gegen-Demos sind angemeldet. "Potsdam bekennt Farbe" trifft sich ab 18 Uhr am Hauptbahnhof , Babelsberger Straße, zwischen Fahrradstation und Parkhauseinfahrt . Die Linke ruft zu einer Kundgebung ab 18.30 Uhr im Zentrum Ost, Ecke Humboldtring/Lotte-Pulewka-Straße .

 - Linke Gruppen wollen außerdem den Zug der Pogida-Anhänger blockieren .

 - Autofahrer müssen  ab 17 Uhr mit erheblichen Einschränkungen rund um den Hauptbahnhof rechnen. Die Lange Brücke bleibt zwar offen, aber die Babelsberger Straße ist gesperrt, genau wie viele Straße in Zentrum Ost.

Einige Straßen werden ab 17 Uhr gesperrt

Der heutige Pogida-Aufzug soll um 18.30 Uhr am Hauptbahnhof starten. Die Route führt über die Babelsberger Straße in Richtung Zentrum Ost. Die Lange Brücke wird frei bleiben. Die musste bei den vergangenen Pogida-Demos gesperrt werden, was zu langen Staus im Potsdamer Feierabendverkehr führte.

Trotzdem kommt es am Mittwoch ab dem späten Nachmittag zu einigen Straßensperrungen. Laut Polizei werden die Babelsberger Straße ab 17 Uhr und einige Straßen im Zentrum Ost gesperrt. Der Bahnhof und die Geschäfte bleiben aber geöffnet für Besucher. Auch das Parkhaus kann über die Friedrich-List-Straße angefahren werden.

Ab 17 Uhr werden im Zentrum Ost einige Straßen gesperrt

Ab 17 Uhr werden im Zentrum Ost einige Straßen gesperrt.

Quelle: MAZonline

Die Gegendemonstrationen

Wie bei den vergangenen Pogida-Demos auch, wird es am Mittwoch erheblichen Widerstand gegen die Kundgebung der islamfeindlichen Bewegung geben.

Potsdam bekennt Farbe demonstriert ab 18 Uhr gegen Pogida. Treffpunkt für die Kundgebung ist der Hauptbahnhof, Eingang Babelsberger Straße. Die Demonstranten treffen sich dort zwischen Fahrradstation und Parkhauseinfahrt. Neben Redebeiträgen soll es auch Musik von einer Trommelgruppe geben. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs will auch dort sein. Der sagte im Vorfeld, dass es gelte Farbe zu bekennen "und den Aufruf von Pogida zu Hass und Fremdenfeindlichkeit mit einer deutlichen und lautstarken Kundgebung zu beantworten. Die Landeshauptstadt steht zusammen für ein weltoffenes und tolerantes Potsdam." Außerdem rief er zu einer friedlichen Kundgebung auf.

Auch die Linke Potsdam hat für Mittwoch zu einer Anti-Pogida-Demo aufgerufen. Treffpunkt ist 18.30 Uhr im Zentrum Ost, Ecke Humboldtring/Lotte-Pulewka-Straße.

Außerdem haben  linke Gruppen auf Facebook dazu aufgerufen, den Pogida-Zug mit einer Blockade zu verhindern. Mitte Februar hatte es in Babelsberg eine solche Sitzblockade gegeben. Mehrere hundert Menschen setzten sich auf die Straße und zwangen die Pogida-Anhänger zum Umdrehen.

   

Der Anmelder

Bislang sind die Pogida-Demos von Christian Müller angemeldet worden. Die Demonstration am Mittwoch jedoch nicht. Müller, der mehrfach vorbestraft ist, hat die Führung der Pogida-Kundgebungen Anfang April abgegeben.  Er wolle sich um sein Privatleben kümmern und eine Therapie machen, sagte er der MAZ. Die heutige Demonstration hat ein Holger Schmidt angemeldet. Der Name ist allerdings ein Pseudonym.

Bei der heutigen Demo wird Müller wohl auch nicht dabei sein. Unklar ist es auch, wie und unter welchem Namen die Pogida-Demos in Zukunft weitergehen.  Zuletzt hieß es, Pogida mache unter neuem Namen weiter. Zukünftig solle es Demos unter dem Namen „Potsdam wehrt sich“ geben.

Die Polizei wird die Demonstrationen mit einem Großaufgebot sichern. Im Einsatz sind neben Polizisten aus Brandenburg auch zahlreiche Beamte aus anderen Bundesländern.

Die bisherigen Pogida-Demos

 – 11. Januar, Bassinplatz : Erstmalig versucht ein Ableger der Pegida-Bewegung in Potsdam zu demonstrieren. Ausnahmezustand am Bassinplatz. Der geplante „Abendspaziergang“ findet nicht statt. Am Rande ist es zu Krawallen durch linke Gegendemonstranten gekommen.

 –  20. Januar, Bassinplatz : Erneut ein Großaufgebot der Polizei in der Innenstadt. Knapp 300 Pogida-Anhängern mehr als 1000 Menschen gegenüber. Der „Abendspaziergang“ setzt sich in Bewegung – und stoppt nach wenigen Metern.

 – 27. Januar, Hauptbahnhof zum Filmmuseum : Erstmalig zieht Pogida durch die Landeshauptstadt – zumindest ein Mal über die Lange Brücke bis hin zum Filmmuseum und zurück. Rund 150 Teilnehmer.

 –  3. Februar, Schlaatz: Etwa 130 Anhänger der islamfeindlichen Bewegung ziehen durch einen Randbereich des Schlaatz, behindert von rund 1000 Gegendemonstranten. Die Route geht an einem Asylbewerberheim vorbei.

 – 10. Februar, vom Bahnhof Rehbrücke nach Drewitz : Riesiges Polizeiaufgebot und erhebliche Verkehrsbehinderungen:  Rund 100 Pogida-Anhänger sind da, etliche werden von der Polizei nicht mehr zum Kundgebungsort gelassen. Es gibt drei Gegendemos in Sichtweite.

 –  17. Februar in Babelsberg: Pogida muss den „Abendspaziergang“ vom Bahnhof Medienstadt zum Rathaus Babelsberg auf der Großbeerenstraße nach wenigen hundert Metern beenden und wegen einer massiven Sitzblockade von Gegnern umkehren.

 –  24. Februar am Bornstedter Feld: Rund 1000 Menschen in mehreren Kundgebungen demonstrierten an der Kirschallee gegen Pogida, die nur etwa 80 Anhänger aufbot. Erneut behinderte eine Sitzblockade die Islamfeinde.

 – 9. März, vom Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Genau wie am 27. Januar heißt es: Lange Brücke hin und her“. Keine 100 Pogida-Teilnehmer nehmen teil. Größter Aufreger: eine skurrile Fahrrad-Aktion.

 – 22. März, von der Glienicker Brücke bis zur Nuthestraße: Rund 50 Pogida-Anhänger marschieren begleitet von rund 700 Polizisten durch die berliner Verkehrschaos. Die Folge: ein Verkehrschaos.

 –  7. April, Innenstadt : Nur wenige Teilnehmer ziehen auf Pogida-Seite über die Lange Brücke bis zum Filmmuseum. Auch dieses Mal gab es auf Seiten der Gegendemonstranten deutlich mehr Teilnehmer. Auch Liedermacher Konstantin Wecker sprach zu den Gegendemonstranten. Er gab an dem Abend ein Konzert in der Landeshauptstadt.

Von MAZonline

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Aus Sicherheitsgründen ist die für Mittwochabend auf dem Bassinplatz geplante Pogida-Kundgebung vergangene Woche abgesagt worden. Trotzdem ist am Abend gegen die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung demonstriert worden. In der nächsten Woche soll es wieder eine Pogida-Demo geben.

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