Volltextsuche über das Angebot:

26°/ 16° Gewitter

Navigation:
Pogida-Termine bis Mitte März stehen fest

“Abendspaziergänge“ in der Landeshauptstadt Pogida-Termine bis Mitte März stehen fest

Der Zuspruch für die Potsdamer Pegida Ableger „Pogida“ stagniert bei etwa 120 Teilnehmern, doch möglicherweise hätten es am Mittwoch 100 mehr sein können, sagt Anmelder Christian Müller . Die Islamgegner wollen jedoch weiter demonstrieren und rechnen mit Unterstützung anderer Pegida-Gruppen. Erstmals ist jetzt auch ein Auswärtsauftritt eingeplant.

Voriger Artikel
Immobilienpreise in Potsdam explodieren
Nächster Artikel
Enkeltrick: 80.000 Euro futsch

Polizeisperre vor der Gegendemo, die am Mittwochabend vom Schlaatz aus zur Umzugsroute der Pegida im Industriegebiet Drewitz gekommen war

Quelle: dpa

Potsdam. Die Potsdamer Pegida hat ihre nächsten Kundgebungen bis Mitte März geplant.

Organisator Christian Müller bestätigte der MAZ, dass der nächste Umzug am kommenden Mittwoch, dem 17. Februar, durch Babelsberg führt, knapp drei Kilometer vom Bahnhof Medienstadt über die Großbeerenstraße zum S-Bahnhof Babelsberg im Zentrum des Stadtteils. Los geht es wieder um 18.30 Uhr, der Zeit für alle Demonstrationen der Pegida, die sich selbst in Potsdam Pogida nennt. Nach MAZ-Informationen formieren sich sieben Gegendemonstrationen. Der Fußballclub SV Babelsberg 03 forderte seine Fans am Freitagabend auf, sich nächsten Mittwoch um 18 Uhr zu einer Protestkundgebung am Stadion zu treffen.

Am 24. Februar dann ist das Bornstedter Feld dran; Start ist in der Kirschallee.

Zum Bassinplatz , der die ersten beiden Male der Schauplatz der Demonstration und der Gegendemonstration und beim ersten Mal der Randale beim Abmarsch war, kehrt man am 2. März zurück.

Am 5. März, einem Sonnabend, tritt die Potsdamer Pegida bei einer Schwesterveranstaltung in Cottbus auf.

Und am 9. März geht es vom Bahnhof Potsdam-Rehbrücke aus auf den Weg durch die Waldstadt und dort durch die Straße Zum Teufelssee.

Beschwerde der Islamgegner gegen die Polizei

Müller hat wegen der Kundgebung vom Mittwoch dieser Woche offenbar Beschwerde bei der Polizei erhoben, weil sie angeblich rund 100 Anhänger nicht mehr von der Potsdamer Seite aus über die Eisenbahn-Fußgängerbrücke zur Rehbrücker Seite und der dortigen Pegida-Versammlung durchgelassen hat. „Ich hatte wie immer 200 bis 300 Teilnehmer angemeldet“, sagt Müller: „Die hundert hätten also kommen dürfen.“ Die Polizei prüfte den Vorwurf am Freitagnachmittag noch.

Der ausrangierte, gepanzerte Geldtransporter, den Müller demnächst als Lautsprecherwagen einsetzen will, kostet die Potsdamer Pegida rund 3000 Euro. Dafür wird gesammelt. Mit einer Spendenbüchse kamen am Mittwoch 100 Euro zusammen, bei der Schlaatz-Demo in der Woche davor 150. Er selber suche nicht Schutz in dem Fahrzeug, sondern werde weiter nebenher laufen, sagte Müller. Der Wagen sei nur zum Schutz der Tontechnik da.

Pegida bleibt hart im Foto-Streit mit der Schlösserstiftung

Wegen des Streits mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) Berlin-Brandenburg um die Verwendung von Sanssouci-Fotos auf der Facebook-Seite von „Pogida“ will Müller notfalls vor Gericht ziehen. Die SPSG hatte ihm eine Unterlassungsaufforderung zugestellt und gefordert, Bilder von Sehenswürdigkeiten der Stiftung nicht für politische Zwecke zu nutzen. Verboten ist das nach Müllers Darstellung aber nur bei einer gewerblichen Verwendung der Bilder: „Ich verkaufe die nicht und mache damit keine Postkarten“, sagt er: „Das sind meine privaten Fotos. Mein Anwalt sagt, ich darf sie für Pogida nutzen.“ Facebook habe die Bilder auf Intervention der Stiftung von der Pogida-Seite gelöscht. Tatsächlich war das nächtlich erleuchtete Schloss am Freitagmittag durch eine Nachtansicht des Berliner Reichstagsgebäude ersetzt.

Von Rainer Schüler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Demo-Abend in Potsdam
Vor dieser Sperre scheute die Polizei: In der Großbeerenstraße verhinderte eine Sitzblockade den Umzug der  Potsdamer Pegida.

Mit einer friedlichen Sitzblockade haben rund 800 Menschen am Mittwochabend den Demozug der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung durch Babelsberg verhindert. Insgesamt waren mehr als 1000 Anti-Pegida-Anhänger auf den Beinen. Obwohl ihre Demo am Mittwoch floppte, wollen die Pegida-Anhänger erneut nach Babelsberg kommen.

mehr
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg