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Potsdam Pogida-Zoff vor Demo – Personal abgesetzt
Lokales Potsdam Pogida-Zoff vor Demo – Personal abgesetzt
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09:42 08.04.2016
Holger Schmidt (l.) löst Pogida-Anmelder Christian Müller künftig ab. Quelle: Grimm
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Potsdam

Am Rand der vorerst letzten Pogida-Demo, die unter diesem Namen läuft, sind in der Potsdamer Innenstadt interne Streitigkeiten öffentlich geworden. Noch vor Beginn des zehnten „Abendspaziergang“ gab es Krach um die personelle Besetzung in der Organisationsriege. Der erst vor kurzem ernannte Pogida-Pressesprecher Herbert Heider wurde von einem aus Dresden angereisten Rechtsanwalt im Namen der Veranstalter der Demo verwiesen.

Müller künftig Pressesprecher, statt Anmelder

Als Grund für den Ausschluss Heiders aus dem Organisationsteam nannte Pogida-Initiator Christian Müller, Heider habe sich vor der Veröffentlichung von Informationen nicht entsprechend abgesprochen. Müllers Nachfolger Holger Schmidt, der das Bündnis „Potsdam gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pogida) künftig leiten – und umbenennen wird, sagte zur Personalie Heider: „Es war nicht das erste Mal, dass er sich nicht an Absprachen gehalten hat.“ Doch dann die bemerkenswerte Entwicklung: Bis ein neuer Sprecher gefunden ist, fungiert Christian Müller selbst nach eigener Aussage als Sprecher, wird aber keine neue Demo mehr anmelden. Noch am Nachmittag hatte er gegenüber der MAZ bestätigt, sich künftig zurückziehen zu wollen. Unter anderem nannte er als Grund die „Negativpresse“.

Nachfolger Schmidt soll Negativkritik ersparen

Müller sagte am Demoabend schließlich, er bleibe Pogida weiterhin verbunden und plane, als Gastredner aufzutreten, wenn die Bewegung ab Mai neue Veranstaltungen durchführen will. Möglicherweise wird sich die Gruppierung dann umbenennen, sagte Müller. Auch das Themenspektrum soll sich erweitern, etwa um Altersarmut. Er sei froh, dass sein Nachfolger Holger Schmidt die organisatorischen Aufgaben übernehme und im Gegensatz zu ihm selbst nicht vorbestraft sei. Das könne der Bewegung in Zukunft Negativkritik ersparen.

Jüngst hatte Müller für Wirbel gesorgt, weil er im Gefängnis ausgerechnet Schutz bei Sexverbrechern vor den Hells Angels suchte. Er hatte sich negativ über die Rocker geäußert – und sollte kräftig dafür zahlen. Mehr zum Thema.

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