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Potsdam Pogida provoziert mit Facebook-Werbung
Lokales Potsdam Pogida provoziert mit Facebook-Werbung
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12:24 06.02.2016
Nach der Pegida-Demo vom vergangenen Mittwoch im Schlaatz marschieren die Islamfeinde kommenden Mittwoch in Rehbrücke am Stadtrand von Potsdam. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Der Bahnhof Rehbrücke am Stadtrand von Potsdam ist am kommenden Mittwoch der Schauplatz der fünften Pegida-Kundgebung in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Sie beginnt 18.30 Uhr und führt nach mehreren Ansprachen der Organisatoren über die Bahnschienen hinweg ins Zentrum der Nachbargemeinde Rehbrücke, wo es auf der Kreuzung der Arthur-Scheunert-Allee neben dem Rewe-Supermarkt eine Zwischenkundgebung geben soll. Das erfuhr die MAZ von den Veranstaltern. An der Kreuzung macht der Umzug kehrt und löst sich am Bahnhof Rehbrücke ohne eine weitere Kundgebung auf. Sollte die Polizei den „Spaziergang“ entgegen des Antrags nicht nach Rehbrücke laufen lassen, wollen sich Pegida-Anhänger durch das Industriegebiet Drewitz nach Alt Drewitz und weiter zum Kirchsteigfeld bewegen, um dort öffentliche Verkehrsmittel für die Heimkehr zu erreichen.

So lief die Demo am vergangenen Mittwoch – Liveticker zum Nachlesen

Zwei Gegendemonstrationen angemeldet

Gegen die Demonstration des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Ablegers, der sich in Potsdam Pogida nennt, sind zwei Gegenkundgebungen angemeldet worden. Am Mittwoch hat „Potsdam bekennt Farbe“ eine Demo angemeldet. Auch der Potsdamer Bundestagsabgeordnete Norbert Müller von der Linken hat eine Kundgebung angemeldet. Das hat er über Twitter angekündigt. Die Polizei hat bestätigt, dass für Mittwochabend insgesamt drei Demonstrationen angemeldet worden sind.

Der Bundestagsabgeordnete Norbert Müller (Linke) hat auf Twitter bekannt gegeben, dass er eine Anti-Pegida-Demo angemeldet hat. Quelle: MAZ

Pogida provoziert erneut mit Werbung für die Demo am Mittwoch

Unterdessen provozieren die Pogida-Anhänger auf ihrer Facebook-Seite erneut mit der Werbung für die Demo am Mittwoch. Bereits vor einer Woche hatten sie ihre Demo auf einem Bild mit dem Schloss Sanssouci angekündigt. Die Schlösserstifung hatte damals eine Unterlassungserklärung an den Demo-Anmelder Christian Müller geschickt. „Wir machen auf und mit unseren Liegenschaften keinerlei Werbung für Parteien und lassen das auch nicht zu“, sagte der Sprecher der Stiftung, Frank Kallensee, damals zur MAZ.

Diese Werbung war am Sonnabend noch auf der Pogida-Facebook-Seite zu sehen. Die Schlösserstiftung will dagegen vorgehen. Quelle: Screenshot

Nun werben die Pogida-Leute erneut mit einem Bild von Sanssouci für die kommende Demo. Die Schlösserstiftung kündigte über Twitter an, dass man sich nun auch an Facebook direkt wende. Die Fotoverwendung – dieses Mal wird eine Nachtaufnahme von Sanssouci gezeigt – sei nicht akzeptabel.

Auf Twitter hat die Stiftung angekündigt, gegen die Fotoverwendung vorzugehen. Quelle: Screenshot

Von Rainer Schüler

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