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Potsdam Pogida versucht’s wieder
Lokales Potsdam Pogida versucht’s wieder
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14:47 29.03.2016
Am 7. April 2016 will Pogida erneut am Hbf Potsdam demonstrieren. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Die asylkritische Pogida-Bewegung hat erneut zu einem sogenannten „Abendspaziergang“ aufgerufen. Am 7. April 2016 will man sich am Potsdamer Hauptbahnhof treffen und gegen die aktuelle Asylpolitik der Bundesregierung demonstrieren. Diese Politik sei ein „absichtliches Politikversagen“.

Pogida versammelt sich nun schon zum dritten Mal am Hauptbahnhof in Potsdam. Jedes Mal wurde die Lange Brücke stundenlang gesperrt, der Tramverkehr in Richtung Innenstadt lag brach und Autofahrer mussten einen Umweg fahren.

Wie MAZonline erfuhr, sind auch bereits zwei Gegendemonstrationen („Potsdam bekennt Farbe“ und der „Kreisverband der Linken“) angemeldet. Doch ob und vor allem wie und wo demonstriert wird, ist noch nicht klar. Fest steht, dass der bisherige Treffpunkt für das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ dieses Mal nicht als Versammlungsort dienen wird. Noch bis zum 10. April findet im Lustgarten das Frühlingsfest statt.

Am Donnerstag, 31. März 2016, wird es Koordinationsgespräche geben. Erst dann, so heißt es, könne die Pogida-Demonstration bestätigt und die Orte für die Gegendemonstrationen bekanntgegeben werden.

Pogida – der Pegida-Ableger in Potsdam

11. Januar, Bassinplatz: Erstmalig versucht ein Ableger der Pegida-Bewegung in Potsdam zu demonstrieren. Ausnahmezustand am Bassinplatz. Der geplante „Abendspaziergang“ findet nicht statt. Am Rande Krawalle.

20. Januar, Bassinplatz: Erneut ein Großaufgebot der Polizei in der Innenstadt. Knapp 300 Pogida-Anhängern mehr als 1000 Menschen gegenüber. Der „Abendspaziergang“ setzt sich in Bewegung – und stoppt nach wenigen Metern.

27. Januar, Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Erstmalig „spaziert“ Pogida durch die Landeshauptstadt – zumindest ein Mal über die Lange Brücke bis hin zum Filmmuseum und zurück. Rund 150 Teilnehmer.

3. Februar, Schlaatz: Etwa 130 Anhänger der islamfeindlichen Bewegung ziehen durch einen Randbereich des Schlaatz, behindert von rund 1000 Gegendemonstranten. Die Route geht an einem Asylbewerberheim vorbei.

10. Februar, vom Bahnhof Rehbrücke nach Drewitz: Riesiges Polizeiaufgebot und erhebliche Verkehrsbehinderungen: Rund 100 Pogida-Anhänger sind da, etliche werden von der Polizei nicht mehr zum Kundgebungsort gelassen. Es gibt drei Gegendemos in Sichtweite.

17. Februar in Babelsberg: Pogida muss den „Abendspaziergang“ vom Bahnhof Medienstadt zum Rathaus Babelsberg auf der Großbeerenstraße nach wenigen hundert Metern beenden und wegen einer massiven Sitzblockade von Gegnern umkehren.

24. Februar am Bornstedter Feld: Rund 1000 Menschen in mehreren Kundgebungen demonstrierten an der Kirschallee gegen Pogida, die nur etwa 80 Anhänger aufbot. Erneut behinderte eine Sitzblockade die Islamfeinde.

9. März, vom Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Genau wie am 27. Januar heißt es: Lange Brücke hin und her“. Keine 100 Pogida-Teilnehmer nehmen teil. Größter Aufreger: eine skurrile Fahrrad-Aktion.

22. März, von der Glienicker Brücke bis zur Nuthestraße: Rund 50 Pogida-Anhänger marschieren begleitet von rund 700 Polizisten durch die berliner Verkehrschaos. Die Folge: ein Verkehrschaos.

Von MAZonline

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