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Potsdam Politisches von Designern
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10:06 11.01.2018
Sabina Fimbres Sabugal vor ihrer Fotowand „Nach dem Beben“. Quelle: Fotos: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Schiffbauergasse

„Nach dem Beben“ ist der Titel einer Fotowand in der ersten Kunstraum-Ausstellung des neuen Jahres. Anfang Oktober 2017 war Sabrina Fimbres Sabugal (20) zu ihrem alljährlichen Besuch in ihrer Geburtsstadt Mexiko-City, kaum zwei Wochen nach dem schwersten Erdbeben seit Jahren. Sie fotografierte Freunde, Verwandte, Bekannte. In der Ausstellung stehen neben den Porträts Erinnerungsprotokolle.

Kommunikationsdesignerin Klara Stangl beim Aufbau der Installation „Angst macht Krieg“ von Kalina Mateeva und Franka Geiser. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Installation ist eine von 50 Arbeiten von Studierenden des Fachbereichs Design der Fachhochschule Potsdam, der in diesem Jahr erstmals am Festival „Made in Potsdam“ beteiligt ist. Initiiert von der Fabrik, bietet „Made in Potsdam“ seit 2012 immer zum Jahresanfang ein Podium für Künstler, die aus Potsdam stammen oder über ihre Arbeit in Beziehung zur Stadt stehen. Seit 2013 ist der Kunstraum als Forum für bildende Kunst dabei.

Die Ausstellung ist politisch nicht nur im Titel „Politiken des Designs“: „Die aktuelle Druck einer sozialen, gesellschaftlichen und politischen Gegenwart ruft Gestalter dazu auf, eine kritische Positionsbestimmung vorzunehmen“, heißt es im Pressetext. Vor einem guten Jahr hätten die Vorbereitungen zu diesem Thema begonnen, sagt die betreuende Professorin Myriel Milicevic. Als Stichworte für die Politisierung der Designer nennt sie Europa, den Brexit, den Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz. Design sei in der Lage, in den Alltag einzugreifen, und selbstredend werde Design vom Alltag beeinflusst.

Stephane Flesch mit seinem Fotoprojekt „Border Patrol“ im „Grenz-Raum“. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Ausstellung besteht aus fünf Abteilungen. Der „Konsum“ eröffnet mit einem Museumsshop, der lebensgroßen Abbildung eines Kühlregals mit abgepackten Wurstscheiben, dem Video von Schafen, die erst liebevoll gefüttert und dann geschlachtet werden. An den Wänden des „Grenz-Gangs“ gibt es Straßenaufnahmen, Alltagsszenen von beiden Seiten der amerikanisch-mexikanischen Grenze, die sich sehr ähnlich sind. Und Fotografien von Passanten, die allein deshalb verdächtig wirken, weil man sie heimlich fotografierte.

Fotografien der Serie „Lug ins Land“ von Franz Grünewald. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Fotowand „Nach dem Beben“, die auch eine Geschichte von Korruption, Verwaltungschaos und Behördenversagen erzählt, steht im „Privaten Raum“. Gegenüber an der Wand das Fotoprojekt „Lug ins Land“ von Franz Grünewald mit teils verstörend öden Porträts und Landschaften aus Sachsen. Im „Denkraum“ Parolen: „Angst macht Krieg“, entgleiste Sätze: „Die Würde des Menschen war untastbar“, eine Sandinstallation über Kinderarmut. In der Abteilung „Future Production“ unterm Dach schließlich interaktive Angebote: „Im überfluteten Berlin“ von Dennis Ostendorf versetzt die Hauptstadt auf das Höhenniveau von Bangladesh und demonstriert was passiert, wenn der Meeresspiegel steigt.

Das Festival „Made in Potsdam“

„Politiken des Designs“ im Waschhaus-Kunstraum wird am Donnerstag um 19 Uhr eröffnet. Geöffnet Mittwoch bis Sonntag 13bis 18 Uhr, bis 27. Januar. Zur Ausstellung gibt es in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Kulturarbeit ein umfangreiches Begleitprogramm. Erster Termin ist am Montag, 15. Januar, um 19 Uhr eine Veranstaltung „Prozesse und Gestaltung“.

„Made in Potsdam in der Fabrik wurde am Mittwoch eröffnet mit der Produktion „Flugmodus“ von Laura Heinicke und dem Pulsar Trio. Am Donnerstag, 20 Uhr, folgt die Premiere der isländisch-iranischen Tanzproduktion „Being“, am Freitag um 19.30 Uhr in der Waschhaus-Arena die Performance „Eternal Run“. Der aus Potsdam stammende Autor André Kubiczek liest am Sonntag um 16 Uhr in der Fabrik.

Info Das komplette Programm auf www.fabrikpotsdam.de

Von Volker Oelschläger

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