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Potsdam Polizei: Jugendliche rauchen Gras an Schulen, dealen aber nicht
Lokales Potsdam Polizei: Jugendliche rauchen Gras an Schulen, dealen aber nicht
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00:23 01.03.2019
Wenn in Potsdam Schüler mit Drogen erwischt werden, dann mit Cannabis. Quelle: dpa
Potsdam

Die Ermittlungen gegen Schüler des Humboldt-Gymnasiums, die Ende 2018 von der Polizei auf dem Schulgelände mit Drogen erwischt worden sind, dauern an. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam auf MAZ-Anfrage mit. Der Vorfall, der sich Mitte November ereignet hatte und durch ein an die Eltern gerichtetes Rundschreiben der Schulleitung in die Öffentlichkeit gelangt war, hat nun auch die Landesregierung beschäftigt. Unter anderem erkundigte sich der Potsdamer Landtagsabgeordnete Steeven Bretz (CDU) mittels einer Kleinen Anfrage, wie sich die Anzahl der Drogendelikte an Potsdamer Schulen entwickelt hat.

Polizei hat Drogenkonsum, aber keinen Handel entdeckt

Die Landesregierung gibt in ihrer Antwort Entwarnung: Die Fallzahlen gäben keinen Anlass dafür, einen Handlungsschwerpunkt abzuleiten. „Besondere polizeiliche Erkenntnisse zum Phänomenbereich ,Drogen an Potsdamer Schulen’ liegen nicht vor“, heißt es. Drogenhandel sei nicht festgestellt worden, bekannt seien lediglich Einzelfälle, in denen eine Schülerin oder ein Schüler Cannabis konsumiert habe – von anderen Drogen ist nicht die Rede.

Nicht in jedem Fall rufen die Schulen die Polizei

Die in der Kriminalstatistik der Polizei erfassten Fälle verteilen sich wie folgt: Im Jahr 2014 habe man neun Rauschgiftdelikte erfasst und sechs Fälle aufgeklärt, 2015 waren es 19 erfasste und 17 aufgeklärte Fälle, 2016 wurden vier Fälle bekannt und auch aufgeklärt, 2017 stellten die Beamten 16 Delikte fest und klärten 13 auf. „Der Schulaufsicht sind darüber hinaus Einzelfälle des Drogenkonsums bekannt, auf die die jeweilige Schule reagiert hat“ – in denen die Polizei also außen vor blieb. „Die Schulen sind grundlegend im Umgang mit Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung sensibilisiert und handeln entsprechend“, heißt es.

Viele Angebote zur Aufklärung über Drogen und Drogensucht

Die Möglichkeiten, sowohl Jugendliche und als auch Lehrer über die Gefahren von Drogen und Sucht aufzuklären, sind laut Landesregierung vielfältig. So seien die Themen Sucht und Suchtprävention verbindlicher Bestandteil der Rahmenlehrpläne verschiedener Unterrichtsfächer wie Chemie, Biologie und LER. Zudem stünden außerschulische Partner für Projekte und Projektwochen bereit. Auch die Polizei leiste Präventionsarbeit im Zusammenhang mit dem Thema Sucht und Drogen – dabei richte man sich vor allem an Kinder und Jugendliche der Primar- und Sekundarstufe I.

Von Nadine Fabian

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