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Polizei alarmiert wegen Rechtsrock-Konzert

Sacha Korn in Potsdam Polizei alarmiert wegen Rechtsrock-Konzert

Der umstrittene Sänger Sacha Korn aus dem rechten Milieu will am Samstag in Potsdam-Bornstedt auftreten. Ein Teil der Konzerteinnahmen soll auf ein Spendenkonto der Bandidos-Rocker gehen. Die Polizei ist alarmiert.

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Die Konzerteinnahmen sollen den Bandidos zugute kommen, die sich mit verfeindeten Clans immer wieder blutige Fehden liefern.

Quelle: dpa

Potsdam. Drei seiner Lieder waren 2011 auf der Schulhof-CD der NPD Sachsen-Anhalt zu hören: Am Samstag plant der in Babelsberg geborene Rechtsrocker Sacha Korn ein Konzert im Bornstedter „Victoria Eck“ hin. Darauf weist die Antifa Potsdam hin. Das Konzert wird auch auf der Facebook-Seite des Sängers angekündigt. Unter dem Begriff „Neue Deutsche Härte“ tritt der 40-Jährige mit seiner Band „Sacha Korn“ oder auch „SK“ oder „S.Korn“ seit 2009 in Deutschland und im Ausland auf. Ein geplantes Konzert von Korn im „Rockschuppen“ Seddin untersagte die Gemeinde 2013. Im März 2012 verbot das Bezirksamt Lichtenberg einen Auftritt von Korn, das im einem Clubhaus der Hells Angels stattfinden sollte. Auch bei dem Konzert in Potsdam gibt es einen Bezug zur Rockerszene. Ein Teil der Einnahmen des Konzerts soll nach Angaben Korns auf Facebook auf das Spendenkonto der Bandidos fließen. Das Konto hatten die Rocker nach dem Mord an dem neunjährigen Jaden aus Herne (Nordrhein-Westfalen) eingerichtet, dessen Vater bei den Bandidos ist.

Die Polizei beobachtet die Lage

„Die Polizeidirektion West kannte diesen Termin bereits und führt eine Lagebeurteilung mit den derzeit vorliegenden Erkenntnissen durch, welche auch ständig aktualisiert wird“, teilt Polizeisprecher Heiko Schmidt am Donnerstag auf MAZ-Anfrage mit. „Hierbei fließen natürlich und unter anderem alle Erkenntnisse und Informationen ein, die aus Internetrechen und sozialen Medien zugänglich sind.“ Die Ergebnisse dieser Lagebeurteilung könnten aus polizeitaktischen Gründen aber nicht veröffentlicht werden. Er könne aber versichern, „dass wir alle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr sowie zur Verhinderung von Straftaten durchführen, die aus unserer Sicht notwendig sind“, so Schmidt.

„So ein Konzert widerspricht dem Charakter der Landeshauptstadt, die für Weltoffenheit und Toleranz steht“, so Stadtsprecher Stefan Schulz. Da das Konzert in einem privaten Restaurant stattfinde, habe die Stadt aber keine Handhabe, die Veranstaltung zu verbieten.

Auch das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ hat sich am Freitag zu Wort gemeldet. „Es ist bekannt, dass der Musiker Kontakte in die rechtsextreme Szene pflegt und Anziehungspunkte für diese Akteure bietet. Abgrenzungsversuche seiner Person zur Szene erscheinen aus Sicht des Bündnisses nicht glaubwürdig“, so die stellvertretende Bündnisvorsitzende Anne Pichler.

Von Marion Kaufmann

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