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Polizei erklärt freiwillige Elias-Suche für beendet

Potsdamer Helfer mit Polizei im Clinch Polizei erklärt freiwillige Elias-Suche für beendet

Die Polizei erklärt die Suchaktionen der freiwilligen Helfer im Fall Elias für beendet – doch die wissen von nichts. Am siebten Tag der Suche nach dem spurlos verschwundenen Sechsjährigen kochen die Emotionen hoch. Eine Pressekonferenz am Dienstagnachmittag ließ viele Fragen offen.

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Deutlich weniger Helfer kommen nun zum Stützpunkt.
 

Quelle: Rainer Schüler

Potsdam.  
Es war die größte Überraschung bei der Pressekonferenz der Polizei zum Fall Elias am Dienstag: Die freiwilligen Helfer geben auf. „Sie werden noch einige Tage vor Ort sein, aber nicht mehr mit eigenen Suchtrupps rausgehen“, so Michael Scharf, Stabsleiter der Direktion West. Gerome James, Einsatzleiter der ehrenamtlichen Helfer, ist überrascht: „Das kann ich so nicht bestätigen, im Gegenteil!“ Er berichtet von einer der Polizei bekannten Verkleinerung der Suchgruppen. Auf den Alleingang der professionellen Einsatzkräfte reagiert der Freiwillige schockiert. „Das gibt mir das Gefühl, hier nutzlos zu sein, sogar die Arbeit der Polizei zu stören“, sagt James, „ich fühle mich, auf gut Deutsch gesagt, von der Polizei verarscht.“

Zuvor habe er noch gemeinsam mit Polizeisprecher Heiko Schmidt eine Pressemitteilung erarbeitet, um den missverständlichen Flyer zu erklären, der für einige Irritationen gesorgt hatte. Auf dem nur für die Suchtruppleiter bestimmten Zettel waren die Telefonnummern der drei Einsatzleiter sowie die Aufforderung, Hinweise zuerst an diese und nicht an die Polizei zu melden, notiert gewesen. Polizei und Helfer erklärten dazu gemeinsam, dass sachdienliche Hinweise selbstverständlich nur an die Polizei zu melden seien, die Helfer aber gebeten worden waren, alle Hinweise zunächst einer eigenen Wahrscheinlichkeitsprüfung zu unterziehen. Allerdings räumt der Polizeisprecher ein, der Satz sei „sehr missverständlich“ formuliert:„Die überwältigende Anteilnahme an der Suchaktion hat hier zu einer Stilblüte geführt, die ich bitte, nicht überzubewerten. Wir tun es auch nicht“, so Polizeisprecher Heiko Schmidt in der Pressekonferenz.

Gerome James kann sich nicht erklären, warum die Polizei die Suche der Helfer nun als beendet ansieht. Er sagt: „Wir bleiben zwei Teams mit je zehn Personen, das weiß auch die Polizei.“ Diese Teams würden natürlich auch weiterhin im Gelände nach dem verschwundenen Jungen suchen.

Beistand für ihre Suche bekommen die Helfer laut Gerome James auch von Elias’ Mutter. Erst am Dienstag habe der Einsatzleiter mit ihr gesprochen. Sie habe den Helfern erneut gedankt und diese gebeten, mit ihrer Suche fortzufahren. James berichtet: „Sie hat richtig Angst, dass wir aufhören zu suchen und sie sich dann nur noch auf den Polizeiapparat verlassen muss. Wir sollen vor Ort bleiben, sagt sie.“

Die Polizei unternimmt unterdessen alles, um Elias zu finden. Noch bis Ende der Woche wird der Schlaatz weiter durchkämmt. Doch auch in Richtung einer möglichen Straftat ermittelt die Polizei intensiv. Am Dienstagnachmittag hat die Polizei auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen informiert. "Es gibt kein Ergebnis", so das Fazit. Viele Fragen sind noch offen.

Von Saskia Popp

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