Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Polizeipräsident: „Ich sehe blanken Hass“

Pegida und Gegendemos in Potsdam Polizeipräsident: „Ich sehe blanken Hass“

Die Pegida-Demo in Potsdam und ihre Gegenbewegung sind nach Einschätzung des Potsdamer Polizeipräsidenten Hans-Jürgen Mörke auf Dauer angelegt. „Kein Ende in Sicht“ – so sein Fazit. Derweil wird bekannt: Pegida-Chef Müller hat offenbar echte Probleme mit dem Gesetz.

Voriger Artikel
Hohe Mehrausgaben für Flüchtlinge in Potsdam
Nächster Artikel
Das sind Potsdams Schulbaustellen

Pegida-Demo in Potsdam am Mittwoch.

Quelle: imago stock&people

Potsdam. In Sachen Pegida-„Abendspaziergänge“ in Potsdam sieht Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke „blanken Hass auf beiden Seiten“. Bei der Islam-Gegner-Demo und den verschiedenen Gegenveranstaltungen am Mittwoch seien insgesamt 300 gewaltbereite Teilnehmer beobachtet worden. „Wenn die Polizei nicht dazwischen stehen würde, ginge es zur Sache“, so Brandenburgs oberster Polizist.

Mörke schätzt, dass der Anteil der zur rechten Szene gehörenden Pegida-Leute etwa bei 50 Prozent liegt. „Am Anfang waren mehr Rechte dabei“, so Mörke. Die andere Hälfte der Teilnehmer kämen wohl aus dem „Bewohnerspektrum“. Insgesamt 75 Pegida-Anhänger hatten versucht, durch Babelsberg zu laufen, waren aber von mehr als 1000 Gegendemonstranten aufgehalten worden.

Während die Zahl der Gegendemonstranten stetig wachse und noch nie so groß war wie am Mittwoch, schrumpfe der Haufen der Pegida-Unterstützer – anfangs waren es 300. Angesichts der Ankündigung von Pegida-Vormann Christian Müller, demnächst jeden Tag mit seinen Anhängern durch die Stadt laufen zu wollen, sagte Mörke, das Versammlungsrecht lasse das zu. Allerdings versuche die Polizei, „die Einschränkungen der Bevölkerung auf ein unabdingbares Maß zu begrenzen“. Jede Anmeldung sei ein Einzelfall. Er lasse aber gerade prüfen, in wieweit man mit Auflagen die Verkehrsbehinderungen minimieren könne“. Prinzipiell sei aber „kein Ende in Sicht“, was die Pegida-Kundgebungen angehe.

Aus Polizeikreisen verlautet, der Anführer der Potsdamer Pegida, Christian Müller (32) habe in der Vergangenheit hundertfach Konflikte mit dem Gesetz gehabt. Auf 170 Einträge kommt er im polizeiinternen Vorgangserfassungs-System. Es seien viele Eigentumsdelikte dabei, sagte ein Polizist. Außerdem handelt es sich unter anderem um Körperverletzung, Waffenbesitzverstöße und Beleidigung. Für die MAZ war er bis Donnerstagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Von Ulrich Wangemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg