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Potsdam Positive Reaktionen auf „Baustellen-Umbau“
Lokales Potsdam Positive Reaktionen auf „Baustellen-Umbau“
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13:00 24.07.2015
Stau auf der Nuthestraße Quelle: Jürgen Stich
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Potsdam

Ferienzeit ist Stauzeit in Potsdam. Schon seit Tagen quält sich eine Autoschlange vor den Toren Stadt. Tag für Tag schleicht das Ungeheuer in die City. Am Donnerstag passierte dann schlimmste Szenario: in Höhe der Nuthestraße krachte es. Nichts ging mehr. Stillstand. Der Stau reichte von der einzig übrig gebliebenen Spur am Stern-Center stadteinwärts bis auf die A 115. Als dann die Polizei nach der Unfallaufnahme einfach die Baken wegräumte, wendete und davonfuhr, sahen einige genervte Autofahrer ihre Chance. Sie räumten sich ebenfalls den Weg frei und wendeten auf der Schnellstraße.

Ein Verhalten, dass die Polizei scharf rügt: „So ein Verhalten ist nicht gewollt“, sagte eine Polizeisprecherin. „Das kann zu gefährlichen Situationen führen.“ Tatsächlich mussten sich die Autos nach dem Wendemanöver in den fließenden Gegenverkehr einordnen, was teilweise zu Bremsmanövern führte.

Viele Betroffene sehen das wahrlich anders. Über Facebook schreibt eine Leserin, dass es nachvollziehbar sei, „dass die Nerven bei den Autofahrern blank liegen und der Geduldsfaden reißt, da ganz Potsdam eine reine Baustelle ist. Das Verkehrschaos lässt grüßen“. Die Baustelle ist vielen ein Dorn im Auge, das Wegräumen der Baken „bei so einer Baustelle“ nachvollziehbar: „Es ist echt ätzend sich jeden Tag durch den Stau zu kämpfen... Stadtein- und auswärts. Das macht langsam echt kein Spaß mehr“. Bei einer solchen Baustellen-Organisation und Planung könne man gar nicht anders als die „Absperrungen beiseite zu räumen“, schreibt ein anderer.

Der Schuldige ist schnell ausgemacht: Der Baudezernent Matthias Klipp (Grüne). Er sollte „den Platz räumen, bevor mehr Schaden entsteht“. Ein anderer meint, Klipp sei „inkompetent“. Überhaupt wird der Stadt an sich – auch Oberbürgermeister Jann Jakobs bekommt sein Fett weg – vorgeworfen, eine „Autohasserpolitk“ zu betreiben, denn auch die vielen anderen Sommerbaustellen beeinträchtigen den Autoverkehr stark. In Potsdam gebe es keine vernünftige Verkehrsplanung. Es sei total unverständlich, „so ein Baustellenchaos verteilt über die ganze Stadt zu verursachen“.

Übrigens: Der Potsdamer Stadtverordnete Sascha Krämer (Linke) ist nicht immer einer Meinung mit Matthias Klipp, aber für das „Baudezernenten-Bashing“ im Fall „Mega-Stau auf der Nuthestraße“ hat er wenig Verständnis: „Was kann eigentlich Klipp für den Autounfall, der eine Ursache für das Chaos war? Nur als Frage am Rande“, schreibt er auf der Facebook-Seite der MAZ.

Vielleicht hilft bei den Potsdamern bei den vielen Baustellen Humor: „Das klippt ja immer besser in Potsdam“, schreibt einer. Der Stausommer in Potsdam ist jedenfalls noch nicht vorbei. Die Sanierung der Nutheschnellstraße wird sich noch bis September hinziehen. Weitere Staus und verärgerte Autofahrer garantiert. Und dann wäre da ja noch die Zeppelinstraße...

Von MAZonline

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