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Post verspricht Hilfe nach Hausschlüsselraub

100 Schlüssel sind weg Post verspricht Hilfe nach Hausschlüsselraub

Nach dem Raub von nahezu 100 Schlüsseln für Häuser in der nördlichen Innenstadt von Potsdam benötigte die Post einige Tage, um die betroffenen Eigentümer zu informieren. Das soll nach Angaben des Konzerns nun endlich geschehen sein. Zudem verspricht die Post Hilfe beim nötigen Wechsel von Türschlössern.

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Blick auf die Rückseite des Hauptpostamtes von Potsdam. Von hier drangen die Diebe ins Gebäude ein.

Quelle: Friedrich Bungert

Innenstadt. Endlich, zehn Tage nach dem Einbruch in das Verteilungszentrum der Hauptpost in der Straße Am Kanal, bei dem Diebe zwischen dem 6. und 8. Februar knapp 100 Hausschlüssel aus dem Bereich der nördlichen Innenstadt entwendeten, hat die Deutsche Post AG nach eigenen Angaben alle betroffenen Hauseigentümer informiert. „Wir mussten erst einmal die Adressen identifizieren und konnten erst dann den Kundenservice mit den entsprechenden Kundeninformationen ausstatten. Dass dies im Einzelfall etwas länger gedauert hat, tut uns leid“, sagte Pressesprecherin Tina Birke.

Mieter beschwerten sich über Krisenmanagement der Post

Möglicherweise betroffene Mieter hatten sich bei verschiedenen Medien beschwert, dass sie bis dato keine Informationen von der Post erhalten hatten. Für Frust sorgte auch die Telefonnummer des Kundenservice, die von der Post-Sprecherin auch den Lesern dieser Zeitung empfohlen worden war.

Besorgte Bürger, die die Nummer 0228 433 31 12 wählten, landeten in Bonn. „Dort wusste man nichts vom Potsdamer Raub. Es gab keine Auskunft zu den Schlüsseln, die Angestellten konnten nur Fragen zu Briefen und Paketen beantworten“, teilten empörte Leser unserer Redaktion mit. Kurioserweise wurde dieselbe Servicenummer am Donnerstag von Frau Birke erneut ins Spiel gebracht.

Post sichert nun Hilfe zu

Zugleich sicherte die Pressesprecherin betroffenen Post-Kunden beim nötigen Wechsel von Türschlössern oder Schlosssystemen Hilfe zu. „Wie wir bereits mehrfach gesagt haben, werden wir unsere Kunden mit ihren Schäden nicht im Regen stehen lassen und uns an den Kosten beteiligen. Wir arbeiten generell in allen sicherheitsrelevanten Fragen eng mit der Polizei zusammen.“

Bei der Gewoba Wohnungsverwaltungsgesellschaft, die viele Wohnungen in der nördlichen Innenstadt vermietet, ist das Problem mit den gestohlenen Schlüsseln ebenfalls ein Thema. „Mehrere besorgte Mieter haben bei uns angerufen“, sagte Pressesprecherin Anna Winkler. Die Post habe sich nicht gemeldet. „Deshalb gehen wir davon aus, dass wir zum Glück nicht betroffen sind. Wir haben auch noch keinen konkreten Fall“, gibt Anna Winkler Entwarnung.

Welche Straßenzüge und Häuser vom Schlüsselraub genau betroffen sind, wollte Post-Sprecherin Birke nicht sagen. „Es laufen momentan intensive polizeiliche Ermittlungen zum Einbruch in unseren Potsdamer Zustellstützpunkt. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu solchen internen Details daher nicht äußern“, antwortete sie auf eine entsprechende Anfrage der MAZ.

Einbruch bei der Hauptpost

Zwischen dem 6. und 8. Februar drangen unbekannte Diebe in das Postverteilzentrum Am Kanal ein.

Dort werden Briefsendungen sortiert und ausgeliefert.

Zunächst hieß es , es seien lediglich einige wenige Briefe geöffnet worden.

Später musste die Deutsche Post einraumen, dass zudem knapp 100 Haustürschlüssel für den Bereich nördliche Innenstadt entwendet wurden.

Die Schlüssel lagerten bei der Post , damit die Zusteller auch an jene Briefkästen gelangen können, die sich hinter verschlossenen Haustüren befinden.

Die Polizei rät betroffenen Hauseigentümern, die Schlösser der Eingangstüren auszutauschen.

Von Jens Trommer

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