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Potsdam Müll-Gebühren in Potsdam steigen
Lokales Potsdam Müll-Gebühren in Potsdam steigen
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00:53 11.09.2014
Mülltonnen vor einem Haus in Babelsberg: Wer hier was rein wirft, muss in Zukunft höhere Gebühren zahlen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Das entspricht einem Plus von 6,7 Prozent. Dazu steigt die Mengengebühr je 100 Liter um 2,5 Prozent an: Es werden 2,02 Euro fällig. "Die Kostensteigerung trifft nur das, was abgefangen werden muss", sagt Marina Kluge, Fachbereichsleiterin Ordnung und Sicherheit der Stadt. Sie begründet die steigenden Preise mit Tariferhöhungen, steigenden Kosten für Kraft- und Schmierstoffe sowie Versicherungen. Vor allem die Drittbeauftragten Step (Stadtentsorgung) sowie Recon-T (Aufbereitungsanlage) sind davon betroffen.

Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einer 60 Liter Abfalltonne, die alle zwei Wochen geleert wird, muss in Zukunft 71,72 Euro jährlich zahlen. Das ist ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber den 68,42 Euro, die dieses Jahr gezahlt werden mussten.

Für Gewerbetreibende steigen die Preise noch stärker. Hier werden 11,76 Euro Grundgebühr fällig, was einer Steigerung von zehn Prozent entspricht. Dass die Preissteigerung hier größer ist, liegt an den Verkäufen von Altkleidern. "Wir führen den Verwertungserlös von Altkleidern nur an private Haushalte zurück, weil auch nur sie Altkleider spenden", erklärt Marlene Zierock, Bereichsleiterin Abfallentsorgung. 600.000 Euro verdient die Stadt jährlich an den Kleidern, die in den Containern entsorgt werden. Die Einkünfte aus der Papier- und Schrottverwertung kommen jedoch sowohl privaten Haushalten als auch Betrieben zugute.

Zwar steigen die Preise für nächstes Jahr an, im Vergleich zu den Gebühren im Jahr 2011 sind sie jedoch gesunken. Damals betrug die Grundgebühr noch 20,77 Euro. So musste ein zweiköpfiger Haushalt, dessen Mülltonne zweimal im Monat geleert wird, damals noch 74,13 Euro zahlen, wohingegen es ab 2015 noch 71,72 Euro sind.

Die Preisschwankungen sind darin begründet, dass die Haushalte die Müllgebühren immer als Vorauszahlung leisten. Haben die Haushalte mehr bezahlt, als die Stadt Ausgaben hatte, reduzieren sich die Gebühren entsprechend.

Wie sich die Kosten ändern, wenn die Biotonne ab 2016 in ganz Potsdam eingeführt wird, ist noch nicht bekannt. "Da müssten wir in die Glaskugel schauen", sagt Marina Kluge. Zuerst müssen die Daten aus den Pilotprojekten ausgewertet werden, um über gesichertes Material zu verfügen. Das wird im ersten Quartal des nächsten Jahres geschehen.

Was in die braune Bio-Tonne kommt, fällt in der schwarzen Restmülltonne weg. "Vielleicht verändern wir dann den Rhythmus der Restmülltone", ergänzt Kluge. Das spart Kosten. Dazu kommen Erlöse aus der Biomüllverwertung, die wie Altkleiderverkäufe die Haushalte entlasten. Als Ziel hat Ordnungs-Dezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos) eine Vergärungsanlage zur Stromerzeugung vor Augen. "Biogener Abfall ist ein Werstoff, den wir wiederverwerten wollen. Das ist tausendmal besser, als Mais vom Feld zu nutzen."

DIE BIOTONNE KOMMT FÜR ALLEDas Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht vor, dass Biomüll „spätestens ab dem 1. Januar 2015 getrennt zu sammeln“ ist. So schnell geht es in Potsdam allerdings nicht: Die Stadt hat eine Übergangsfrist von einem Jahr. Vom 1. Januar 2016 an sollen braune Tonnen jedoch im ganzen Stadtgebiet genutzt werden.Wie gut die Biotonne ankommt, testet die Stadt bis dahin in Pilotprojekten. Seit dem 1. Juni 2013 gibt es die braunen Tonnen in Potsdam West. Das Pilotprojekt ist zwar seit Ende Mai vorbei, die Tonnen bleiben aber stehen.Potsdam West wurde fürs erste Pilotprojekt ausgewählt, weil hier eine gute Mischung vorliegt: Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau, Jung und Alt, Familien und Singles. Beschwerden über üble Gerüche oder Tiere gab es keine, sagt das Ordnungsamt nach dem Test.Mit dem Ergebnis ist die Stadtverwaltung sehr zufrieden. Die Tonnen seien im Durchschnitt zu 60 Prozent gefüllt gewesen. Außerdem gab es kaum falschen Müll, etwa Plastik, in den braunen Tonnen. Insgesamt wurden 240 Tonnen Bioabfälle gesammelt, also gut 45 Kilogramm ja Einwohner. Dieser Wert ist laut Stadt noch ausbaufähig.Im Schlaatz stehen seit dem 1. September Biotonnen. Damit wird das Pilotprojekt ausgeweitet, um noch mehr über die Akzeptanz und Trennungssorgfalt herauszufinden. Außerdem testet die Stadt unterschiedlich große Mülltonnen.Ab dem 1. November müssen zudem die Bewohner der nördlichen Innenstadt ihre Küchen- und Gartenabfälle in der Biotonne entsorgen. Hier testet die Stadt, wie die Tonne trotz der Platzprobleme ankommt.Wer eine Kompostieranlage besitzt, kann einen Antrag stellen, um keine Biotonne nutzen zu müssen. Zusätzliche Kosten fallen für die Biotonne während der Pilotphase nicht an. Sie wird am selben Tag geleert wie die Restmülltonne. Aus Kostengründen ist sie schwarz mit braunem Deckel. Quelle: MAZonline

Von Fabian Schäfer

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