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Potsdam: Barrierefrei wohnen am Horstweg

Im April Baubeginn für erstes Mehrfamilienhaus / Privatinvestor plant dort Studentenquartiere Potsdam: Barrierefrei wohnen am Horstweg

Das Bauschild steht schon, im März sollen die Bagger am Horstweg anrollen: Dann beginnt der Bau der verlängerten Dieselstraße, die das neue, mehr als einen Hektar große Wohngebiet erschließen soll.

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Quelle: Architekturbüro Wiese

Potsdam. Im ersten Bauabschnitt errichtet die DFO-Immobilien Stralsund die Wohnanlage „Moosgarten“. Der Viergeschosser mit elf barrierefreien Eigentumswohnungen soll laut Geschäftsführer Hans-Joachim Funk im November dieses Jahres bezugsfertig sein. Die Wohnungen stehen ab 3000 Euro pro Quadratmeter zum Verkauf. Insgesamt werden 2,8 Millionen Euro investiert.

Neben der DFO haben bereits weitere private Eigentümer Bauparzellen erworben, um hier ein neues Wohnquartier zu entwickeln – in fußläufiger Entfernung zum S-Bahnhof Babelsberg. Wie Projektleiterin Kerstin Zwirn vom betreuenden Entwicklungsträger Stadtkontor sagte, sind weitere zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils neun Wohneinheiten und 18 Doppelhaushälften geplant, die voraussichtlich in Baugemeinschaften errichtet werden. „Außerdem plant ein privater Investor am Horstweg studentisches Wohnen“, so Zwirn. In welchem Umfang, konnte die Projektleiterin gestern noch nicht sagen. Die 12 300 Quadratmeter große ehemalige Kleingartenfläche des Vereins „Selbsthilfe“ war im Sinne des B-Plans 99 beräumt worden. 30 Gärten mussten weichen. „Dafür hat die Stadt neue am Marquardter Damm geschaffen“, so Zwirn. Die rückwärtigen Flächen würden derzeit noch nicht zum Erwerb angeboten, da ein Termin für die Fertigstellung der notwendigen Erschließung bisher „nicht präzise benannt“ werden kann, so Zwirn.

Das liegt an dem „schwierigen Gelände“, erklärt Jürgen Wiese, der zuständige Planer für das DFO-Projekt. Weil es dort Torfblasen gibt, müsse der Boden 1,50 Meter tief abgetragen und drei Meter aufgeschüttet werden – für die Stabilität der Gebäude und um das Straßenniveau des Horstweges zu erreichen. „Läuft alles nach Plan“, so der Caputher Architekt, „können wir im April mit dem Bau der elf Eigentumswohnungen beginnen.“ Das moderne Energieeffizienzhaus erhält Südbalkone, Aufzug und Tiefgarage. „Alles wird rollstuhlgerecht sein“, so Wiese. Er hat unter anderem das Haus von Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron entworfen und ist auch in Potsdam kein Unbekannter. Sieben Jahre lang war er Projektleiter für die Sanierung der historischen Fassaden und Kuppeln der Communs-Gebäude am Neuen Palais „und zwar bei laufendem Universitätsbetrieb“.

Der Name „Moosgarten“ geht übrigens auf den jüdischen Unternehmer Rudolf Moos (1866–1951) zurück. Der Salamander-Mitbegründer hatte sich ein Landhaus bauen lassen, das heute an der Nutheschnellstraße liegt. (Von Carola Hein)

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