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Potsdam: Bombe wird am Mittwoch entschärft

Bombenentschärfung am Hauptbahnhof Potsdam: Bombe wird am Mittwoch entschärft

In Potsdam steht am Mittwoch die Entschärfung einer Bombe an. Der Blindgänger war am Montag nahe dem Hauptbahnhof gefunden worden. Weite Teile der südlichen Potsdamer Innenstadt werden dann dicht sein - einschließlich des Hauptbahnhofs und der Langen Brücke.

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In der Nähe des Hauptbahnhofs in POtsdam wurde am Montag eine Fliegerbombe gefunden.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Auf dem Gelände gegenüber dem Potsdamer Hauptbahnhof ist am Montagvormittag eine Fliegerbombe gefunden worden. Bei dem Blindgänger handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger soll am Mittwoch, den 8. November 2017, von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft werden.

+++ MAZonline berichtet am Mittwoch ab 6 Uhr im Liveticker +++

Sperrkreis

Der Sperrkreis wird am Mittwoch um 8 Uhr gezogen rund um den Fundort in der Babelsberger Straße gezogen. Er beträgt wie zuletzt circa 800 Meter. Von den Sperrungen ist die gesamte südliche Innenstadt betroffen.

Das gesperrte Areal umfasst folgende Straßen/ Gebiete: Am Kanal, Humboldtbrücke, Humboldtring, Lotte-Pulewka-Straße, Friedrich-Engels-Straße, Friedhofsgasse, Heinrich-Mann-Allee, Am Brauhausberg, Finkenweg, Leipziger Straße, quer über die Havel bis zum Lustgarten, Schlossstraße und über die Friedrich-Ebert-Straße wieder zur Straße Am Kanal.

Fast 10.000 Menschen betroffen

Im Sperrgebiet befinden sich drei Pflegeheime, die Grundschulen Rosa Luxemburg in der Burgstraße und Am Humboldtring sowie die Lenné-Gesamtschule, sechs Kindertagesstätten, der Hauptbahnhof, die Lange Brücke, das Bildungsforum, die Schwimmhalle Am Brauhausberg und der Landtag. Mehr als 9700 Menschen in dem Bereich werden gebeten, ihre Wohnungen am Mittwoch bis 8 Uhr selbstständig zu verlassen.

Bahnverkehr wird unterbrochen

Der Bahnverkehr wird während der Entschärfung zwischen S-Bahnhof Babelsberg und Bahnhof Charlottenhof unterbrochen. Auch der Straßenbahn- sowie der Busverkehr sind zwischen Am Friedhof und Platz der Einheit unterbrochen. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Nuthestraße und Humboldtbrücke sind befahrbar. Die Heinrich-Mann-Allee ist ab Am Brauhausberg gesperrt, das Abbiegen in die Straße Am Brauhausberg ist möglich. Die Leipziger Straße ist ab Höhe Wasserwerk gesperrt. In der Innenstadt sind die Breite Straße sowie die Friedrich-Ebert-Straße ab Yorckstraße bis zum Sperrkreis nur für Anlieger befahrbar.

Stadt bietet Ausweichquartiere an

Als Aufenthaltsorte während der Evakuierung und Entschärfung stehen das Freiland Potsdam in der Friedrich-Engels-Straße 22, der Treffpunkt Freizeit in der Straße Am Neuen Garten 64 und das Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28, zur Verfügung.

Die Landeshauptstadt setzt Busse aus dem Evakuierungsgebiet ein, die zu den jeweiligen Aufenthaltsorten pendeln. Vom Parkplatz ab Am Kanal Ecke Burgstraße fährt der Bus zum Treffpunkt Freizeit, ab Haltestelle Humboldtring fährt der Shuttlebus zum Bürgerhaus am Schlaatz und ab Friedrich-Engels-Straße Höhe Pflegequartier fährt der Bus zum Freiland.

Mehr als 600 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt unter der Nummer (0331) 289 1677. Nicht gehfähige Personen und Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen können, melden sich bitte am Dienstag ab 8 Uhr bei der Feuerwehr unter (0331) 370 1216, um einen Transport für Mittwoch zu bestellen.

Die benachbarte Investitionsbank (ILB) wurde bereits am Montag geschlossen, wie die Bank auf ihrer Internetseite mitteilt. „Wir wurden darüber informiert, dass wir als erste Maßnahme die Bank sofort räumen sollen. Der Aufforderung sind wir nachgekommen“, wie ILB-Sprecher Matthias Haensch auf MAZ-Anfrage erklärt. Da die Bombe nicht auf ILB-Gelände gefunden wurde, sei das weitere Vorgehen Sache der Stadt.

Weitere Informationen folgen.

Von Marion Kaufmann

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