Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Hundekot, Grafitti und Müll
Lokales Potsdam Hundekot, Grafitti und Müll
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:16 05.12.2013
Reinigungsgänge wurden reduziert. Quelle: Michael Hübner
Potsdam

Der zur Bundesgartenschau 2001 angelegte Volkspark in Potsdam verludert. Grund ist ein Sparpaket, mit dem die Betreibergesellschaft auf eine von den Stadtverordneten angeordnete Senkung des Eintrittsgeldes von 1,50 auf 1 Euro reagierte.

Zu den Maßnahmen auf der neun Punkte umfassenden Liste zählen die Streichung von Bewachungsleistungen, die Reduzierung von Beleuchtung und Reinigungsgängen, der Verzicht auf Unkrautbeseitigung sowie der Abbau von Rosenblütenflächen und einem Teil der Buga-Schaugärten. Insgesamt soll damit eine Einnahmeverlust von 73.000 Euro ausgeglichen werden.

Der Volkspark wird vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld betrieben, einem Tochterunternehmen der städtischen Bauholding Pro Potsdam. Sprecherin Jessica Beulshausen bestätigte, dass das Sparpaket mit der Preissenkung zur Sommersaison 2013 in vollem Umfang umgesetzt worden sei. Bei den Besuchern stießen die Folgen prompt auf Protest. Häufig sind laut Beulshausen Beschwerden über mangelnden Wachschutz, die Zunahme von frei laufenden Hunden und Hundekot, mangelnde Beleuchtung und sich häufende Belästigungen durch ruhestörende Jugendgruppen.

Mit der im Herbst 2012 beschlossenen Senkung des Eintrittsgeldes wurde eine 2010 durchgesetzte Preiserhöhung zurück genommen. Begründet wurde die Erhöhung seinerzeit mit steigenden Ausgaben, die den Volkspark trotz bester Besucherzahlen ins Minus trieben. In der Debatte um die Rückkehr zu den alte Eintrittspreisen verwies der Entwicklungsträger auch darauf, dass die Preiserhöhung von den Besuchern "nahezu widerspruchslos hingenommen" worden sei. Der Betreiber berief sich auch auf die anhaltend positive Entwicklung der Besucherzahlen. Laut Beulshausen kamen 2011 insgesamt 392.000 und 2012 insgesamt 390.000 Besucher in den Volkspark. Die Zahlen für 2013 lägen noch nicht vor.

Angesichts weiter steigender Kosten seien im kommenden Jahr weitere Sparmaßnahmen nötig. Von der Stadt wird der Betrieb der 65 Hektar großen Parkanlage mit einem Festzuschuss von 1,22 Millionen Euro im Jahr gefördert.

AUF EIN WORT

Verrannt

Die Stadtpolitik hat sich in Sachen Freizeitflächen hoffnungslos verrannt. Einerseits stellt sie der Schlösserstiftung einen ungedeckten Scheck über eine Million Euro jährlich aus, damit der Eintritt zum Park Sanssouci frei bleibt. Andererseits nimmt sie sehenden Auges den Niedergang des eigenen Volksparks im Bornstedter Feld hin. Hier hat die Politik gegen das Votum der Betreiber eine Senkung der Eintrittspreise durchgesetzt, ohne sich um die Folgen zu kümmern. In beiden Fällen droht eine empfindliche Rechnung, weil man bei der Bestellung den Gedanken an die Bezahlung nicht allzu ernst nahm.

Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf für die Tourismusabgabe zur Finanzierung der Abgabe an die Stiftung war eine Zumutung. Und dass die für den Volkspark zuständige Pro Potsdam es schon richten wird, hat sich als Irrglaube erwiesen. Man fragt sich bang, was als nächstes droht.

Von Volker Oelschläger

Potsdam Fassungslosigkeit über Sperrung der Leichtatheltikhalle - Sportler, Trainer und Sportfunktionäre geschockt

In der Potsdamer Sportfamilie herrscht Fassungslosigkeit und Entsetzen nach der Schließung der Leichtathletik- und der Schwimmhalle im Sportpark Luftschiffhafen. Die MAZ hat Stimmen und Stimmungen von Ex-Weltmeistern und Sport-Idolen aufgeschnappt.

04.12.2013
Potsdam Große Schäden an den Sporthallen im Luftschiffhafen - Einsturzgefährdet und von Rost befallen

Die Landeshauptstadt Potsdam steht vor einem Bau-Skandal ungeahnter Dimension: Die Schäden an der Leichtathletik- und an der Schwimmhalle im Sportpark Luftschiffhafen sind größer als bisher eingeräumt. Offenbar wurde bei der 25-Millionen-Euro-Sanierung gepfuscht. Die Hallen sind seit Mittwoch gesperrt.

05.12.2013
Potsdam Die Potsdamer Lehrerin Heike Lawin erlebte Weihnachten in aller Herren Länder - Muslimischer Josef hütet Jesuskind

MAZ-Adventsserie "Mein Fest". Ente oder Sushi? Essen vom Meisterkoch oder von McSchnellimbiss? Plastikbaum oder Öko-Tanne? Der Fantasie fürs Fest sind keine Grenzen gesetzt. Heike Lawin lebte lange Jahre in Osteuropa und hat eine "weltweite Weihnachtsausstellung" aufgebaut.

04.12.2013