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Potsdam Mobbing: Mutter erfleht Schulwechsel
Lokales Potsdam Mobbing: Mutter erfleht Schulwechsel
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16:20 18.08.2014
Dealer bei fingiertem Drogenkauf geschnappt. Quelle: dpa
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Am Stern

Die Noten sacken ab, das Kind ist schlecht gelaunt und zieht sich zurück... Das ganze siebte Schuljahr lang haben sich die Sorgen aufgetürmt. Am Ende hat Stefanie Fischer ihre Tochter Marie (Namen geändert) kaum wiedererkannt. "Das war ein Höllenschuljahr", sagt die alleinerziehende Mutter. "Ich konnte mir nicht erklären, was mit meinem Kind passiert." In den Sommerferien dann der Schock: Stefanie Fischer bekommt heraus, dass Marie offenbar in dubiose Kreise geraten ist. Das Mädchen trinkt und kifft. "Aber nicht freiwillig", sagt Stefanie Fischer. "Andere Schüler nötigen sie mitzumachen. Die Drogen besorgt ein Klassenkamerad".

Marie ist 13 und besucht die Coubertin-Oberschule Am Stern. Ihre Mutter will nun, dass sie so schnell wie möglich auf eine andere Schule wechselt. "Ansonsten seh ich schwarz", sagt Stefanie Fischer. Geht es nach ihr, soll die Tochter ab 25. August an die Steuben-Gesamtschule, sie liege nur ein paar Minuten zu Fuß von zu Hause entfernt und habe eine guten Ruf. Doch Stefanie Fischers Bitte läuft beim Staatlichen Schulamt ins Leere. "Man hat mich abgeschmettert", sagt sie.

Schulrat Eckhard Dörnbrack sieht das anders. Die Mutter müsse sich direkt an die gewünschte Schule wenden, erklärt er. "Der Schulleiter wird den Antrag prüfen und nach Kapazität entscheiden. Natürlich ist eine Umschulung nur möglich, wenn auch Plätze frei sind." Bei Gesamtschulen, die in Potsdam äußerst gefragt sind, sei das aber mehr als unwahrscheinlich. "An einer Oberschule sind eher freie Plätze zu erwarten", so Dörnbrack. Sicher könne er einen Platz an der Fontane-Oberschule in Waldstadt anbieten.

Mit Beginn der letzten Ferienwoche kehren die Lehrer am Montag an ihre Arbeitsplätze zurück. Stefanie Fischer will den Tag nutzen und an der "Steuben" vorsprechen. Zeit hat sie dazu eigentlich nicht, denn sie arbeitet Vollzeit als Verkäuferin. Am Montag hat sie von 9 bis 19 Uhr Dienst: "Ich bin verzweifelt. Es ist ja nicht nur so, dass meiner Tochter der Umgang mit vielen Schulkameraden nicht gut tut. Sie hat Angst, an die Schule zurückzukehren. Und ich habe Angst, dass sie dort gemobbt wird." Der Grund: Stefanie Fischer und eine andere Mutter haben wegen der Kiffereien die Polizei eingeschaltet und dem mutmaßlichen Dealer und seinem Hintermann eine Falle gestellt. Sie haben ihre Töchter als Lockvögel eingesetzt: Sie gaben vor, Marihuana kaufen zu wollen – dann trat die Polizei auf den Plan. Die bestätigte den Vorfall: Die Kripo ermittelt gegen mehrere Personen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Von Nadine Fabian

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