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Potsdam Millionen-Spende von Günther Jauch
Lokales Potsdam Millionen-Spende von Günther Jauch
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12:24 25.01.2014
Die von Marmor und Muscheln verzierte Neptungrotte im Park von Sanssouci ist schwer beschädigt und baufällig. Quelle: Ralf Hirschberger
Potsdam

Wieder macht eine Großspende von Fernsehmoderator Günther Jauch die Rettung eines Kunstdenkmals möglich: Der Wahlpotsdamer spendiert eine Million Euro für die baufällige Neptungrotte aus der Zeit Friedrichs II. im Park Sanssouci. Es handelt sich um die letzte Schöpfung von Wenzeslaus von Knobelsdorff, der Baumeister des wiedererstandenen Potsdamer Stadtschlosses war. „Es wäre schön, wenn jetzt auch andere mithelfen würden, dieses historische Bauwerk vor dem endgültigen Verfall zu retten“, ließ der Stifter übermitteln.

Der Wohltäter: Günther Jauch, hier zusammen mit Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs bei der feierlichen Eröffnung des neuen Landtags in Potsdam, spendet nicht zum ersten Mal für die Schlösserstiftung: 155.000 Euro gab er für den Klöber-Saal im Marmorpalais, weitere Summen für das Belvedere auf dem Pfingstberg.Soziale Engagements: Er finanziert den Stützpunkt des christlichen Kinder- und Jugendhilfswerkes „Arche“ im Stadtteil Drewitz; er stiftete 100.000 Euro Preisgeld für das wissenschaftliche Mitmachmuseum „Extavium“. Quelle: Ralf Hirschberger

„Das ist ein großes Glück, nun können wir mit der Restaurierung beginnen“, freut sich Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die gute Nachricht verkündete er am Freitag am 302. Geburtstag des Königs. Vor dem „kältesten Pressegespräch“ seiner Amtszeit hatte er am Morgen mit dem Direktorium an der Gruft des Alten Fritz auf der obersten Terrasse des Weinbergschlosses einen Lorbeerkranz niedergelegt. Neben Jauch unterstützen ein Privatmäzen und die Arbeitsgemeinschaft „Potsdamer Schlössernacht“ das Projekt, dessen Gesamtkosten auf 3,5 Millionen Euro geschätzt werden. Mit ihren Erlösen aus dem Ticketverkauf finanziert die Arge seit 2004 Restaurierungsobjekte wie den Rossebrunnen in der Sichtachse zum Ruinenberg. Eine Million Euro sollen in den nächsten drei Jahren für die Grotte zusammenkommen.

Quelle: Christel Köster

Wind und Wetter haben der mehr als 250 Jahre alten Parkstaffage, die unweit des Obeliskportals als edles Entree nach Sanssouci gedacht war, zugesetzt. Aus der im Fachjargon Grottierung genannten Innendeko sind Muscheln herausgebrochen, der Natursteinboden ist lädiert, die Statik des aus Ziegeln gemauerten und mit Zierteilen aus Marmor dekorierten Bauwerkes sowie das Wasserspiel sollen bis 2017 ertüchtigt sein. Schaden nahm die Grotte auch zu DDR-Zeiten: Durch Vandalismus wurden die Skulpturen schwer beschädigt. Um Neptun und die Najaden kümmern sich bereits Restauratoren. Zudem wurde aus Materialmangel das löchrige Kupferdach durch Bitumenpappe ersetzt, was zu Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk führte.

In diesem Jahr sollen Ultraschall-Untersuchungen exakten Aufschluss über den Zustand des „Patienten“ geben. In Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam werden die verwendeten Muschelarten bestimmt, damit für die Fehlstellen Ersatz beschafft werden kann.

Von Carola Hein

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