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Erstes Konzert im Kulturzentrum Archiv

Beginn des nächsten Bauabschnitts steht noch aus Erstes Konzert im Kulturzentrum Archiv

Das Archiv in der Leipziger Straße soll so schnell wie möglich einen neuen Anstrich bekommen. Geplant war die Sanierung der Fassade für 2014. Bis das allerdings umgesetzt werden kann, muss der Trägerverein aber noch einige Hürden überwinden.

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Veto spielten bereits vor neun Jahren eines ihrer ersten Konzerte im Archiv.

Quelle: Franziska Maria Schade

Potsdam. Über ein Jahr wurde im Archiv gebaut. Nach 14 Monaten ist zumindest das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Hauses wieder nutzbar. 285.000 Euro wurden bisher in die Sanierung den Sitz des unabhängigen Kulturzentrums gesteckt, wie Archiv-Sprecher Kay-Uwe Kärsten erklärt. Im nächsten Bauabschnitt stünden nun die Fassade, das Dach und die Brandmeldeanlagen an. „Wir würden gern fast direkt weiterbauen aber die Abstimmung mit der Stadt als  Zuwendungsgeber und der Verwaltung braucht ihre Zeit“, erklärt Kärsten. Zusätzlich müsse man eine denkmalrechtliche Genehmigung beantragen, damit die Fassade des Objektes verändert werden kann. Diese wurde bisher allerdings noch nicht beantragt. Alle ausstehenden Baumaßnahmen seien wichtig, es müsse aber nichts sofort passieren, betonte Kärsten. Für die Umsetzung bleiben drei Jahre. Das neue Baupaket soll nach bisheriger Schätzung rund 765.000 Euro kosten, wobei 530.000 Euro von der Stadt zur Verfügung gestellt würden, so Kärsten. Die restlichen Kosten wolle man vor allem durch die Einnahmen des wieder eröffneten Cafés und der  Kneipe stemmen.

Vor knapp zwei Wochen konnte das Erdgeschoss des Archivs wieder eröffnet werden. Am Samstag fand das erste Konzert nach dem Umbau statt. An Gästen mangelte es nach so langer Pause jedoch nicht. Die Ehre gaben sich „Piratenpapst“ aus Strausberg, „Zaunpfahl“ aus Teterow und „Veto“ aus Babelsberg. Veto spielten vor neun Jahren eines ihrer ersten Konzerte im Archiv und sind auch danach als Gäste und für Auftritte oft wiedergekommen, wie die Band erzählt. „Das Archiv ist ein cooler Laden und es wäre schade, wenn so etwas in Potsdam fehlen würde“, erzählte Sänger und Gitarrist Joscha. Den neuen Schallschutz des Hauses testeten die Bands ausgiebig beim Soundcheck. Das Ergebnis: Es ist draußen nichts vom Punkrock zu hören.

Bis zum Einbau der Brandmeldeanlagen ist die Zahl der Gäste auf 199 begrenzt, an diesem Abend entschied man sich allerdings dazu nur 130 Leute reinzulassen. „Wir wollen es beim ersten Mal nicht gleich ausreizen“, erklärte Robert K., der an der Organisation des Konzertes mitgewirkt hat. Viele Gäste sehen das Archiv seit dem Umbau zum ersten Mal. „Manche Leute stehen hier mit einer Träne im Auge und freuen sich, dass das Haus so gut geworden ist“, so Robert K.. Katrin Schlicht ist vor der Schließung gern ins Archiv gegangen, wie die junge Frau aus Werder erzählt. Nach dem Umbau gefalle es ihr gut. „Das Archiv ist sich treu geblieben“, sagte sie.

Der Veranstaltungskalender des alternativen Kulturzentrums soll sich in den nächsten Wochen wieder füllen. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, dafür aber eine Menge Anfragen von Bands, die hier spielen möchten, so Sprecher Kärsten. Mit Blick auf die aktuelle Proberaum-Diskussion kann er nicht viel Hoffnung machen. Die Sanierung der Proberäume im Keller des Archivs sei erst einmal nicht eingeplant. Oft stünden Bands vor der Tür, die Proberäume benötigen. „Es tut jedes Mal mehr weh, ihnen zu sagen, dass sie bei uns nicht unterkommen können“, erklärte Kärsten.

Von Franziska Maria Schade

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Kneipe und Café des alternativen Kulturzentrums Archiv in der Leipziger Straße konnten am Montag nach 14-monatiger Schließung wieder für das Publikum geöffnet werden. Mit einem Konzert der Strausberger Punkbands Zaunpfahl und Piratenpapst steht am 14. März die erste Veranstaltung an.

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