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Ansturm auf’s „blu“: Bad sehr gut ausgelastet

Potsdam Ansturm auf’s „blu“: Bad sehr gut ausgelastet

Das neue Potsdamer Freizeitbad „blu“ ist wird sehr gut angenommen – so gut, dass es bereits mehrfach wegen Überlastung für Stunden geschlossen werden musste. Die Chefin der Betreibergesellschaft bezeichnete diesen Vorgang allerdings als normal: „Ein stundenweiser Einlassstopp an Spitzentagen ist in Freizeitbädern alltäglich.“

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Blick in die Halle des neuen Potsdamer Freizeitbades „Blu“.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Südliche Innenstadt. Die Resonanz auf das neue Freizeitbad „blu“ am Brauhausberg hat die Erwartungen der Betreibergesellschaft deutlich übertroffen. Insgesamt kamen in den ersten sieben Monaten seit der Eröffnung Anfang Juni rund 260 000 Besucher. Der Sportbereich findet nach Angaben von Ute Sello, Geschäftsführerin der Bäderlandschaft Potsdam, den größten Zuspruch: Fast 133 000 Schwimmer kamen 2017, mit 105 400 hatte die Bäderlandschaft laut Sello gerechnet. Dass freie Bahnen eher selten sind, verdeutlicht auch eine andere Statistik: Pro Tag wurden nach früheren Kalkulationen der Bäderlandschaft 493 Schwimmer erwartet, tatsächlich sind es täglich 750.

Auch der Familienbereich lag mit gut 97 400 Besuchern über den Erwartungen. Hier hatte die Bäderlandschaft mit gut 92 400 Badegästen kalkuliert. Statt rund 430 Badgästen pro Tag kamen durchschnittlich rund 550. Sello bestätigte, dass der Andrang im Familienbereich im vergangenen Jahr an vier Tagen so stark war, dass stundenweise keine neuen Gäste eingelassen werden konnten. Dieser Vorgang sei allerdings nicht außergewöhnlich, so die Geschäftsführerin am Mittwochabend bei der Vorstellung der ersten Bilanz im Hauptausschuss: „Ein stundenweiser Einlassstopp an Spitzentagen ist in Freizeitbädern alltäglich.“ Diesen Vorgang gebe es etwa im Kiezbad Am Stern „schon seit Jahren“.

Einen Einlassstopp gab es laut Sello am 1. und 2. Oktober sowie am 28. und 29. Dezember. Mit Blick auf die Bevölkerungsprognose aus dem Jahr 2012, auf deren Basis die Kapazitäten des Bades beruhen, sagte Sello: Da ein Einlassstopp „nur wenige Tage des Jahres betrifft, ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll, ein Bad auf diese maximale Situation auszulegen“. Im Gegenteil: Es sei „gut“ für den Betreiber, wenn das Bad gelegentlich die Belastungsgrenze erreicht.

Weit davon entfernt ist bislang allein der Saunabereich. Mit 26 150 Gästen hatte man 2017 gerechnet, gekommen sind nicht einmal 19 700. Statt 122 Gästen waren es nur 111 pro Tag. Sello wies allerdings darauf hin, dass die Plan- und die Ist-Zahlen beim Sportbad ebenso wie im Familien- und Saunabereich auf unterschiedlichen Parametern beruhten. Die Planzahlen wurden auf Basis einer Eröffnung am 1. Mai 2017 aufgestellt, der Termin verzögerte sich jedoch noch einmal um einige Wochen bis zum 7. Juni.

Im Monatsvergleich fand das Sportbad im November mit knapp 25 000 Schwimmern den größten Zuspruch. Im Familienbad hingegen wurde im Juli mit gut 20 000 Gästen der bisherige Monatsrekord aufgestellt, obwohl die Liegewiese noch gar nicht eröffnet war. Sello erklärt das Ergebnis mit dem „Eröffnungseffekt“.

Im Saunabereich verzeichnet die Bäderlandschaft eine stetig zunehmende Besucherzahl – von gut 1000 Gästen im Juni auf mehr als 4000 Gäste im Dezember. Die Herkunft der Besucher wurde für die erste statistische Auswertung bei den rund 59 000 Nutzern der Familienkarte ermittelt. Demnach kamen gut 34 400 Besucher, also rund 56 Prozent, aus Potsdam, 12 500 Besucher (20 Prozent) reisten aus dem Umland an, knapp 8000 Gäste (13 Prozent) kamen aus Berlin.

Technischen Nachrüstungsbedarf gibt es laut Sello noch an diversen Stellen. So habe man beispielsweise Probleme mit den Föhnen am Ausgang. Auch das Beschriftungssystem „im ganzen Haus“ zur Orientierung der Gäste müsse erst noch angebracht werden. Das Bad in der unmittelbaren Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofs wurde innerhalb von 30 Monaten für knapp 40 Millionen Euro errichtet.

Von Volker Oelschläger

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