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Potsdam Potsdamer Filmhochschule wird Universität
Lokales Potsdam Potsdamer Filmhochschule wird Universität
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13:54 27.05.2014
Quelle: dpa
Potsdam

Ersehntes Geschenk zum 60-jährigen Jubiläum: Die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ (HFF) soll bei einem Festakt am 8. Juli endlich offiziell in die „Babelsberg Filmuniversität ,Konrad Wolf’“ umgewandelt werden. Das sagte HFF-Senatschef, Dramaturgie-Professor und Autor Torsten Schulz (54, „Boxhagener Platz“) gestern. Damit wäre die HFF nicht nur Deutschlands älteste Filmtalenteschmiede, sondern zudem die erste Film-Uni hierzulande. Dem ging ein langer, sieben Jahre währender Weg voraus, seit der damalige HFF-Präsident Dieter Wiedemann 2007 Pläne zur „Uni-Werdung“ verkündete.

Die guten Gründe, einst wie heute: Eine Filmuniversität habe international einen anderen Klang als „nur“ eine Hochschule. Zudem erhoffe man sich bessere Bedingungen, um innovative künstlerische (Forschungs-)Projekte – jüngstes Beispiel: der 180-Grad-Panoramafilm „Der Imagonaut“ – voranzubringen. „Jeder Film, der neue Aspekte in sich trägt, ist das Ergebnis künstlerischer Forschung“, so Schulz. Ob es finanzielle Vorteile für die künftige Film-Uni geben werde, konnte der Senats-Chef nicht sagen: „Ich weiß nicht, wie mittelfristige – finanzielle – Konsequenzen einer möglichen exzellenten Ausbildung des Mediennachwuchses an der Film-Uni sein werden. Aber weniger Geld wird’s bestimmtnicht.“

„Konrad Wolf“ bleibt Namensbestandteil auch der Film-Uni

Dem Sprecher des Wissenschaftsministeriums, Hans-Georg Moek, zufolge, bekomme die HFF mehr Geld: Von rund 14,1 Millionen Euro 2014 steigen die Zuschüsse 2015 auf 14,5 Millionen Euro. Dies habe jedoch nichts mit dem neuen Status zu tun. Neue Studiengänge sollen an der Filmuniversität in naher Zukunft eingeführt werden, wann genau, ist noch unklar. Beispielsweise das Studium „Filmkulturerbe im digitalen Zeitalter“ macht den historischen Bestand an Filmen, Tonaufnahmen, Fotos aus dem HFF-Institut Filmmuseum und der Hochschule zum Forschungsgegenstand, in einem weiteren Spezialisten für visuelle Effekte ausgebildet. In diesem Zusammenhang hofft Schulz, dass der Neubau des Haus 6 nicht das dasselbe „Schicksal wie der Flughafen BER erleidet“ und nie fertiggestellt werde. Im Haus 6 sollen dringend benötigte zusätzliche Lehrräume und Ateliers sowie eine Mensa untergebracht werden. Laut Ministeriumssprecher solle der Baustart „voraussichtlich“ im Herbst erfolgen.

„Konrad Wolf“ bleibt Namensbestandteil auch der Film-Uni. 2007 hatte der damalige HFF-Präsident Wiedemann vorgeschlagen, auf den Zusatz zu verzichten – der international besseren Vermarktbarkeit der Film-Uni wegen. Wiedemann provozierte mit diesem Vorschlag einen Sturm der Entrüstung, insbesondere unter ostdeutschen Filmschaffenden. Zu den vehementen Verteidigern der Tradition – die HFF wurde 1985 nach dem Defa-Regisseur benannt – gehört Schulz. Für ihn sei Konrad Wolf (1925–1982), der Werke wie „Ich war 19“ und „Solo Sunny“ schuf, bedeutender Filmkünstler und „achtenswerter Kulturpolitiker“ der DDR gewesen, der sich für „schwierige Künstler“ eingesetzt habe: „Wenn manche diesen Namen heute als Provokation empfinden, ist das auch gut.“

Älteste Filmhochschule Deutschlands

Der Schritt zur Universität solle die geplante Entwicklung unterstützen, die eine Verbindung von filmischer Ausbildung mit wissenschaftlich-forschenden Aktivitäten vorsieht, sagte die Sprecherin. Als Universität hofft die Einrichtung auch einfacher Forschungsgelder einwerben zu können.

Die 1954 gegründete Hochschule in unmittelbarer Nähe zum Filmstudio Babelsberg hat mehr als 500 Studierende. Seit 2013 ist die gelernte Volkswirtschaftlerin Susanne Stürmer Präsidentin. Die HFF war in der DDR die einzige Stätte ihrer Art nach dem Vorbild der damaligen sowjetischen Filmhochschule WGIK in Moskau.

Von Ricarda Nowak (mit dpa)

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