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Hoffnung für Potsdams Musiker

Bandräume zu kommerziellen Konditionen Hoffnung für Potsdams Musiker

Seit Monaten geht in der Musik-Szene Potsdams die Angst um: Nach und nach gehen ihnen die Proberäume aus. Vor allem die Kündigung der angemieteten Räume in der Alten Brauerei am Brauhausberg trifft viele Künstler. Viele Kreative fürchten um den Verlust ihrer Ateliers, Werkstätten und Proberäume. Jetzt gibt es zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer.

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Potsdamer Künstler demonstrierten Anfang März auf der Brandenburger Straße in Potsdam.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Kurz vor der umbaubedingten Schließung der Alten Brauerei mit ihren von 25 Bands genutzten provisorischen Proberäumen wird in Babelsberg ein kommerzielles Angebot eröffnet.

Der Musiker Oliver Deutschmann (43) eröffnet am Sonnabend auf dem Gelände der alten Wasseruhrenfabrik in der Garnstraße 2 ein Musikzentrum „MyRoom4Music“ mit komplett ausgestatteten Proberäume und Studios, einem integriertes Musikalien-Fachgeschäft sowie eine Lounge mit Bar zum Entspannen und Fachsimpeln.

Insgesamt stehen elf Proberäume zwischen 20 und 45 Quadratmetern sowie ein 160 Quadratmeter großes Atelier für größere Musikgruppen und Künstler, für professionelle Audio- und Videoproduktionen zur Verfügung.

Der neue Studiokomplex stellt sich am Sonnabend 13 bis 18 Uhr mit einem Tag der offenen Tür vor.

DREI FRAGEN AN ... den Potsdamer Musiker Christian Näthe

MAZ: Was bedeutet es für die Stadt, wenn Künstlern der Raum fehlt?
Christian Näthe: Wenn die Kunst geht, geht auch Attraktivität verloren. Die Leute müssen sich im Klaren darüber sein, was Attraktivität ist. Ist das die Fassade oder das Innenleben?

Welche Lösungen gäbe es für das Problem?
Näthe: Vielleicht gibt es noch eine Immobilie, wo Werkstätten in großer Zahl untergebracht werden können. Oder man muss lernen, mit der Situation umzugehen und zu improvisieren.

Was wünschen sich Postdams Künstler für die Zukunft?
Näthe: Da ist das Bedürfnis, langfristig Räume zu haben, wo man weiß: Hier muss ich nicht wieder in zwei Jahren das Feld räumen.

Quelle: Christel Köster (Foto), Franziska Maria Schade (Interview)

MAZ

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