Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Boom im Bornstedter Feld: Hier ziehen junge Familien hin
Lokales Potsdam Boom im Bornstedter Feld: Hier ziehen junge Familien hin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:44 21.03.2018
Bau-Boom und Bewohner-Boom: Das Bornstedter Feld wächst mit unglaublichem Tempo. Besonders Familien mit kleinen Kindern ziehen gerne her. Quelle: Bernd Gartenschläger
Bornstedter Feld

Das Bornstedter Feld braucht bis 2021 etwa fünf zusätzliche Kitas, um den Bedarf in dem schnell wachsenden Stadtteil zu decken. Bis 2021 werden voraussichtlich 14 496 Menschen in dem Kiez am Volkspark leben – das sind 2000 mehr als in den ursprünglichen Bevölkerungsprognosen vorausgesagt. Die Zahl beruht auf einer Bedarfsanalyse, die der Entwicklungsträger im Hinblick auf die soziale Infrastruktur in Auftrag gegeben hat. Was dabei auffällt: Der Volkspark-Kiez ist einer der Jungbrunnen der Landeshauptstadt. Überproportional vertreten sind die jungen Familien.

Im Schulbereich ist das Bornstedter Feld – unter anderem dank der im Bau befindlichen Grundschule Rote Kaserne Ost – ausreichend gut aufgestellt. Der dringend gewünschte Bürgertreff könnte unter dem Dach einer anderen sozialen Einrichtung untergebracht werden, etwa einer Jugendfreizeiteinrichtung. Bleibt als wunder Punkt also noch der Bedarf der Kleinsten: 2021 werden im Kitabereich 292 zusätzliche Plätze gebraucht, bei den Krippenplätzen sind es 171. Mögliche Flächen für die soziale Infrastruktur sieht Bert Nicke, Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld (ETBF), im direkten Umfeld der Biosphäre. Es inkludiert unter anderem den Parkplatz, die Flächen südlich der Ex-Buga-Halle bis zum Kletterfelsen und eine Fläche an der Georg-Hermann-Allee in direkter Nachbarschaft zur geplanten Jugendfreizeit: „Hier wäre Platz für eine Kita“, sagte Nicke.

Abendhimmel über dem Bornstedter Feld: Baukräne drehen sich noch in der Dämmerung vor einem sehr schönen Abendrot im Dezember bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt Foto:Bernd Gartenschläger Quelle: Bernd Gartenschläger

Inklusive Biosphären-Halle umfasst das Areal, das für eine Bebauung mit Kinder- oder Jugendfreizeiteinrichtung infrage kommt, immerhin 60 000 Quadratmeter. Mit der Zukunft der Biosphäre hat sich am Dienstagabend auch zum ersten Mal ein Werkstattverfahren mit Stadtverordneten und Vertretern des Rathauses und des Entwicklungsträgers befasst – allerdings nicht-öffentlich. Für die Ex-Buga-Halle lautet die Schicksalsfrage dabei: Sein oder Nicht-Sein? Eine der Varianten, die laut Stadtverordnetenbeschluss aus dem Sommer 2017 geprüft werden muss, heißt nämlich „Rückbau“ – ein Fachausdruck für Abriss. Weil die Zukunftsfrage ungeklärt ist, mache auch die Nutzungsfrage keinen Sinn, betonte Nicke: „Deswegen kann man die Frage nicht beantworten, ob eine Jugendfreizeit in die Halle kommt oder nicht.“

Die Biosphäre ist das grüne Tropen-Herz der Biosphäre. Quelle: Friedrich Bungert

Eine Sache scheint zumindest sicher: Die Biosphäre mit der Tropenhalle wird wohl noch bis mindestens 2019 offen bleiben. Da der Biosphären-Workshop voraussichtlich bis zum nächsten Jahr dauern wird, bedeutet das wohl eine weitere Verlängerung der „Galgenfrist“ für die Ex-Buga-Halle bis 2019. Einen Wunsch hat ETBF-Chef Nicke gestern bereits an das Workshop-Verfahren formuliert – eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft der Biosphäre soll so bald wie möglich gefällt werden. „Ich hoffe, dass wir uns in der Tagungsgruppe auf eine Methodik verständigen können, die es uns ermöglicht, innerhalb des nächsten halben Jahres eine Grundsatzentscheidung zur Halle zu treffen“, sagte er gestern. Auf die x-te Variantenprüfung zur Biosphäre könne man gut verzichten.

Generell schneidet die Tropenhalle trotz ihrer wackligen Zukunft nicht schlecht ab. Die Besucherzahlen der Halle seien stabil bei etwas weniger als 150 000 Besuchern pro Jahr. 2017 konnte das Defizit sogar leicht reduziert werden– auf rund 900 000 Euro. Klar ist laut Nicke aber auch: Um ein Defizit würde die Stadt im Fall des Weiterbetriebs nie herumkommen. „Die Frage ist: Was braucht Potsdam und wofür ist Potsdam bereit, Geld auszugeben?“

Von Ildiko Röd

Fahrland ist von einem 800-Einwohner-Dorf zu einer Art Kleinstadt mit 5000 Einwohnern gewachsen, doch die Schule, der Hort und die Kita haben viel zu wenig Platz für den Nachwuchs. Erweiterungsbauten können die Platznot nur verkleinern, nicht lösen.

31.01.2018
Potsdam Die Anträge der Linken zum Potsdamer Doppelhaushalt - Mehr Geld für Jugend und Begegnungshäuser

Die Linke will mit ihren Anträgen zum Potsdamer Doppelhaushalt 2018/19 gut 1,3 Millionen Euro umschichten. Schwerpunkte sind neben Jugend und Begegnungshäusern die Einrichtung einer Wohnungstauschzentrale und eines Rettungsfonds für Kleingärten, sowie Startkapital für die Neugestaltung der Skate-Anlage am E-Park in der Friedrich-List-Straße.

30.01.2018
Potsdam Ex-Eisprinzessin engagiert sich in Potsdam - Kati Witt unterstützt Garnisonkirche

Die ehemalige Star-Eiskunstläuferin Katarina Witt findet den Wiederaufbau wichtig – ihr Credo: Man darf nicht verurteilen, sondern muss die notwendigen Schlüsse aus der Vergangenheit ziehen, um für die Zukunft Verantwortung zu übernehmen.

30.01.2018