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Wohnungsmarkt Potsdam ist gesättigt

Experten erwarten keine schnelle Wertsteigerung mehr Wohnungsmarkt Potsdam ist gesättigt

Die ganz fetten Jahre sind vorbei. Zu diesem Ergebnis über den Immobilienmarkt in Potsdam kommt zumindest der alljährlich erscheinende "Immobilien-Kompass" der Zeitschrift "Capital". Als Wertanlage erhalten Potsdamer Immobilien dort "nur" noch vier von fünf möglichen Punkten.

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So werten die Makler: je dunkler, desto teurer.

Quelle: CAPITAL IMMOKOMPASS

Potsdam. Die Autoren der Zeitschrift "Capital" warnen in ihrem " Immobilien-Kompass" für das Jahr 2014, Kapitalanleger müssten differenzieren, denn eine schnelle Wertsteigerung sei nicht zu erwarten. Nur für "Investoren, die ihr Geld sicher anlegen wollen und keine übersteigerten Renditeerwartungen haben", stelle Potsdam noch eine Alternative zu Berlin, München oder Stuttgart dar.

Gestützt werden diese Aussagen stets auf ortsansässige Makler, für Potsdam wurden Allod, Dahler & Company, Engel & Völkers, Kirsch & Drechsler sowie Kondor Wessels und Planet Home befragt. Die klagen teilweise darüber, dass bei der Kaltmiete von zehn Euro je Quadratmeter eine "Barriere" herrsche. Auch sei die Nachfrage nach Eigentumswohnungen "einfach nicht so stark wie in Berlin". Bei 3500 Euro je Quadratmeter erreiche der erzielbare Preis seine natürliche Grenze. Eine Ausnahme gibt es immer dort, wo ein Blick aufs Wasser möglich ist: In Teilen der Speicherstadt und an der Alten Fahrt könne man noch mit Verkaufspreisen von 5000 Euro je Quadratmeter rechnen.

Selbst die Berliner Vorstadt, neben den Villen am Griebnitzsee Potsdams teuerste Ecke, wird von dem Immobilien-Kompass mit einer Warnung belegt: "Ein Selbstläufer ist die Berliner Vorstadt trotz ihres Renomees nicht. Das zeigt die ehemalige Schmirgelfabrik in der Rembrandtstraße, die weitgehend leer steht." Große Wohnungen mit wenigen Zimmern kämen bei Potsdamer Käufern einfach nicht so gut an, selbst wenn man in die Nähe von Jauch und Joop, Döpfner und Diekmann ziehen könne. Konkret soll das wohl heißen: Wer in Potsdam baut, hat nicht mehr automatisch schon alles verkauft, bevor der erste Spaten gestochen wurde, zu Preisen, die ihm gerade gefallen ‒ das war noch vor wenigen Jahren anders.

In Babelsberg, speziell am Griebnitzseeufer, klagen die Makler schon seit geraumer Zeit, dass man die Nachfrage kaum mehr bedienen könne: Es sind fast keine Villen mehr im Angebot, jeder Fleck am Wasser ist vergeben. Der Immobilien-Kompass verweist aber auf die mehreren hundert Wohnungen, die derzeit auf dem ehemaligen Sanatorium des Doktor Sinn gebaut werden. "Trotz Quadratmeterpreisen zwischen 2900 und 3500 Euro" könne der Entwickler Kirsch und Drechsler eine "starke Nachfrage" vermelden. Diese Nachricht dürfte den "Entwickler" freuen und ihm zusätzliche Käufer bescheren. Wie berichtet, wollen Kirsch und Drechsler in einem Wäldchen an der Steinstraße Am Stern zudem günstigen Geschosswohnungsbau errichten. Dagegen formiert sich aber gerade unter SPD-Führung Widerstand, im Kommunalwahlkampf werden dort kräftig Unterschriften gesammelt.

Lagen und Preise

  • Der teuerste Stadtteil ist nach wie vor die Berliner Vorstadt. Ein Einfamilienhaus kostet hier im Schnitt im Altbau zwischen 750.000 und vier Millionen Euro, im Durchschnitt 1,8Millionen, Tendenz: leicht steigend um zwei bis fünf Prozent, so der Immobilienkompass.
  • Am günstigsten wohnt man in Eiche. Dort gibt es Häuser für 220.000 bis 280.000 Euro, Tendenz gleichbleibend. Auch die Mieten sind hier mit sieben bis acht Euro je Quadratmeter im Altbau am preiswertesten.
  • Vergleichsweise günstig , aber mit guten Renditeaussichten bewertet der Immobilien-Kompass Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Bornstedter Feld.

Von Jan Bosschaart

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