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Potsdam: Kein Platz für Erstklässler

Stadt plant Schulcontainer Potsdam: Kein Platz für Erstklässler

Der anhaltende Zuzug macht sich in Potsdam auch bei den Schülerzahlen bemerkbar. Vor allem in Babelsberg werden im laufenden Schuljahr mehr Erstklässler erwartet. Die Plätze in den Grundschulen reichen nicht. Nun sollen Container als Klassenzimmer dienen.

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Die Goethe-Grundschule in Babelsberg ist stark nachgefragt.

Quelle: Foto: Köster

Potsdam. Platznot an Potsdams Grundschulen: Weil vor allem in Babelsberg die Zahl der Erstklässer weiter steigen wird, sollen im kommenden Schuljahr Kinder in Containern lernen. „Durch den enormen Zuzug gibt es in ganz Potsdam wenig Plätze, Babelsberg und Zentrum Ost sind aber besonders problematisch“, sagt Kreiselternsprecherin Daniela Trapkowski. Damit alle Kinder dennoch wohnortnah eingeschult werden können, wird laut Trapkowski derzeit geprüft, ob und wo Container aufgestellt werden müssen.

Voraussichtlich fehlen rund 40 Plätze

In Babelsberg sollen die Goethe- und die Bürgel-Schule falls nötig Behelfsräume aus Blech bekommen. Auch auf einem städtischen Grundstück neben der Grundschule am Humboldtring sollen Container als Zusatzräume aufgestellt werden, bestätigt Stadtsprecherin Christine Homann. Unter Berücksichtigung der neuen Bevölkerungsprognose geht die Stadt davon aus, dass im neuen Schuljahr im Sozialraum IV (Babelsberg und Zentrum Ost) 320 Kinder schulpflichtig werden. Im laufenden Jahr waren es nur 297 Kinder. Aktuell stehen in dem Gebiet 178 Plätze an öffentlichen und 106 Plätze an freien Schulen zur Verfügung – also fast 40 zu wenig.

Bereits Anfang November hatten die Stadtverordneten beschlossen, zum Schuljahr 2016/17 am Standort Rote Kaserne West, ebenfalls einem Wohngebiet, das immer mehr Familien anzieht, eine zweizügige Grundschule mit Hort zunächst für drei Jahre in Containerbauweise zu errichten bis der Neubau bezugsfertig ist. Bereits zum aktuellen Schuljahr ist die Grundschule in Bornim zunächst in Containerbauweise eröffnet worden.

„Um möglichst allen Eltern einen Platz an ihrer Wunschschule zu ermöglichen, sind diese Interimslösungen erst einmal gut“, meint Elternvertreterin Trapkowski. Die Container für je ein bis zwei Klassen seien gut ausgestattet und verfügten auch über Sanitäranlagen. Container sind derzeit allerdings schwer zu bekommen, da sie bundesweit für Flüchtlinge gebraucht werden.

In Babelsberg gab es Protest von Eltern

Vor Start des aktuellen Schuljahrs hatte es massiven Protest von Babelsberger Eltern gegeben, weil sie zunächst keinen Platz in Wohnortnähe bekamen und auf andere Stadtteilen ausweichen sollten. Die Goethe-Grundschule nahm daraufhin außerplanmäßig drei erste Klassen auf. Eltern beschwerten sich auch darüber, dass die Schulplätze teils von Berliner Kindern in Anspruch genommen worden seien. Im Schuljahr 2014/15 besuchten 19 Berliner Schulen in Babelsberg und Zentrum Ost, 16 davon wählten eine Schule in freier Trägerschaft. Für das laufende Schuljahr liegen die Zahlen noch nicht vor.

Am Dienstag befasst sich auch der Bildungsausschuss auf Antrag der SPD-Fraktion mit zusätzlichen Schulkapazitäten in Babelsberg und Zentrum Ost. „Die gestiegenen Kinderzahlen machen weitere Schulplätze über den bestehenden Schulentwicklungsplan hinaus erforderlich“, heißt es in dem Antrag. Der Oberbürgermeister werde daher beauftragt zu prüfe, welche Erweiterungsmöglichkeiten es gibt. „Womöglich müssen auch die Schulsportstätten erweitert werden“, erklärt Bildungsausschussmitglied Daniel Keller (SPD). Zu prüfen sei auch ein Hortneubau für die Goethe-Grundschule. Derzeit ist der Hort im Schulhaus untergebracht und bindet damit Platz für Klassenzimmer.

Die Schulanmeldung

1800 Potsdamer Erstklässer werden am 5. September 2016 erstmals in die Schule gehen.

Im November werden die Eltern angeschrieben und informiert– und zwar von der zuständigen Schule im Wohnbezirk, unabhängig davon, welche Schule das Kind später besuchen soll.

Die Anmeldung erfolgt dann von 9. bis 22. Januar 2016.

Von Marion Kaufmann

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