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Potsdam Fusion von HBPG und Kulturland Brandenburg
Lokales Potsdam Fusion von HBPG und Kulturland Brandenburg
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10:16 17.12.2013
Kurt Winkler und Brigitte Faber-Schmidt. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Am Montag beschlossen das Land und die Landeshauptstadt als Gesellschafter die Fusion zum Jahreswechsel. Von der neu formierten "Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH" versprechen sich die Beteiligten eine "schlagkräftige Kultureinrichtung in der neu entstehenden Mitte Potsdams", die, so Kulturministerin Sabine Kunst, "eine neue Qualität und Breitenwirkung in der Präsentation der Landesgeschichte hat".

De Ministerin betonte, dass diese Gesellschaft "kein Sparmodell" sei, im Gegenteil: "Das Land stellt der fusionierten Einrichtung dauerhaft mehr Geld und Stellen zur Verfügung, als die beiden Einrichtungen bisher zusammen erhalten hatten." Das Gesamtbudget soll von bisher 1,6- auf gut 1,9 Millionen Euro angehoben werden. Die fünf Mitarbeiter des Kulturland-Vereins, die bisher nur befristete Verträge hatten, bekommen in der neuen Gesellschaft feste Stellen. Halbe Stellen im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte werden in Vollzeitstellen umgewandelt.

Insgesamt ist in einem der MAZ vorliegenden Konzeptpapier von "fusionsbedingten Mehrkosten in Höhe von circa 120.000 Euro jährlich" die Rede, die "mit der Zeit" abnehmen, "während die Synergieeffekte mittelfristig größer werden". Die Geschäftsführer des HBPG, Kurt Winkler, und des Kulturland-Vereins, Brigitte Faber-Schmidt, sollen die neue Gesellschaft gleichberechtigt als Doppelspitze führen.

Beide Einrichtungen waren an einem Punkt angekommen, an dem Änderung nötig wurde. Zum Kulturlandverein heißt es in dem Konzeptpapier: "Die fehlende institutionelle Absicherung und die dadurch unsicheren Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter ... sind für eine dauerhafte konzeptionelle Ausrichtung als hinderlich einzustufen - zumal das Land am Konzept der Kulturland-Themenjahre festhalten möchte." Vereinschefin Faber-Schmidt bezeichnete die Überführung in eine institutionelle Förderung gestern als "Quantensprung".

HBPG-Chef Winkler erinnerte an den ursprünglich weiter gefassten Auftrag für sein Haus, zu dessen Aufgaben neben der Funktion als Schaufenster für Museen, Sammlungseinrichtungen und wissenschaftliche Einrichtungen Ziele wie die Verbesserung der touristischen Infrastruktur in Potsdam und eine Stärkung touristischer Angebote im Land zählten.

» MAZ-Interview mit dem HBPG-Direktor Kurt Winkler - der auch verrät, was er von Potsdams historischer Mitte hält.

Mit der 2014 anstehenden Landesausstellung "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft" in Doberlug-Kirchhain und begleitenden Projekten des Kulturland-Themenjahres wird die gemeinsame Arbeit der Einrichtungen fortgesetzt, die nicht zuletzt zu der aktuellen Sonderausstellung "Kindheit in Brandenburg" im HBPG zum Kulturland-Themenjahr "Spiel und Ernst - Ernst und Spiel. Kindheit in Brandenburg" führte.

Im Brandenburgischen Literaturbüro werden alte Fotografien und Erinnerungen aus dem Land zusammengetragen.  Dazu soll eine Ausstellung einen Einblick geben in den Alltag in der Mark im vergangenen Jahrhundert.

Profitieren wird das Ausstellungshaus im Kutschstall von der neuen Belegschaft auch bei der 2015 anstehenden Überarbeitung der landesgeschichtlichen Ausstellung, deren bislang chronologische Struktur dann um topografische Bezüge ergänzt werden soll. Geschichte wird vermittelt am Beispiel ausgewählter Orte, die für das interessierte Publikum damit idealerweise als Ausflugsziel attraktiv werden.

Schönheitsfehler der anstehenden Fusion: Die Suche nach Räumen für die Mitarbeiter des Kulturlandvereins in unmittelbarer Nachbarschaft des Kutschstalls blieb bislang erfolglos. Sie werden einstweilen in ihren Büros in der Charlottenstraße bleiben.

Von Volker Oelschläger

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