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Potsdam Potsdam: Moschee bald im Supermarkt?
Lokales Potsdam Potsdam: Moschee bald im Supermarkt?
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15:31 08.11.2016
Muslime der Potsdamer Al-Farouk-Gemeinde beten auf einem Gehweg, weil der Platz in der Moschee nicht ausreichend ist. Nun soll ein ehemaliger Supermarkt als Gemeindezentrum und neue Moschee genutzt werden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Die islamische Gemeinde in Potsdam will einen früheren Supermarkt als neue Moschee und Gemeindezentrum nutzen. Das Gebäude im Stadtteil Schlaatz sei ausreichend groß, verfüge über einen Parkplatz und sei mit der Straßenbahn gut zu erreichen, sagte der Imam der Gemeinde, Kamal Abdallah.

In den vergangenen Wochen hatte die Gemeinde die Potsdamer Biosphäre für das Freitagsgebet nutzen dürfen, nachdem die eigene Moschee beim Freitagsgebet nicht mehr ausreichend Platz für die jeweils 400 bis 500 Teilnehmer bot. Die Biosphäre wurde von der Stadt allerdings nur bis zum Frühjahr als Notlösung zur Verfügung gestellt.

Flüchtlinge: Platznot in Potsdams Moschee>>

Die Integrationsbeauftragte des Landes, Doris Lemmermeier, unterstützt den Wunsch der islamischen Gemeinde in Potsdam nach einem neuen Standort für eine Moschee. „Jede Lösung ist erst einmal gut“, sagte sie am Dienstag zu den Überlegungen, den früheren Supermarkt künftig als Gemeindezentrum und Moschee zu nutzen. Die bisherige Moschee sei zu klein und biete zum Beispiel auch keinen eigenen Raum für Frauen. Die islamische Gemeinde in Potsdam sei ein sehr guter Kooperationspartner, sagte Lemmermeier. „Wir können nicht sagen, salafistische Gruppen wollen wir nicht, und so einen Verein dann in der Luft hängen lassen.“

Nach Möglichkeit will die islamische Gemeinde jetzt ein Gebäude kaufen. „Wir wollen keine kostenlose Sache.“ Finanziert werden solle dies aus eigenen Mitteln, Spenden und womöglich auch mit einer Unterstützung durch die Stadt, sagte Abdallah.

Warum soll das Gebäude verfallen, wenn man es nutzen kann?

Der frühere Supermarkt stehe schon länger leer, sagte Abdallah. „Statt kaputtzugehen, könnte man das Gebäude nutzen.“ Die Lage sei optimal für die Gemeinde. „Wir stören niemanden und uns stört niemand.“ Als nächstes seien jetzt Gespräche mit Eigentümer und Stadt geplant.

Der islamischen Gemeinde gehören nach seinen Worten mehr als 1000 Menschen in Potsdam und Umgebung an. Die Zahl hatte sich zuletzt durch den Zuzug von Flüchtlingen erhöht.

Schändung der Moschee mit einem Schweinekopf

Die Stadt hatte die Orangerie der Biosphäre zur Verfügung gestellt, nachdem viele Teilnehmer der Freitagsgebete nicht mehr in die Moschee passten und auf der Straße beteten. Dies hatte zu Protesten der rechtspopulistischen AfD geführt. Für Aufsehen sorgte zuletzt auch die Schändung der Moschee mit einem vor die Tür gelegten Schweinekopf.

Die Tropenhalle habe sich als Zwischenlösung gut bewährt, sagte Abdallah. „Wir sind sehr dankbar.“ In der zweiten Novemberhälfte sei der Raum allerdings für zwei Freitagsgebete nicht nutzbar, weil es bereits andere Veranstaltungen gebe. An diesen beiden Tagen soll deshalb ein Nebengebäude genutzt werden, das allerdings viel weniger Platz bietet.

Von Rochus Görgen, dpa

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