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Potsdam Stadt-Museum ab März eintrittsfrei
Lokales Potsdam Stadt-Museum ab März eintrittsfrei
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19:00 29.01.2019
In die Sonderausstellung „Max Baur – Ein Paradies für meine Kamera“ kamen allein rund 12.300 Besucher. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Die ständige Ausstellung des Potsdam-Museum soll voraussichtlich ab März dauerhaft bei freiem Eintritt geöffnet sein. Das hat Rathaussprecherin Christine Homann am Dienstag auf MAZ-Anfrage bekannt gegeben. Nach einer der MAZ vorliegenden Mitteilung für die Stadtverordneten rechnet das Museum durch die neue Praxis mit einem Einnahmeverlust von 17.500 Euro jährlich. Hinzu kommen 52.000 Euro an Mehraufwand für Aufsichtspersonal, das im Zusammenhang mit den erwarteten steigenden Besucherzahlen zusätzlich eingestellt werden müsse.

Der freie Eintritt für die ständige Ausstellung ist vom Museum erstmals im vergangenen Jahr über drei Monate von Mai bis Juli getestet worden. Damals kamen insgesamt 8934 Besucher. Das war nach Angaben des Hauses ein Anstieg um fast 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit damals rund 5250 Besuchern. Von den Stadtverordneten wurde das Ergebnis positiv bewertet. Auf Antrag der Linken wurde im Dezember 2018 die Einführung eines generell unentgeltlichen Eintritts für die Dauerausstellung beschlossen.

Die dauerhafte Finanzierung dieses Eintrittsmodells ist allerdings noch nicht gesichert. Für dieses Jahr sollen die Kosten aus dem Budget des Kultur-Fachbereichs aufgebracht werden. Für die Jahre 2020 und 2021 seien die Mehrausgaben zwar für den Doppelhaushalt angemeldet, bis zu dessen Verabschiedung durch die Stadtverordneten stehen sie jedoch unter einem sogenannten Haushaltsvorbehalt. Unter Umständen kann es also sein, dass ab Januar 2020 wieder Eintritt fällig wird.

Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben von Rathaussprecherin Homann 17.728 Besucher in die ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte. Weitere 20.179 Gäste besuchten die Sonderausstellungen. Das ergäbe insgesamt 37.907 Besucher. Doch das Museum rechnet für 2018 insgesamt 39.411 Besucher ab (MAZ berichtete). Verwiesen wird auf Unschärfen der Statistik im Zusammenhang mit Gruppenführungen und Kombitickets.

Schon bisher kamen Besucher bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kostenlos in die Ausstellungen des Museums. Wie viele Besucher der ständigen Ausstellung und der Sonderausstellungen im vergangenen Jahr von dieser Regelung Gebrauch machten, war am Dienstag nicht in Erfahrung zu bringen: Aussagen dazu seien „nicht möglich, da keine separate Zählung“, hieß es dazu auf MAZ-Anfrage. Zusätzlich zu den Ausstellungsbesuchern kamen 2018 nach Angaben der Sprecherin 11.254 Gäste zu begleitenden Veranstaltungen des Museums, weitere 5622 Gäste zu Fremdanmietungen.

In den vergangenen Jahren waren die Besucherzahlen des Potsdam-Museums schwankend. Nach 18.500 Besuchern im Jahr 2013 fanden 2014 insgesamt 30.000 Gäste in die Ausstellungen. 2015 sank die Zahl auf 27.000 Besucher, 2016 auf nur noch 24.500 Besucher. Erst seit 2016 mit damals 33.740 Besuchern gibt es wieder einen deutlichen Aufwärtstrend.

Zum Erfolg für das Haus wurde 2018 die Sonderausstellung „Max Baur – Ein Paradies für meine Kamera“ zum 120. Geburtsjahr des Potsdam-Porträtisten. 12.300 Besucher kamen von Mitte April bis Ende August in die große Retrospektive. In die am Wochenende beendete Sonderausstellung „Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ kamen nach Angaben des Museums insgesamt 6422 Besucher.

Von Volker Oelschläger

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