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Potsdam Potsdam-Museum zahlt für das Extavium
Lokales Potsdam Potsdam-Museum zahlt für das Extavium
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00:32 14.06.2015
Kinder experimentieren im Potsdamer Extavium mit Schokoküssen. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Die Kunst- und Kreativszene profitiert vom abgesagten Umzug des Museums-Depots. 250 000 Euro waren laut Rathaussprecherin Christine Weber in diesem Jahr eingeplant, um das Depot auf Hermannswerder für die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft zu räumen. 13 000 Euro wurden nun zur Absicherung eines Förderpakets über insgesamt 80 000 Euro für das Collegium musicum, das Neue Kammerorchester, das Poetenpack, den Offenen Kunstverein und das Kunsthaus Potsdam verwendet.

Weitere 100 000 Euro aus dem Depot-Etat fließen nun zur Rettung des wissenschaftlichen Mitmachmuseums Extavium in den Umbau der früheren Videothek Am Kanal 57 zur neuen Spielstätte. Bei der Bekanntgabe der städtischen Unterstützung Ende Mai durch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) war zunächst allgemein mitgeteilt worden, dieser Betrag stamme „aus noch nicht verbrauchten Mitteln des Geschäftsbereichs Bildung, Kultur und Sport“.

Für das Extavium ging es ums Überleben. Zusammen mit einem Beitrag des Filmparks Babelsberg über 35 000 Euro ist der Umzug nach Angaben von Extaviums-Leiter Axel Werner „in trockenen Tüchern“, falls sich nicht noch erneut Unvorhergesehenes ereigne. Wie berichtet, rechnete das Extavium beim Wechsel von Babelsberg in die Innenstadt zunächst mit 50 000 Euro Kosten. Im Zusammenhang mit diversen Bauauflagen ergaben sich jedoch Zusatzkosten von mehr als 100 000 Euro.

Öffnen wird das Extavium an der neuen Adresse laut Werner voraussichtlich am 1. August. Aktuell werde die Elektronik erneuert und eine zweite Tür zur Straße eingebaut. Bei zügigem Abschluss der Bauarbeiten könne Mitte Juni mit dem Einbau der Exponate begonnen werden. Derzeit biete das Extavium in zwei noch offenen Experimentierbereichen an der alten Adresse im Filmpark nach Anmeldung Kurse an und sei auch mobil buchbar.

Der Umzug des Museumsdepots wurde aus Kostengründen abgesagt. Für die Zusammenlegung der auf Hermannswerder und Groß Glienicke verteilten Depots wären laut Rathaus statt ursprünglich geplanter 250 000 Euro mehr als 400 000 Euro nötig gewesen. Zusammen mit der Ertüchtigung der Räume auf Hermannswerder als Flüchtlingsunterkunft hätten sich Kosten von mehr als 900 000 Euro ergeben.

Von Volker Oelschläger

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