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Potsdam Potsdamer Künstler machen mobil
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22:39 27.02.2014
Am 1. März 2014 gehen Musiker und Künstler aus Potsdam in Potsdam auf die Straße.
Potsdam

"Um uns ein Gesicht zu geben, werden wir am 1. März um 15 Uhr in der Brandenburger Straße/Ecke Dortustraße eine Performance darbieten. Aktuell und zukünftig Betroffene, Anhänger und Unterstützer kommen zusammen, ausgerüstet mit Gitarren, anderen Instrumenten und ihren Stimmen und zeigen, dass sie noch da sind", sagten Anja Engel und André Tomczak von der "Initiative Alte Brauerei". Das Spektakel wird nach wenigen Minuten vorüber sein, um symbolisch das Verschwinden der Kreativen aus der Stadt zu zeigen.

Ende Januar waren den Musikbands in der alten Brauerei die Proberäume gekündigt worden, dort sollen langfristig Wohnungen entstehen. "Mehr als 100 Kreative sehen sich nun mit dem Verlust ihrer Räumlichkeiten konfrontiert. Es gehen insgesamt 950 Quadratmeter Schaffensraum verloren. Damit fällt die letzte große Bastion bezahlbarer Kreativwerkstätten in der Potsdamer Innenstadt", kritisiert die "Initiative Alte Brauerei". Durch kurzfristige Mietverträge seien viele Kreative und Künstler in Potsdam schon seit Jahren zu einem Nomadendasein gezwungen worden.

Die Stadt berücksichtige die Lage unabhängiger Kunst völlig unzureichend. Allein durch den Verlust der Räume am Brauhausberg seien nun zahlreiche Künstler in ihrer Existenz bedroht, so die Initiative. Auch die "Scholle", das Kunsthaus "Sans Titre", das "Kunsthaus 17" und andere Projekte seien akut gefährdet. Insgesamt drohe ein Verlust von insgesamt 2750 Quadratmetern Werkstatt- und Kunstraum. Das sei, so die Protest-Organisatoren, nur der Beginn der Krise.

Nicht zu unterschätzen sei auch der wirtschaftliche Faktor, denn von einem drohenden Exodus der Kunstschaffenden aus Potsdam sind auch Musikschulen, Kunstschulen, Veranstalter, Bühnen, Licht- sowie Tontechniker und nicht zuletzt das Publikum betroffen, so die Initiatoren der Protestaktion. "Für die unabhängigen Künstler dieser Stadt ist es fünf Minuten vor zwölf."

ZUFLUCHT IM FREILAND

  • Mit dem beginnenden Umbau der alten Brauerei am Leipziger Dreieck verlieren 25 Bands ihre Probenräume. Die Betreiber des Jugendzentrums Freiland schätzen, dass insgesamt 300 bis 400 Bands in der Stadt ohne eigene Probemöglichkeiten sind.
  • Auf dem Freilandgelände in der Friedrich-Engels-Straße sollen Alternativen geschaffen werden. Der Oberbürgermeister ist beauftragt, gemeinsam mit der Freiland-Betreibergesellschaft bis April nach einer Finanzierungsmöglichkeit für Räume zu suchen.

Von Jürgen Stich

» www.youtube.com/user/Baendbreitepotsdam

» Facebook: Künstler/ Musiker brauchen Freiraum

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