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Potsdam Inselgärtner: Situation auf Freundschaftsinsel läuft aus dem Ruder
Lokales Potsdam Inselgärtner: Situation auf Freundschaftsinsel läuft aus dem Ruder
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16:58 31.07.2018
Jugendliche auf der Wiese der Freundschaftsinsel. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Die Stadt prüft eine Verkürzung der Öffnungszeiten für die Freundschaftsinsel. Das sagte Inselgärtner Thoralf Götsch am Dienstag bei einem Pressetermin. Es sei spätestens nach der Massenschlägerei vom Wochenende klar, dass die Situation auf der Insel „aus dem Ruder laufe“: „Wir sehen das und versuchen, einzugreifen.“ Denkbar sei eine frühere Schließung des Zugangs zur Liegewiese, man stehe in engem Kontakt mit dem Ordnungsamt.

Die Zugänge von der Langen Brücke zur Liegewiese werden aktuell um 22 Uhr abgeschlossen, der sensiblere innere Gartenbereich mit Einbruch der Dunkelheit.

Wie berichtet, sollen sich am Samstagabend bis zu 40 Personen auf der Insel eine „handfeste Auseinandersetzung“ geliefert haben, so der Polizeibericht. Bei dem gewaltsamen Aufeinandertreffen von zwei Gruppen „südeuropäischen und schwarzafrikanischen Aussehens“ seien Flaschen geflogen.

Sieben Streifenwagen eilten herbei, doch als die Polizei eintraf, war die Mehrzahl der Kontrahenten nach einem Zeugenbericht bereits Richtung Burgstraße verschwunden. Zwei beteiligte Potsdamer aus dem Iran (15 und 27) wurden gefasst. Weitere Ermittlungsergebnisse wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Massenschlägerei auf der Freundschaftsinsel

Am Samstagabend kam es zu einer Massenschlägerei auf der Freundschaftsinsel in der Potsdamer Innenstadt. Bis zu 40 Personen sollen sich eine handfeste Auseinandersetzung geliefert haben.

AfD-Oberbürgermeisterkandidat Dennis Hohloch sprach nach der Massenschlägerei auf der Insel von einem „Versagen der Potsdamer Integrationspolitik“.

Trotz der jüngsten Auseinandersetzung will die Polizei in der Potsdamer Innenstadt „weder bei der Freundschaftsinsel, noch beim Platz der Einheit oder dem Bahnhofsvorplatz von herausragenden Kriminalitätsschwerpunkten“ sprechen, so der Sprecher der Polizeidirektion Brandenburg-West, Daniel Keip, auf MAZ-Anfrage: „Es ist festzustellen, dass sich regelmäßig viele Personen in diesen Bereichen aufhalten und die Polizei mit dem städtischen Ordnungsamt diese Bereich auch regelmäßig kontrolliert. Dadurch werden auch natürlich mehr Feststellungen getroffen und Anzeigen aufgenommen“, sagt er.

Laut Rathaussprecherin Christine Homann wurde auf der Freundschaftsinsel in den vergangenen drei Jahren ein Anstieg von Problemen mit Müllablagerungen und Vandalismus im denkmalgeschützten Garten beobachtet. In den Abendstunden gingen die „Beschädigungen von Gruppen aus, deren Mitglieder zum Teil alkoholisiert“ seien.

In diesem „besonders warmen und trockenen Sommer“ werde die Insel „noch intensiver genutzt als in den Vorjahren“, so die Sprecherin: „Das Problem ist noch akuter und unsere Mitarbeiter haben leider die Erfahrung gemacht, dass freundliche Bitten und Appelle nicht helfen.“ Zur Einschätzung der Kriminalitätsentwicklung verweist sie auf die Polizei.

Von Volker Oelschläger und Saskia Kirf

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