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Fall Elias: Potsdams OB Jakobs räumt Versäumnisse ein

MAZ-Interview mit Jann Jakobs Fall Elias: Potsdams OB Jakobs räumt Versäumnisse ein

Die Abwahl von Matthias Klipp, die Suche nach Elias, ein abgesagtes Richtfest für einen Schulneubau – für Potsdam geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Vor allem die Suche nach Elias hat Oberbürgermeister Jann Jakobs bewegt. Im MAZ-Gespräch gesteht er ein, dass die Stadt dabei nicht immer richtig reagiert hat.

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Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs

Quelle: MAZ

Potsdam. Es ist ein Thema, an dem in diesem Jahr kaum jemand vorbei gekommen ist. Auch für Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs war die Flüchtlingsaufnahme das bestimmende Ereignis des zu Ende gehenden Jahres. Das sagte er im MAZ-Interview, das am Montag veröffentlicht wird. „Mit der großen Zahl von Flüchtlingen, die seit dem Sommer nach Potsdam geströmt ist, hatten wir nicht gerechnet. Wir mussten viel improvisieren, um die Lage zu managen“, sagt er. Man habe viele Spielräume ausloten und ausnutzen müssen. Dabei sei man aber einem Grundsatz treu geblieben: „Flüchtlinge möglichst dezentral und nicht in riesigen Massenunterkünften unterzubringen.“ Das unterscheide Potsdam von anderen Städten.

Baupanne an der Leonardo-Da-Vinci-Schule wird geprüft

Auch die Schulpolitik war für den Oberbürgermeister ein wichtiges Thema. Im Interview äußert er sich zu der misslungenen Eröffnung der Leonardo-Da-Vinci-Schule. Es werde derzeit geprüft, wie es zu der Panne kommen konnte. Die Schuleröffnung verschiebt sich, weil eine zu weiche Betondecke verbaut wurde.

Koordinierung im Fall Elias war nicht immer optimal

Jakobs spricht auch über die Entlassung seines Baubeigeordneten Matthias Klipp und darüber, wie er die Suche nach Elias und die schrecklichen Ereignisse erlebt hat. „Wir haben die Dynamik der sozialen Medien unterschätzt“, sagt er. Anfang Juli hatten in Potsdam hunderte freiwillige Helfer nach dem vermissten Elias gesucht. Aufgerufen wurde dazu über Facebook. Später gab es Streit unter den Helfern, aber auch Kritik an der Stadt, sie hätte sich nicht ausreichend an der Suche beteiligt. Jakobs gesteht ein, dass die Koordinierung hätte besser laufen können. „Wir sind daher auch in Gesprächen mit der Polizei, wie man bei Katastrophenfällen künftig besser reagieren kann“, sagt Jakobs.

Ende Oktober ist der mutmaßliche Mörder von Elias festgenommen worden. Der Mann soll außerdem den 4-jährigen Mohamed getötet haben. In einer Polizeivernehmung hat er gestanden, die Kinder missbraucht und dann getötet zu haben. Der Fall Elias hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

2018 wird in Potsdam ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Auch Jakobs könnte noch einmal antreten, es wäre seine dritte Amtszeit. Im Interview äußert er sich zu diesem Thema.

Das komplette Interview lesen Sie am Montag in der Märkischen Allgemeinen oder auf www.MAZ-online.de

Von MAZonline

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