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Potsdam Demonstration vor Sarrazin-Lesung
Lokales Potsdam Demonstration vor Sarrazin-Lesung
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22:15 25.02.2014
Autor Thilo Sarrazin Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Sie hielten Transparente hoch mit den Aufschriften „Kein Podium für Rassisten“, „Von Biedermännern und Brandstiftern“ oder „Halt’s Maul!“. Die Polizei hatte Teile der Straße abgesperrt. In dem neuen Buch kritisiert Sarrazin ein vermeintliches links-liberales Gutmenschentum, das auf moralisch korrekte Gesinnung anstatt auf Fakten setze und einem „Gleichheitswahn“ anhänge.

Rike Lentz, Sprecherin des Potsdamer Ablegers der „Neue Antikapitalistischen Organisation“, die zu der Demo eingeladen hatte, warf dem Ex-Bundesbanker „Hetze gegen Migranten“ vor. Außerdem sei der Autor unter anderem „frauenfeindlich“ und diskriminierend gegenüber Hartz-IV-Empfängern, so Lentz. Demonstranten wie Lutz Boede (Fraktion „Die Andere“) übten Kritik: „Der Nikolaisaal wird bezuschusst, um Kunst und Kultur zu fördern, und nicht, um Menschen wie Sarrazin ein Podium zu geben.“

Peter Walther vom Brandenburgischen Literaturbüro, das zur Lesung eingeladen hatte, teilt zwar Sarrazins „antiquiertes Familienbild“ nicht, plädierte aber gestern im Vorfeld der Veranstaltung für „Differenzierung und Genauigkeit“ im Umgang mit Sarrazins Texten. „Es geht darum, dass häufig Probleme nicht mehr auf der Ebene sachlicher Argumente verhandelt, sondern moralisch überhöht werden“, so Walther: „Wer sich selbst auf der Seite der Moral sieht, der nimmt den anderen nicht mehr als Argumentationspartner wahr und unterstellt, dass er verblendet ist.“ Walthers Resümee: „Es ist ein bisschen traurig, dass ein Mann, der ausgewiesenermaßen kein Rassist ist, unter Polizeischutz sein muss“.
Von den Protesten, die teilweise mit Trillerpfeifen untermalt waren, bekam der Autor wahrscheinlich gar nichts mit. Er hielt sich seit am späten Nachmittag im Nikolaisaal auf, um Interviews zu geben.

Von Ildiko Röd

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