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Potsdam Youtube-Profis zeigen, wie es geht
Lokales Potsdam Youtube-Profis zeigen, wie es geht
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00:23 08.02.2019
Kinder und Jugendliche beim „Safer Internet Day“ im Landtag in Potsdam Quelle: Varvara Smirnova
Potsdam

Dass ihnen einmal ein richtiger Youtube-Profi über die Schulter schaut, war für die Kinder beim „Safer Internet Day“ am Dienstag im Landtag wohl eines des Highlights. Aus erster Hand haben sie erfahren, wie sich mit selbst gedrehten Videos auf der Internetplattform Geld verdienen lässt.

Was ist ein Hass-Kommentar? Wie lässt er sich ohne Schimpfworte umschreiben, sodass er eher konstruktive Kritik und weniger Beleidigung ist? Fragen wie diese diskutierten die Jugendlichen mit den beiden Youtubern Tommy Toalingling und Jennifer Arp. Der Hamburger will mit seinem Kanal homosexuellen Menschen Mut machen, sich zu outen, und hat inzwischen fast 54000 Follower. Seine Mitbewohnerin Jennifer Arp parodiert in ihren Videos die Probleme der westlichen Welt, ihr schauen regelmäßig mehr als 7700 Menschen zu.

Wie man Hass im Internet begegnen kann

Der Besuch der Youtuber war der Abschluss eines mehrtägigen Programms. Dabei sollten die Kinder und Jugendlichen, allesamt Bewohner in Jugendhilfe-Einrichtungen in Geltow und Nauen, lernen, wie sie sich richtig und sicher im Internet und den sozialen Medien bewegen.

Mit freien Medienpädagogen haben die Mädchen und Jungen an zwei Workshoptagen über das Thema Darstellung und Selbstdarstellung in den sozialen Medien diskutiert. Und natürlich auch über Hass-Kommentare.

Auch beim „Safer Internet Day“ dabei: Die beiden Youtuber Tommy Toalingling und Jennifer Arp Quelle: Varvara Smirnova

Außerdem drehten die Jugendlichen selbst Videos. Darin interviewen sie sich gegenseitig, erzählen die Geschichte eines Mobbingfalls und geben eine Schmink-Anleitung. Diese Filme stellten sie im Plenarsaal des Landtages vor und ernteten Lacher, aber auch nachdenkliche Gesichter bei den Projektbeteiligten.

„Ich habe sehr viel mitgenommen, worauf man im Internet so achten sollte“, sagt Melanie Gahr (13) vom Da Vinci Campus in Nauen. Sie sei sich nun bewusster, wie man sich im Internet verhalten solle. „Mir hat aber auch die Gemeinschaft gefallen, die wie waren“, sagt sie.

„Die Arbeit mit den Kindern ist großartig“

Begeistert war am Ende auch der 28 Jahre alte Youtuber aus Hamburg. „Einige der Kinder haben mich hier heute abonniert“, sagt Tommy. „Das freut mich natürlich.“ Er hat zum ersten Mal an einem „Safer Internet Day“ mitgewirkt – und dabei Lust auf mehr bekommen. „Die Arbeit mit den Kindern, die ja auch meine direkte Zielgruppe sind, ist großartig.“ Er kann sich vorstellen, die direkte Arbeit mit den jungen Menschen in der Offline-Welt zu intensivieren. Eine Anfrage seiner alten Schule gibt es schon.

In zehn Jahren hat sich eine Menge getan

Der „Safer Internet Day“ steht unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Landtages. Gegründet hat ihn vor zehn Jahren die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg (AKJS), seitdem hat sich im Internet viel getan.

„Es gibt heute viel mehr Kanäle“, sagt Susanne Schmitt von der AKJS. „Vor zehn Jahren haben wir noch über Schüler-VZ gesprochen. Da war die Kommunikation noch sehr viel mehr über Texte. Heute gibt es aber vielmehr Bilder, zum Beispiel durch Instagram und Snapshat.“ Die Themen hätten sich dem „Safer Internet Day“ stets angepasst, sagt Schmitt. „Aber die Inhalte sind gleichgeblieben. Privatsphäre, Selbstdarstellung, Mobbing.“

Von Annika Jensen

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