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Potsdam Steuben-Schüler planen ihren Schulhof
Lokales Potsdam Steuben-Schüler planen ihren Schulhof
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16:41 15.02.2019
Steuben-Gesamtschule im Kirchsteigfeld Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Schüler der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule haben gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro Potsdam (Kiju) und dem Schulsozialarbeiter Joschka Waas ihren Schulhof neu geplant. Das Kiju unterstützt seit 2006 die Kinder- und Jugendbeteiligung in der Landeshauptstadt. „Wir haben hier ein sehr gutes Beispiel von Partizipation“, sagte Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel in dieser Woche im Bildungsausschuss. Dort haben Manuela Neels vom Kiju und Joschka Waas die Ergebnisse die Schulhofgestaltung vorgestellt. „Das Außengelände hat diese Neugestaltung dringend nötig“, sagte Aubel weiter.

Mehr Büsche für mehr Privatsphäre

Die Jugendlichen haben diskutiert, wie sie sich ihren idealen Schulhof vorstellen. Immer mit dabei war der Landschaftsplaner Ulrich Grünmüller. Mit ihm sind sie zunächst über ihren derzeitigen Schulhof gegangen und haben auf einem Plan eingezeichnet, was ihnen gefällt und was nicht. Einhellig war die Meinung, dass der Schulhof zu leer und zu kahl ist.

Die Jugendlichen waren allesamt der Meinung, dass zwar Bäume da sind, es aber zu wenig sind. Sie sprachen sich für mehr Bäume und für Hecken und andere Bepflanzung aus. „Die Büsche wünschten sich die Schüler für mehr Privatssphäre“, sagte Manuela Neels bei der Vorstellung des Schulhof-Projektes im Bildungsausschuss. „Naja, was Jugendliche mit mehr Privatssphäre machen, können wir uns ja vorstellen.“ Die höheren Hecken werden also nicht kommen. Auch weil die Lehrkräfte eine gute Sicht über den gesamten Schulhof brauchen.

Die Wunschliste ist lang

Auch auf der Wunschliste: Sitzbänke mit Lehne, ein überdachter Bereich für Schutz vor Regen, Sportgeräte wie Fußballtore, einen Basketballkorb und Fitnessgeräte. Doch besonders am Herzen liegt den Jungen und Mädchen die Turnhallenwand, die zum Schulhof zeigt. Die ist ihnen zu trist. Die Schüler wissen, dass eine Turnhallensanierung nicht möglich ist, deswegen kam ihnen die Idee, eine Wand vor die Turnhalle zu setzen, die offiziell besprüht werden darf. Auch können sie sich vorstellen, die gleichzeitig als Kletterwand zu nutzen.

Joschka Waas schlug in seinem Vortrag vor dem Bildungsausschuss vor, den Schulhof nicht nur den Steuben-Schülern zur Verfügung zu stellen. „In Kirchsteigfeld gibt es keinen einzigen jugendgerechten Spielplatz. Das Kirchsteigfeld soll bevölkerungsmäßig noch wachsen. Und da finde ich es total wichtig, dass man mitdenkt, wie man diese großartigen Möglichkeiten, die wir dort schaffen, dem gesamten Stadtteil eröffnen kann.“

Schulhöfe bald offen für die Nachbarschaft?

Der Ausschussmitglied Daniel Keller (SPD) sprach sich für die grundsätzliche Nutzung von Schulgeländen nach Unterrichtsschluss aus, sei es durch Sportler, sei es durch Jugendliche, die einen Ort für ihre Freizeit suchen. „Von daher würde ich es schade finden, wenn es nur bei diesem einen offenen Schulhof bleiben würde.“ Dabei sei klar, dass sich Gedanken darüber gemacht werden müsse, wer den Schulhof bei einer öffentlichen Nutzung sauber halte, so Keller.

Noosha Aubel entgegnete darauf, dass sich viele Schulleiter an sie gewandt hätten und sich darüber beklagten, dass sich die Schulhöfe am nächsten Tag nicht so vorfänden wie sie sie am Nachmittag vorher verlassen hätten. „Und das ist natürlich die große Sorge der Schulleitungen, dass man am nächsten Morgen zunächst einmal Scherben, Zigarettenkippen und ähnliches wegräumen muss, bevor man dann den Schulsport machen kann.“ Dennoch sei es möglich, die Schulhöfe zu öffnen, so Aubel. „Es muss aber klar sein, dass das mit einer anderen finanziellen Ressource hinterlegt werden muss.“

Von Annika Jensen

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