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Potsdam Musiker spielen in den Ruinen von Krampnitz
Lokales Potsdam Musiker spielen in den Ruinen von Krampnitz
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00:22 01.03.2019
Das Offizierscasino in Krampnitz wird in diesem Jahr wird zur Konzertbühne. Quelle:  
Potsdam

Neues Jahr, neue Musikideen. Und die haben es beim Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam wirklich in sich. Das Programm für 2019 wartet mit Besonderem auf. Das Highlight wird im September zweifelsohne ein Konzert der ehrenamtlich spielenden Musiker im Offizierscasino in Krampnitz sein. Das ist normalerweise gar nicht zugänglich. „Wir wissen seit gestern, dass es klappt“, sagte Dirigent Knut Andreas am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresprogramm seines Orchesters in der Schinkelhalle. „Doch dank der wohlwollenden Pro Potsdam, die das Gelände betreut, werden wir in den Ruinen am Tag des offenen Denkmals am 7. September das Konzert spielen.“

Das einstige Offizierscasino ist eins der zentralen Gebäude in Krampnitz. Hollywood drehte hier in den vergangenen Jahren regelmäßig, in dem Räumen entstanden unter anderem Szenen für„Resident Evil“, „In 80 Tagen um die Welt“ und die im Zweiten Weltkrieg spielenden Filme „Operation Walküre“ und „Inglorious Basterds“.

Ein Blick in das Innere des Offizierscasino: Bei Führungen haben Besucher die Möglichkeit, die Räume zu besichtigen. Quelle: Peter Degener

In Anlehnung an die historische Bedeutung des Ortes hat Andreas Stücke ausgewählt, die die deutsch-russische Freundschaft in ihren Titeln tragen. So etwa „Musik der Freundschaft“ und „Gruß an den Bruder“. Komponisten, die zu hören sein werden, sind Kurt Schwaen, Karl-Ernst Sasse und Kurt Köhler. „Ich spiele auch mit dem Gedanken, zwei Hymnen zu spielen: Die russische und die der DDR“, sagt Andreas.

Knut Andreas dirigiert das Konzert „Klassik am Weberplatz“ im Juni letzten Jahres. Quelle: Christel Köster

Das diesjährige Programm des Collegium musicum hält noch weitere Höhepunkte bereit. So etwa das Openair-Konzert „Klassik am Weberplatz“, das dieses Mal unter dem Motto „Percussion in concert“ steht. „Dabei wollen wir die Instrumente nach vorne holen, die sonst nur im hinteren Bereich stehen: die Percussion-Instrumente.“ Dann ist es einmal andersherum: Nicht sie werden das Orchester begleiten, sondern Percussion-Solisten werden vom Orchester begleitet. Dieses Konzert wird am 10. August kostenlos in Babelsberg gespielt. Im vergangenen Sommer waren 4000 Menschen gekommen. Und hatten kräftig gespendet.

Swing und Schostakowitsch

Schon am kommenden Sonnabend tritt das Collegium musicum in der Babelsberger Friedrichskirche auf. Dort bringen sie die Peer-Gynt-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg sowie Stücke von Alberto Nepomuceno und, außergewöhnlich, von der zeitgenössischen Komponistin Cécile Chaminade zu Gehör.

Im Mai stehen Lieder aus dem „Great American Songbook“ auf dem Programm. Erstmals tritt das Orchester dafür in der Schinkelhalle auf. Es wird ein Abend voller bekanntem Swing und beliebter Balladen.

Und im November können sich die Potsdamer auf ein vielfältiges Konzert im Nikolaisaal freuen. Knut Andreas hat für diesen Auftritt unter anderem die Symphonie Nr. 5 von Schostakowitsch und das Konzert für Posaune und Orchester von Michael Nyman ausgewählt.

Von Annika Jensen

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