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Potsdam Stadtwerke helfen Kunden von insolventen Strom- und Gasfirmen
Lokales Potsdam Stadtwerke helfen Kunden von insolventen Strom- und Gasfirmen
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13:33 17.04.2019
Quelle: dpa
Posdam

Von der Insolvenz zweier deutscher Ökostrom-Anbieter sind offenbar auch Kunden in Potsdam betroffen. Anfang April hatte die Genossenschaft „energycoop eG“ aus Osnabrück mit einem Sitz in Berlin die Versorgung mit Strom und Gas eingestellt. Gleiches gilt für die „e:veen Energie eG“ in Hannover, für die bereits im Juli vorigen Jahres ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde.

Energie- und Wasser Potsdam hilft betroffenen Kunden

Die Stadtwerke-Tochter Energie- und Wasser Potsdam (EWP) weist darauf hin, dass in der Folge nun auch die Nutzungsverträge der beiden Firmen für das Potsdamer Strom- und Gasnetz auslaufen. Deshalb wird aber kein Potsdamer im Dunkeln sitzen oder auf warmes Wasser verzichten müssen. „Die betroffenen Potsdamer Kunden wurden von der EWP per Post informiert, dass die EWP übergangslos die Strom- und Gaslieferung im Rahmen der Grundversorgung sicherstellt“, teilt das städtische Unternehmen mit.

Die Zentrale der Stadtwerke Potsdam in der Steinstraße. Quelle: Friedrich Bungert

Es ist nicht der erste Fall von Unternehmenspleiten im Energiesektor, von denen Potsdamer betroffen sind. Laut EWP gab es allein 2018 sieben Lieferanten-Insolvenzen mit Auswirkungen bis in die Landeshauptstadt. Im Februar 2019 folgte der Anbieter „BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH“. Erste große Lieferanten-Insolvenzen gab es bereits in den Jahren 2011 und 2013 bei der Teldafax Energy GmbH und der FlexStrom-Gruppe. Die EWP übernahm auch hier jeweils die Versorgung der betroffenen Potsdamer Kunden.

Energiewirtschaftsgesetz regelt Folge von Firmenpleiten

Das Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz) enthält im Paragraf 38 die Regelung, dass in solchen Fällen der örtliche Grundversorger die gesetzlich garantierte Ersatzversorgung übernimmt. „Die Strom- und Erdgasversorgung durch die EWP ist ein sicherer Hafen“, wirbt daher die Stadtwerketochter für sich.

Auf der Internetseite der Stadtwerke sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Ersatzversorgung abrufbar. Betroffene Kunden können sich außerdem per Mail an folgende Adresse wenden: kundenservice@ewp-potsdam.de.

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Von MAZonline

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