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Potsdam Zoff um Villa Tummeley in Potsdam
Lokales Potsdam Zoff um Villa Tummeley in Potsdam
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09:01 20.05.2014
Entwickelt sich offenbar zur unendlichen Geschichte: die Sanierung der geschichtsträchtigen Villa Tummeley an der Berliner Straße. Quelle: Christel Köster (2003)
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Berliner Vorstadt

Diesen Baubeginn fordern zwei städtebauliche Verträge, in die Jung aus Sicht des Sanierungsträgers eingestiegen ist, als er die Villa an der Berliner Straße von ihrem Vorbesitzer, der Volkswagen-Gruppe, gekauft hat. Volkswagen wollte dort erst eine Repräsentanz errichten, ließ diese Pläne aber nach einem Führungswechsel an der Konzernspitze wieder fallen. Aus der Stadtspitze wurden nun Vorwürfe laut, Jung wolle offenbar gar nicht sanieren, sondern die Villa nur mit großem Gewinn weiterverkaufen. Zwar habe er durchaus Kaufinteressenten gefunden, dabei aber so hohe Preise aufgerufen, dass die Interessenten wieder abgesprungen seien.

Im Gespräch mit der MAZ bestritt Jung diese Vorwürfe, räumte aber den Streit über die 300.000 Euro ein. Noch befinde er sich im Widerspruchsverfahren, er rechne aber durchaus mit einer Klage vom Sanierungsträger, auch wenn er alles tue, sie abzuwenden. Der Unternehmer, der in Potsdam auch für die "Alternative für Deutschland" (AfD) zur Wahl antritt, sagte, der Tod seines Unternehmenspartners und die komplizierte Nachlass-Situation seien die Gründe für den verspäteten Baubeginn. Er habe erst spät einen Erbschein bekommen. Zwar erhalte er wöchentlich Kauf-Anfragen, doch beantworte er diese schon gar nicht mehr. Jung versicherte, er halte an seinen Plänen fest, die Villa zu sanieren, in Wohnungen umzubauen und diese dann zu verkaufen. Lediglich für Teile des Grundstücks und des nebengelegenen Offiziershauses gebe es Verkaufsabsichten, da ein "großes Unternehmen aus der Schiffbauergasse" Interesse gezeigt habe.

VILLA TUMMELEY1800 Quadratmeter Wohnfläche bietet der 1848/49 vom Kaufmann Eduard Tummeley im Tudorstil errichtete Dreigeschosser mit dem markanten Türmchen – und die schönste Aussicht über Stadt und Wasser vom Türmchen.Bis Ende 2014 sollten die drei je 300 bis 400 Quadratmeter großen Wohnungen bezugsfertig sein.20 Millionen Euro Investitionen sind laut Daniel Jung nötig. Das Käuferinteresse für die Wohnungen sei seit Jahren enorm, sagt er. Quelle: Christel Köster (2003)

Mit dem Sanierungsträger habe er immer wieder das Gespräch gesucht, außer dessen Anwalt habe sich aber niemand gemeldet. Gleiches gelte für die Spitze der Pro Potsdam und den Baubeigeordneten. Jung sagt, aus seiner Sicht seien die Verträge mit Volkswagen obsolet geworden, als er kaufte. Stattdessen habe er mit dem Sanierungsträger zwei neue städtebauliche Verträge geschlossen, die nun "auf wundersame Weise" dort nicht mehr auffindbar seien. Nach diesen Verträgen habe er nach der Baugenehmigung drei Jahre Zeit, also noch bis 2015, so Jung. Inzwischen habe er auch dem Sanierungsträger den lange geforderten Bauzeitenplan übersandt. Die Pro Potsdam bestätigte, es gebe ein Mahnverfahren, wollte sich wegen des laufenden Verfahrens aber nicht weiter äußern.

Von Jan Bosschaart

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