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Studiobesuch bei "FunkUp"

Potsdamer Campusradio wird von Studenten produziert Studiobesuch bei "FunkUp"

Bei "FunkUp" ist Radio so wie es sein sollte: unbegrenzt, unzensiert und unkompliziert. Das Potsdamer Campusradio wird von Studenten selbst gestaltet und macht somit dem Begriff "Ausbildungsfunk" alle Ehre.

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Sara Krieg(25), Enno Schultz (30) und ErikWenk (27, v.l.n.r.) sind fester Bestandteil des „FunkUp“-Teams.

Quelle: VIVIENNE MEIER

Potsdam. Wer da mitmacht, bildet sich in jeglicher Hinsicht. Jeder kann alles machen, was er möchte: Von der Planung über die Moderation bis hin zum Schneiden einer fertigen Sendung. Journalistische Fertigkeiten wie Beiträge gestalten, Interviews führen und die ständige Interaktion mit der lokalen Studierendenwelt bekommt man fast so nebenbei mit. Neugierige Schnuppernasen haben endlich eine Ausrede, um andere Leute mit ihren Fragen zu löchern, Technikbegeisterte können ihr Wissen um die neueste Software einbringen, kreative Köpfe können sogar am Layout der eigenen Website herumbasteln. Jeder kann ganz ungezwungen genau das tun, worauf er Lust hat, und muss auch nur so viel von seiner Zeit opfern, wie er will.

Live gesendet wird bei "FunkUp" nicht. Die fertigen Sendungen kann man als Podcast im Internet herunterladen. Die Radiomacher können dadurch immer produzieren. Es gibt keine zeitliche Begrenzung, bis wann eine Sendung fertig sein muss. Das häufigste Format von "FunkUp" nennt sich "The Matik". Das ist eine Gesprächssendung, wie die Hälfte der veröffentlichten Podcasts auch, in der aus aktuellem Anlass zu zeitlosen Themen Bezug genommen wird. Ein Beispiel: Vor Kurzem wurde eine Sendung über Privatsphäre gemacht, weil alle Welt über die Bespitzelung von Seiten der NSA mutmaßt. Die Funker selbst stellen den Anspruch, dass ihre Podcasts keine Modeerscheinungen sind, sondern, dass man auch nach zehn Jahren noch darüber reden und nachdenken will. Ein-bis zweimal in der Woche treffen sich die jungen Leute für rund zwei Stunden, manchmal dauert es aber auch ein bisschen länger. Zensiert wird bei "FunkUp" nur mit dem eigenen Verstand, weshalb man auch ein "Scheiße" nicht aus Sendungen rausschneidet.

Die fleißigsten Funker beim Campusradio sind derzeit Sara Krieg (25), Enno Schultz (30), Erik Wenk (27) und Marwin Bäßler (26). Außer Enno haben alle in ihrem Studium mit Medien, Sprache und Journalismus zu tun. "FunkUp" bietet ihnen die Plattform, wo sie das, was sie in der Theorie lernen, tatsächlich selbst aktiv gestalten können.

Erik hatte vor "FunkUp" "gar nichts mit Radio am Hut", sagt er. Seine Leidenschaft galt dem Schreiben. Erik ist mit vollem Engagement dabei, die Podcast-Kultur mit eigenen Beiträgen zu bereichern.

Sara dagegen hatte durch ihre Liebe zur Musik, besonders zum Hip-Hop, den sie hier und da schon als DJ aufgelegt hat, die besten Voraussetzungen. Als Marwin, ihr Uni-Kommilitone, sie dann überredete, zu einer Live-Sendung mitzukommen, stand ihrer Funker-Karriere nichts mehr im Wege. Besonders weil alle Leute, auf die Sara traf, "genauso nett waren wie Marwin", sagt Sara. Mittlerweile sieht sie diese kleine Runde schon als eine Familie. "Ich sehe die Leute hier sogar schon öfter, als meine Familie", sagt Sara.

Ennos eigentliche Motivation zum Radio zu gehen, war sein Einsatz für den Umweltschutz. Aber in der Praxis haben ihn die Erfahrungen mit den Menschen, mit denen man bei "FunkUp" zusammenkommt, dabei behalten und es begeistert ihn, mit den Anderen im netten, ungezwungenem Austausch auf neue Ideen für die nächsten Sendungen zu stoßen und diese dann auch noch direkt umsetzen zu können.

Marwin betont, dass so ein Campusradio ein willkommenes Sprungbrett für alle ist, die "irgendwas mit Medien" machen wollen. Er ist schon mit 22 Jahren zum Radio gekommen. Bei "FunkUp" fand er Gelegenheit sich auszuprobieren und seinen eigenen Stil zu finden. "Es ist so ein familiäres Ambiente und so nette Leute beim Radio, dass eine ganz eigene, ungezwungene Arbeitsatmosphäre im Studio herrscht", sagt Marwin. "Eigentlich sind wir wie ein Sportverein - nur, dass der Sport im Kopf stattfindet."

Radio von Studenten für Stundenten und andere

  • „FunkUp“ ist Potsdams studentisches Podcastradio.
  • Podcastradio bedeutet , dass es keine Frequenz für den Sender gibt. Man kann „FunkUp“ im Internet hören oder Sendungen als mp3-Datei herunterladen.
  • Live hören kann man die Radiomacher von „FunkUp“ trotzdem – jeden Montag von 21 bis 22 Uhr gestalten sie eine Sendung beim Potsdamer Lokalradio „Frrapo“.
  • Mitmachen kann hier jeder Student – egal, welche Fächer er an der Uni belegt hat.
  • Mitbringen sollte jeder neue Funker Spaß an Radio, Musik, Technik und Gesprächen.
  • Jede Woche produzieren die Funker im Studio mindestens eine einstündige Sendung.
  • Bei „FunkUp“ gibt es elf verschiedene Musik- und Themenformate, die sich um alles drehen, was den Studenten von heute abseits der Vorlesungen interessiert: Kultur, digitales Leben, Musik jenseits des Mainstreams, Filme, Lustiges und Philosophie.
  • Als Gäste waren unter anderem die Potsdamer Bands „Lautmaler“, „Blues Baby Blues“, „Ap-prox“, „Hand in Hand“, „Markee“ und Freddy von „Musikantenknochen“ im Studio.
  • In der Sendung „In Search Of The Riff“ gibt es zum Beispiel harte Rockmusik, in „Can’t Leave Rap Alone“ zaubern die Studenten Hip-Hop-Schätze jenseits des Mainstreams hervor, in der „Groove Garage“ sind Nachwuchs-DJs zu Gast und geben Einblicke ins Nachtleben.
  • Viele der Radiomacher sind auch sonst kreativ tätig: machen Musik, zeichnen Comics, basteln an Technik oder arbeiten als DJs.
  • Wer mitmachen will: Die „FunkUp“ Redaktion trifft sich immer donnerstags um 20 Uhr in der Alten Brauerei (Albert-Einstein-Straße 1-2).
  • Mehr Infos auf www.funkup.me

Von Vivienne Meier

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