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Potsdam Ganz Potsdam war unterwegs im Licht
Lokales Potsdam Ganz Potsdam war unterwegs im Licht
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15:31 24.02.2019
Am 19.01.2018 wird die Innenstadt von Potsdam für die Veranstaltung "Potsdam im Licht" erleuchtet. Foto: Friedrich Bungert
Potsdam,  

Nach dem trüben Wetter und dem Dauerregen der vergangenen Wochen gab es am Wochenende endlich wieder die Gelegenheit, in Potsdam das Licht zu genießen – und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Zunächst haben tausende Potsdamer am Sonnabend beim Festival „Unterwegs im Licht“ die italienische Seite ihrer Heimatstadt besser kennengelernt. Am Sonntag schließlich zog es erneut jung und alt nach draußen, um einen winterkalten Tag im strahlenden Sonnenschein zu genießen.

Kalkül des Festivals geht auf

Das Illuminations-Ereignis in der historischen Stadtmitte fand zum sechsten Mal statt. Es soll in der dunklen Jahreszeit die City beleben und die Potsdamer in die Museen und Bildungseinrichtungen locken.

Das Wetter der letzten Wochen konnte einem gehörig die Laune vermiesen. Dafür hat dieser Sonntag seinem Namen aber endlich mal wieder alle Ehre gemacht. Und schon am Sonnabend stand Potsdam ganz im Zeichen des Lichts –auch, wenn es beim Festival „Unterwegs im Licht“ natürlich um Scheinwerfer und LED-Installationen ging.

Wie gut dieses Kalkül aufgeht, zeigt sich am Samstag an vielen Stellen. Ob im Naturkundemuseum, dem Filmmuseum oder der Nikolaikirche: Über mangelnden Zulauf konnte niemand klagen. „Ich habe mich sehr auf das Lichtfest gefreut“, sagt Rosemarie Jaschinski. Mit ihrem Lebensgefährten ist sie im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in traditionelle Kostüme der italienischen Berufsschauspielkunst Comedia dell’arte geschlüpft, Spitzenkrägen und Dreispitzhüte inklusive. „Wir waren auch schon einmal in Venedig, deshalb wollten wir das unbedingt ausprobieren“, sagt die Rentnerin. „Nur den Reifrock habe ich weggelassen, das war mir dann doch zu viel des Guten.“

Laternenumzug mit Trommler-Truppe

Der größte Hingucker waren die illuminierten Gebäude der City. Nikolaikirche und Landtag, Spielbank und Mercure-Hotel – jedes Haus zeigte eine andere Interpretation des Lichtthemas, jedes war ein begehrtes Fotomotiv. Mit dem Einbruch der Dunkelheit schließlich setzt sich ein Laternenumzug aus vielen hundert Familien in Bewegung, kräftig unterstützt und angefeuert von einer Trommler-Truppe. „Total schön“ findet das der fünfjährige Joel aus Potsdam, der mit seinen Eltern im Zug läuft.

Einmal mehr hat es das Festival also geschafft, klein und groß auch bei winterkaltem Wetter in die Stadt zu locken. Diesen Erfolg lässt sich das Stadtmarketing einiges kosten. Rund 50 000 Euro kostet das Spektakel, etwa 35 000 Euro davon zahlt die Stadt. Die Kultureinrichtungen tragen ihre Kosten selbst. Genaue Besucherzahlen gibt es noch nicht, im vergangenen Jahr wurden mehr als 16 000 Menschen gezählt.

Sonne vorm Café statt Aufräumen

Wie viele Spaziergänger am Sonntag die Potsdamer Parks und die Terrassen der Cafés bevölkerten, kann man angesichts des überragenden Sonnenscheins nur erahnen. Rosi und Helmut Kasper waren sogar eigens aus Steglitz nach Potsdam gekommen. „Morgens war es schon so schön, da mussten wir einfach los“, sagt Rosi Kasper (77). Seit der Wende kommt das Paar regelmäßig in die Landeshauptstadt. „Es ist ja wirklich wunderschön geworden“, sagt Helmut Kasper (85) und blinzelt in die Sonne. „Aber ich finde es schade, dass ich hier am Sonntag nicht bummeln kann“, bemerkt seine Frau. „Es ist eine so schöne Fußgängerzone, da wäre das wirklich toll für mich.“

Von Saskia Kirf

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