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Potsdam-West bekommt Sicherheitsdienst

60 Flüchtlinge werden in Haeckelstraße untergebracht Potsdam-West bekommt Sicherheitsdienst

60 Flüchtlinge sollen in zwei Wohnblöcken der Potsdamer Haeckelstraße untergebracht werden. Mehr als 200 Personen sind der Einladung zu einem zweiten Info-Abend gefolgt und haben ihre Ängste und Sorgen geäußert.

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Für 60 Flüchtlinge mietet die Stadt 20 Wohnungen in der Haeckelstraße 42 bis 59. Die Nutzung dieser Übergangswohnungen ist auf zwei Jahre befristet, danach soll saniert werden.

Quelle: Christel Köster

Potsdam-west. Fragen, Furcht und Freude: Die Anliegen der rund 200 Teilnehmer waren durchmischt beim zweiten Info-Abend am Montagabend in der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule zur bereits angelaufenen Unterbringung von 60 Flüchtlingen in zwei Blocks in der Haeckelstraße.

Nur knapp zehn direkte Nachbarn waren gekommen, "viele lassen es einfach auf sich zukommen, sagten zwei von ihnen. Sie seien froh, dass Familien statt Männer-WGs zu ihnen ziehen, zeigten sich allerdings besorgt, weil die Fluktuation in den Übergangswohnungen hoch sein wird. "Es gibt Leitlinien, nach denen die Menschen in einem Jahr in eigene Wohnungen vermittelt werden sollen", antwortete Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger.

Im Aufgang Haeckelstraße 42 werden voraussichtlich drei Wohnungen für Flüchtlinge hergerichtet.

Quelle: Christel Köster

Die Riege der Ansprechpartner zeigt, wie komplex die Flüchtlingsaufnahme ist: Sprecher kamen von der Stadt, vom Träger Internationaler Bund (IB), vom Schulamt, von der Polizei, vom Stadtteilnetzwerk, von der Sicherheitsfirma City Control ‒ sie wird nun rund um die Uhr vor Ort sein. "Als Schutz für die Migranten und Ansprechpartner für die Bürger ‒ also für alle", so ein Mitarbeiter.

» Die MAZ beantwortet die wichtigsten Fragen zur Unterbringung

  Fragen an die Podiumsredner konnten auch anonym über Zettel gestellt werden. Kiezbewohner interessierte, in welchen Kitas und Schulen die Kinder unterkommen (teils in der Da-Vinci-Schule), woher die Flüchtlinge stammen (aus Somalia und russischsprachigen Ländern), ob Tuberkulose-Patienten darunter sind (das schloss Müller-Preinesberger aus).

Es wurden auch Ängste laut, etwa hinsichtlich der "Wohnraumberaubung" oder ob Nachtruhe und Mülltrennung eingehalten werden. IB-Mitarbeiterin Sabine Bittrich: "Wir haben schon praktische Übungen an Mülltonnen durchgeführt. Die Menschen brauchen jetzt erst einmal Ruhe ‒ die Flüchtlinge haben schließlich alle eine Flucht hinter sich."

grm

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