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Potsdam Daran denkt der Potsdamer bei „Potsdam“
Lokales Potsdam Daran denkt der Potsdamer bei „Potsdam“
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19:16 26.06.2015
Eine beliebte Einrichtung ist die Biosphäre. Quelle: MAZ/Bernd Gartenschläger
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Potsdam

„Systemanalyse und Programmentwicklung“ bedeutet das Kürzel des Softwareunternehmens SAP von Hasso Plattner. Witzbolde sprechen gern von „Sanduhr-Anzeige-Programm“ oder „Scientia ante Portas“ – lateinisch für „die Wissenschaft steht vor den Toren“. Tatsächlich ist die Stadtrandlage von SAP am Griebnitz- und am Jungfernsee ein Sinnbild für die Meinung der Bürger zu „Potsdam als Wissenschaftsstadt“, erfragt bei 5000 Menschen. Die Stadt hat sie Freitag veröffentlicht.

Das Ergebnis ist enttäuschend für die Stadtverwaltungsspitze: Anders als der Oberbürgermeister verbinden nämlich die meisten Einwohner den Namen Potsdam eben nicht mit den Wissenschaften, die hier angesiedelt sind, sondern vor allem mit den Schlössern, Parks und Gärten (97,4 Prozent), mit der Wasserlage (86,2) und der Film- und Medienwirtschaft 79,5). Als Hort von Kunst und Kultur sehen Potsdam nur noch knapp 47 Prozent, als Stadt der Familienfreundlichkeit und der Wissenschaften knapp 41 Prozent. Eine Sport- und eine Shopping-Stadt ist Potsdam nur für ein Drittel oder ein Fünftel. Das alles war schon vor fünf Jahren so, als man das erstmals abfragte.

Und so zeigen die Potsdamer ihren Gästen immer noch am liebsten die Schlösser, Parks und Gärten, die historische Innenstadt, häufig das Umland und Berlin, inzwischen auch den neuen Landtag in seiner Schlossfassade. Kultureinrichtungen und Museen werden nur manchmal vorgeführt, sogar der Filmpark ist bloß ein gelegentliches Ziel. „Ach, nö“ (befragungsdeutsch: Eher nein) winken die Potsdamer ab, wenn sie Besucher ins Nachtleben oder die Uni-Standorte führen sollen.

Weit abgeschlagen in der Bekanntheit und Beliebtheit ist das Bildungsforum, vor allem die Wissenschaftsetage und das Forschungsfenster darin. Quelle: Bernd Gartenschläger

Ganz am Ende steht das Bildungsforum am Platz der Einheit. Dabei liegt es nicht nur mitten in der Stadt, sondern auch auf Platz 13 einer 32-teiligen Liste der bekanntesten Wissenschafts- und Forschungsstätten dieser Stadt. Ganz oben auf der Liste steht die Universität, gefolgt von Hasso Plattners HPI-Institut. Die Biosphäre am Buga-Park rangiert mit Platz 6 noch sehr weit oben, der Telegrafenberg mit dem Einsteinturm und den historischen Observatorien immerhin noch auf der 8. Die Stadt- und Landesbibliothek als Teil des Bildungsforums hat Platz 32 abgefasst.

Nachgefasst haben die Fragesteller für die Wissenschaftsetage und die Ausstellung Forschungsfenster im Bildungsforum, beide offenbar ein Flop. Rund 90 Prozent der Forum-Besucher kennen beides gar nicht. Niemandem sind die Angebote der Wissenschaftsetage wirklich wichtig. Alle Antworten pendeln zwischen „eher wichtig“ und „eher unwichtig“.

Wie tückisch ein Namenswechsel sein kann, zeigt die wissenschaftliche Mitmachwelt, die vor fünf Jahren an der Wetzlarer Straße noch Exploratorium hieß und knapp drei Prozent der Befragten ein Begriff war. Als Extavium im Filmpark (dort bald wieder weg) sank der Bekanntheitsgrad auf zwei Prozent. Aufschlussreicher als Bekanntheit allein ist Institutionen-Kenntnis dank tatsächlicher Besuche. Da ist die Biosphäre der Spitzenreiter, den viele gerne wieder besuchen würden.

Der Einsteinturm auf dem Telegrafenberg. Quelle: Bernd Gartenschläger

Mit deutlichem Abstand folgen der Einsteinturm, das Planetarium und der Große Refraktor am Telegrafenberg.

Die Stadtverwaltung interpretiert ihre Umfrage anders. 95 Prozent der Potsdamer sähen die Wissenschaftler und Studenten als Bereicherung für die Landeshauptstadt an, erklärte das Presseamt am Freitag, und 94 Prozent fänden, dass Wissenschaft „einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Stadt“ hat.

Von Rainer Schüler

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