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Potsdam am Donnerstag: Das ist heute wichtig

28. April 2016 Potsdam am Donnerstag: Das ist heute wichtig

Na? Erkennen Sie auf dem Öl-Gemälde Ihre Stadt wieder? Ja, das ist wirklich Potsdam! Festgehalten hat diese Impression der Alten Fahrt der Künstler Max Koch. Der ist schon lange vergessen – zu Unrecht. Ganz in der Nähe der Alten Fahrt wird heute an ihn erinnert. Andere Veranstaltungen widmen sich derweil Tierversuchen, Kulturpflanzen und der Sicherheit im Internet.

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So sah Max Koch die Alte Fahrt in Potsdam.

Quelle: Privat

Potsdam. Überraschung! Das Wetter macht auch heute, was es will. Wolken und Sonne wechseln sich ab, mit Regen ist zu rechnen, sogar mit Gewittern. Die Temperaturen pendeln zwischen 2 und 11 Grad Celsius.

Ulrich Mühe auf großer Leinwand erleben

Na, wie gestern empfohlen, für die heutige kostenlose Filmvorführung ab 18 Uhr angemeldet? Dann viel Spaß beim Oscar-prämierten Spielfilm “Das Leben der Anderen“ im Hörsaal 0.01 im Campus Golm der Universität Potsdam. Und an dieser Stelle sei nicht verraten, wo und wann Potsdam in dem filmischen Meisterwerk auftaucht. Angucken. Lohnt sich. Viel Spaß!

Das Mausmobil kommt nach Potsdam

Die bundesweite Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche“ tourt im zweiten Jahr mit ihrem auffälligen „Mausmobil“ durch Deutschland, um über Tierversuche und tierversuchsfreie Forschung zu informieren. Im Fokus stehen dabei besonders leidvolle Tierversuche, die die EU verbietet, Deutschland jedoch erlaubt. In Potsdam ist das Mausmobil heute von 11 bis 18 Uhr in der Brandenburger Straße 1.

Auf der Tour möchte „Ärzte gegen Tierversuch“ einerseits die Bürger zur Unterstützung der Verbotsforderung für schwer belastende Tierversuche bewegen, andererseits grundsätzlich informieren. „Tierversuche geschehen noch immer im Verborgenen und die Grausamkeiten sowie fatalen Folgen für Tiere und Menschen sind kaum bekannt“, heißt es in der Einladung.

Der Jugendhilfeausschuss tagt

Der Kinderstadtplan, der Ferienpass 2016 und das Konzept des Jugendklubs „el centro“ werden heute im Jugendhilfeausschuss der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Zudem geht es um ein Kinder- und Gewaltschutzkonzept für Asylbewerberheime. Die öffentliche Sitzung in Raum 405 in Haus 1 an der Hegelallee beginnt um 16.30 Uhr.

Workshop zu Facebook-Sicherheit

Um 16.30 Uhr bieten der FrauRaum in der Gutenbergstraße 12 in einem Workshop die Möglichkeit, die Einstellungen von Facebookseiten zu prüfen. Schritt für Schritt wird gezeigt, welche Einstellungen welche Auswirkungen haben. Genutzt werden kann der eigene Laptop oder die PC’s im FrauRaum. Für Vereinsmitglieder, Onlineredakteurinnen und Schülerinnen ist die Teilnahme am Workshop kostenlos, alle anderen zahlen 5 Euro. Anmeldung erbeten unter www.frauraum-potsdam.de oder 0177 2147516.

Vortrag über Kulturpflanzen

„Kulturpflanzen – Stiefkinder der biologischen Vielfalt?“ ist das Thema im Haus der Natur um 18 Uhr. Seit mehr als 20 Jahren ist Brandenburg in Deutschland Vorreiter, wenn es um den Erhalt der Vielfalt von Kulturpflanzen geht. Interessierte sind willkommen, der Eintritt ist frei. Der Vortrag findet im Großen Saal in der Lindenstraße 34 statt.

Erinnerung an Max Koch

Heinz-Werner Lawo berichtet heute im Potsdam-Museum am Alten Markt von dem Potsdamer Künstler Max Koch (1859-1930). Der Vortrag beginnt um 18 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro.

Der reich bebilderte Vortrag skizziert die außergewöhnliche und vielfältige künstlerische Karriere von Max Koch, der am Ende des 19. Jahrhunderts als Maler von repräsentativen Dekorationen für öffentliche Bauten wie dem heutigen Berliner Ensemble, dem Reichstagsgebäude, der Krolloper und auch dem heutigen Potsdamer Stadtverordnetensaal große Erfolge feiern kann. Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn wählte der gestandene Berliner als neuen Lebensmittelpunkt Potsdam. Hier malte Max Koch private Veduten, Landschaften, Stillleben und reizvolle Motive in seiner unmittelbaren Umgebung, wie eine Innenansicht der Bootswerft Tübbecke, die das Potsdam-Museum in der aktuellen Dauerausstellung zeigt, und Bilder von der Alten Fahrt oder dem Stadtkanal. Zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1929 ehrte ihn der Potsdamer Kunstverein mit einer Ausstellung. Danach wurde es sehr ruhig um Max Koch, und heute ist er so gut wie vergessen. Zu Unrecht, wie sich zeigen wird.

Museum oder Zukunftslabor?

Die Ausstellung „Alte Stadt – Museum oder Zukunftslabor“ stellt individuelle Handwerksgeschichte(n) aus 31 brandenburgischen Städten vor. Heute wird sie um 18 Uhr im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte im Kutschstall eröffnet.

Junge Unternehmen und Handwerksbetriebe mit einer langen Unternehmensgeschichte zeigen, dass der Standort Altstadt aktuellen Herausforderungen des Marktes weiter gerecht wird. Es wird gearbeitet und experimentiert – Kreativität, Tradition und Innovation sind hier gleichermaßen zu Hause. Neben Porträts interessanter Entwicklungsgeschichten einzelner Betriebe bietet die Ausstellung einen Einblick in eine Vielzahl traditioneller Handwerkstechniken – vom Geigenbau bis Gerberhandwerk.

Vortrag zur Schlacht von Verdun

Jörg Friedrich ist heute um 2o Uhr in der Villa Quandt in der Großen Weinmeisterstraße 46/47 zu Gast. Zum 100. Jahrestag der Schlacht von Verdun 1916 spricht er über „Das Fiasko der Strategen von 1916. Erich von Falkenhayn und die Schlacht bei Verdun“.

1916 ist das „blutige Jahr“ des Ersten Weltkriegs. Die Regierungen, die Strategen und die Völker Europas hatten sich in ein Schlachthaus verrannt und suchten panisch nach Auswegen. Drei innovativ ersonnene Schlachten – an der Maas, an der Somme und in der Westukraine – sollten den glücklichen Ausgang erzwingen. Der Stabschef des deutschen Heeres, der in Potsdam im Schloss Lindstedt residierende Erich von Falkenhayn, eröffnete am 12. Februar vor Verdun den Schlachtenreigen.

Jörg Friedrich, geboren 1944, erzielte mit seinem Buch über den Bombenkrieg gegen Deutschlands Städte einen Welterfolg: „Der Brand“ liegt in zwölf Sprachen vor. Auch der Folgeband „Brandstätten“ wurde zum Bestseller. Friedrichs umfangreiches Werk enthält Standardtitel zur NS-Zeit, die ihm internationale Auszeichnungen eintrugen. 2014 erschien sein Buch „14/18. Ein Weg nach Versailles“.

Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Anmeldung: 0331 2804103.

Das passiert im Museum Barberini

Das Potsdamer Kunstmuseum Barberini nimmt Gestalt an. Die neue Direktorin Ortrud Westheider präsentiert heute um 14 Uhr Konzept und Programm des Hauses, das dem Kunstmäzen und Software-Milliardär Hasso Plattner zu verdanken ist. Die Hamburgerin Westheider ist seit 1. April Direktorin.

In dem wiederaufgebauten Palais Barberini in Potsdams altem Zentrum soll das Museum nach jüngsten Angaben im Januar 2017 öffnen. Es entstehen etwa 2800 Quadratmeter Ausstellungsfläche und Veranstaltungsräume. Plattner hatte bereits mit einer Millionensumme den Wiederaufbau des Stadtschlosses in seiner historischen Gestalt ermöglicht.

Unter anderem soll Plattners DDR-Kunstsammlung in dem Museum unterkommen. Bislang gehören 80 Werke zum Bestand, unter anderem von Tübke, Heisig und Mattheuer. Im Mittelpunkt steht die Plastik «Der Jahrhundertschritt» von Wolfgang Mattheuer (1927-2004), die gerade eine Verjüngungskur erhält.

Apotheken-Notdienst

Für Notfälle haben von heute 18:30 Uhr bis morgen früh die Brunnen-Apotheke (Kopernikusstraße 32, Tel: 0331 74 76 00) sowie die Horus-Apotheke am Luisenplatz (Luisenplatz 1, Tel: 0331 2 37 30 30) geöffnet.

Von MAZonline

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