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Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig

21. Oktober 2015 Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig

Der Zuzug von Flüchtlingen ist auch heute das bestimmende Thema. Für den Abend ist eine Info-Runde über die geplante Asylunterkunft in Neu Fahrland angesetzt. Was Konrad Wolf wohl gesagt hätte? Immerhin hat er sich in seinen Filmen deutscher Geschichte und Gegenwart gewidmet. Im Filmmuseum wird heute an den bedeutenden Regisseur erinnert.

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Suffizienz: Genug zum guten Leben

Rund 100 Flüchtlinge sollen im November nach Neu Fahrland ziehen. Heute findet eine Anwohnerversammlung zum Bau der Asylunterkunft statt.

Quelle: Lutz Hannemann

Potsdam. Die Meteorologen sind optimistisch und sagen voraus, dass sich heute die Sonne kurz blicken lässt. Allerdings bleibt es bei 60 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Gut, dass der Radweg am Ufer des Templiner Sees wetterfest ausgebaut wurde. Ab heute ist der Abschnitt bis zum Campingplatz wieder frei.

Weiterer Abschnitt des Uferwegs am Templiner See saniert

Ein weiteres Stück des Uferweges Templiner See ist fertig saniert. Ab heute ist der Abschnitt zwischen An der Pirschheide und Campingplatz für Radler und Fußgänger freigegeben. Seit August wurde am rund 800 Meter langen Abschnitt gebaut. Die Strecke ist Teil des überregionalen Radweges R1 und des Havelradweges und somit wichtig sowohl für Potsdamer Radler als auch für Radfahrer aus dem Umland und Touristen.

Anwohnerversammlung in Neu Fahrland

An vier Standorten in der Landeshauptstadt wird in diesem Monat mit dem Aufbau von Leichtbauhallen für Flüchtlinge begonnen. An den Standorten werden jeweils 96 Flüchtlinge leben. Zur Information der Anwohner finden Info-Veranstaltungen statt. Am Montag gab es den Auftakt in der Turnhalle der Comenius-Schule über die geplante Asylunterkunft auf dem Gelände des alternativen Jugendzentrums „Freiland“ statt. Heute um 18 Uhr werden die Neu Fahrländer im Bürgertreff über ihren neuen Nachbarn informiert.

Frauen im Weltall

„Where no Woman has Gone Before – Frauen im Weltall“ ist der Titel einer Ausstellung mit Fotos aus dem Bestand der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, die um 19 Uhr im Einstein-Forum, Am Neuen Markt 7, eröffnet wird. Die Einführung gibt Kristina Jaspers, Kuratorin am Museum für Film und Fernsehen. Sie war an Sonderausstellungen über F. W. Murnau, Werner Herzog, Ingmar Bergman und Martin Scorsese beteiligt.

Samowargespräche über den Urlaub

Die Samowargespräche werden um 18 Uhr im Friedrich-Reinsch-Haus am Schlaatz fortgesetzt. Dann heißt es: Welche Urlaubsgeschichte ist die Schönste? Millionen Deutsche ziehen jedes Jahr als Touristen in die Welt. Aber egal ob Südamerika oder Balkonien, per Flugzeug oder per Pedes – jeder sucht sich seine eigene Wohlfühloase. Die Fotofreunde Potsdam zeigen ihre Urlaubsgeschichten und stellen in einer Fotoschau unterschiedlichste Urlaubsziele vor. Einer aus dem Zirkel erzählt zudem aus seinen Ferien.

Helmut Przybilski berichtet aus seinem Leben

Um 19 Uhr findet in der Lounge vom Kulturhaus Babelsberg, Karl-Liebknecht-Straße 135, die nächste Auflage der „Babelsberger Köpfe“ statt. Dieses Mal stellt erzählt Helmut Przybilski aus seinem Leben. Von 1990 bis 2008 war er Stadtverordneter, bis 1993 sogar Stadtpräsident und von 1994 bis 1998 dessen Stellvertreter. Er wird insbesondere auf seine Erlebnisse und Erfahrungen aus der Nachwendezeit eingehen. Dabei ist er offen für Fragen und Diskussionen. Den Abend moderiert Ulrich Schmelz. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Der Finanzausschuss tagt

Im Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung stehen heute einige interessante Punkte auf der Tagesordnung. So soll Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die Öffentlichkeit über die Haushaltslage der Stadt informieren, es wird beraten, wie man „gemeinsam die Stadt erblühen lassen“ kann, die Abfallgebührensatzung 2016 spielt eine Rolle und auch die mögliche Erhöhung des Eintrittspreises für den Volkspark.

Ein Abend für Konrad Wolf

Konrad Wolf, der Mann mit der dicken schwarzen Brille, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Regisseure nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis zu seinem Krebstod 1982 drehte er dreizehn Spielfilme, darunter „Sonnensucher“ (1958) und „Der geteilte Himmel“ (1964), in denen er sich deutscher Geschichte und Gegenwart widmete. Am 20. Oktober wäre Konrad Wolf 90 Jahre alt geworden. Heute veranstalten die nach ihm benannte Filmuni Babelsberg und das Filmmuseum einen „Abend für Konrad Wolf“.

Um 19 Uhr eröffnen Eleven der Studiengänge Schauspiel und Filmmusik die Veranstaltung mit einer Klang-Collage aus Wolfs Filmen unter dem Titel „Zwischen Sanftmut und Gewalt, zwischen Folklore und Moderne“. Anschließend reden Schauspielerin Renate Krößner und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase mit Filmjournalist Knut Elstermann.

Um 21 Uhr wird Wolfs letzter Film „Solo Sunny“ (1980) gezeigt. In den Hauptrollen: Renate Krößner, Alexander Lang, Heide Kipp. Das Drehbuch schrieb Kohlhaase. Erzählt wird vom Liebes- und Leidensweg einer ehemaligen Arbeiterin, die gegen alle Widerstände Sängerin sein will. Ticketreservierung unter der Telefonnummer 0331/271  81  12.

Filmnacht der Aids-Hilfe im Thalia

Ebenfalls um 19 Uhr wird im Thalia Kino in Babelsberg der Film „Eisenstein in Guanajuato“ gezeigt. Regisseur Peter Greenaway präsentiert ein ebenso deftiges wie vergnüglich verspieltes Biografie-Stück über Sergej Eisenstein. Anno 1931 reist das exzentrische Regie-Genie nach Guanajuato, um sein Epos „Que viva Mexico!“ zu drehen. Dabei entdeckt er nicht nur eine andere Kultur, sondern auch den eigenen Körper völlig neu – die Verführungskünste eines charismatischen Dieners machen’s möglich.

Die Potsdamer Aids-Hilfe bringt den Film in der Reihe „Gay Filmnacht“ auf die Leinwand. Bereits ab 18.30 Uhr ist ein Informationsstand vor Ort.

Von MAZonline

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