Volltextsuche über das Angebot:

21°/ 13° Regenschauer

Navigation:
Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig

27. Januar 2015 Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig

Ernste Themen bestimmen den heutigen Mittwoch. Zunächst erinnern Stadt, Kirche und Gedenkstätten mit Feierstunden und Kranzniederlegungen an die Oper des Nationalsozialismus. Am Abend ruft das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ zur Kundgebung im Lustgarten auf. Es gilt erneut, ein Zeichen gegen Pegida zu setzen.

Potsdam 52.3905689 13.0644729
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Lauf, Pegida, lauf

Auch heute wollen die Potsdamer wieder der Pegida entgegentreten.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Milde zwölf Grad Celsius und Sprühregen – wenn Sie heute mit dem Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ gegen den Pegida-Spuk auf die Straße gehen, vergessen Sie den Regenschirm nicht!

Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam-Museums, zieht am Vormittag eine kurze Jahresbilanz 2015 und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die Projekte des Museums im neuen Jahr. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins des Potsdam-Museums, Markus Wicke, informiert sie zudem über den Austausch und die Restauration von Exponaten mit Spenden des Fördervereins.

Gedenkstunden für die Opfer des Holocaust

Heute vor 71 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Der 27. Januar ist daher der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Auch in Potsdam finden zum Holocaust-Gedenktag Stunden des Erinnerns statt.

So hält die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, Iris Jana Magdowski (CDU), um 12 Uhr eine Rede in der Gedenkstätte Lindenstraße. Im Anschluss an die gemeinsame Gedenkveranstaltung der Fördergemeinschaft Lindenstraße 54 und der Landeshauptstadt Potsdam werden Führungen durch das Haus angeboten, das zurzeit des Nationalsozialismus als Erbgesundheitsgericht, Amtsgericht und Untersuchungsgefängnis für politische Häftlinge genutzt wurde.

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) legt um 13.30 Uhr gemeinsam mit der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Birgit Müller, einen Kranz am Willi-Frohwein-Platz nieder.

Am Portal des Langen Stalls gibt es eine Gedenkveranstaltung mit dem Landesrabbiner Nachum Pressmann, Ud Joffe, Christian Rüss und Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst. Dazu lädt das Pfarramt an der Nagelkreuzkapelle alle Potsdamerinnen und Potsdamer für 18 Uhr ein. Mit dem Anzünden von Kerzen und Jüdischen Trauergebeten soll an eine erloschene Kultur erinnert werden. Im Anschluss wird zu Gespräch, dem Singen Yiddischer Lieder, dem Hören von Texten und heißem Tee in die Nagelkreuzkapelle eingeladen.

Zu einem öffentlichen Vortrag von Stefan Kühl zum Thema „Ganz normale Organisationen? Zur Soziologie des Holocaust“ wird für 18 Uhr ins Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Zeppelinstraße 127/128, eingeladen. Warum waren während der Zeit des Nationalsozialismus so viele Deutsche bereit, sich an der Vernichtung der europäischen Juden aktiv zu beteiligen? Stefan Kühl, Universität Bielefeld, geht davon aus, dass es die Einbindung in die Organisationen des NS-Staates war, die diese Menschen dazu gebracht hat.

Stadtverordnete tagen – und drehen zur Demo ab

Um 15 Uhr beginnt im Plenarsaal des Stadthauses an der Friedrich-Ebert-Straße der öffentliche Teil der Stadtverordnetenversammlung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die brisante Frage: Kauft die Stadt Potsdam das Mercure-Hochhaus und reißt es dann ab?

Übrigens: Die Sitzung könnte um 18 Uhr schon beendet sein. Etliche Stadtverordnete haben angekündigt, an der Demonstration „Potsdam bekennt Farbe“ teilzunehmen.

Potsdam bekennt Farbe gegen Pediga

Für 18 Uhr ruft das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ erneut zu einer Kundgebung im Neuen Lustgarten auf. Unter dem Titel „Refugees welcome für Weltoffenheit und Toleranz“ will das Bündnis der Pegida-Demo am Hauptbahnhof einen friedlichen, bunten und kreativen Protest auf die Beine stellen, „um der menschenverachtenden Hetze etwas entgegenzusetzen“.

»
zum Liveticker

Übrigens: Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Brandenburg lädt für 18 Uhr zu „Besorgte Bürger“ – Pegida & Co. als schmutzige Seite der Zivilgesellschaft“ ein. Die Podiumsdiskussion mit Experten in der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, findet in der Heinrich-Mann-Allee 107, Haus 17, statt – Eingang: Friedhofsgasse. Der Eintritt ist frei. Das gleichnamige Buch kann bei der Landeszentrale bestellt werden.

Apotheken-Notdienst

Luisen-Apotheke (Zimmerstraße 8, Tel: 0331 90 11 38) und Margeriten-Apotheke (Neuendorfer Straße, Tel: 0331 6 26 08 31) von heute Abend um 18.30 Uhr bis morgen früh um 8 Uhr.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg