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Potsdam am Samstag in Amüsierlaune

13. Erlebnisnacht Potsdam am Samstag in Amüsierlaune

Mit Live-Musik, Mitternachtsshopping und vielem mehr geht die Potsdamer Erlebnisnacht am Samstag in die 13. Runde. Von drei Wirten ersonnen, war das Event seit Beginn an dennoch immer mehr als nur Kneipenfest. Die Erlebnisnacht ist ein Stadt- und Familienfest im besten Sinne – und für alle Sinne.

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So voll war’s 2016 – und so voll soll’s auch am Samstag wieder werden. Dafür haben die Veranstalter ein amüsantes Programm gestrickt.

Quelle: Friedrich Bungert

Innenstadt. Potsdam stürzt sich nach dem Stadtwerkefest und der Stadt für eine Nacht ins nächste Open-Air-Vergnügen: Am Samstag steigt zwischen Luisen- und Bassinplatz, zwischen Nauener- und Jägertor, Charlottenstraße und Hegelallee die 13. Erlebnisnacht. Dann wird die Innenstadt wieder zur Bühne für Live-Musik, Kleinkunst und Straßentheater. Die Gastronomen zeigen, was sie auf der Pfanne haben und die Geschäfte dürfen bis Mitternacht öffnen. Der Eintritt ist auch in diesem Jahr frei.

„Die Erlebnisnacht ist ein Fest aus der Stadt und für die Stadt – ein lebendiges Für- und Miteinander“, sagt Gitty Oeckel von der veranstaltenden P3-Projekt-Eventagentur, die rund ums Jahr auch andere beliebte Großereignisse in Potsdam auf die Beine stellt, etwa den Töpfermarkt und Sinterklaas im Holländischen Viertel, den Potsdamer Tag der Wissenschaften und die Garten-Reihe „Preußisch Grün“. Die Erlebnisnacht in ihren Grundfesten steht seit Wochen, in den nächsten Tagen geht’s nur mehr an den Feinschliff – und daran, auf gutes Wetter zu hoffen. Gitty Oeckel erinnert sich noch mit Grausen an die Ausgabe vor zwei Jahren, als eine Sturmwarnung über dem wohlgelaunten Gewimmel hing, als die Standleitung zum Deutschen Wetterdienst glühte und man drauf und dran war, das Spektaktel in jedem Augenblick abzubrechen. „Die Sicherheit geht vor“, sagt Gitty Oeckel. „Wir arbeiten sehr eng mit Polizei und Feuerwehr zusammen – das funktioniert wirklich klasse.“ Zudem werde Jahr für Jahr das Sicherheitskonzept angepasst. „Es geht ja nicht nur um Terror“, sagt Gitty Oeckel. Dennoch: Nach Nizza, Berlin, London und Stockholm werden Einfahrtssperren an neuralgischen Punkten wie dem Luisenplatz auch die Erlebnisnacht 2017 säumen. „Dass solche Feste ausfallen, darf nicht passieren“, sagt Gitty Oeckel. „Dann haben die Falschen gewonnen.“

Die Erlebnisnacht ist ein Gemeinschaftswerk. Zwar waren die Ideengeber und Initiatoren einst die Wirte des Hafthorns, des Restaurants auf dem Pfingstberg und der Hohlen Birne. Dennoch war das qietschfidele Fest von Anfang an mehr als eine Kneipennacht: Es ist ein Stadt- und Familienfest im besten Sinne – und für alle Sinne. Spielen, shoppen und staunen, schlendern, schunkeln und schlemmen, schwatzen, schmunzeln, sich amüsieren – das alles und noch viel mehr ist am letzten Samstag im Juli Programm: „Die Potsdamer Erlebnisnacht hat einfach einen Nerv getroffen“, sagt Gitty Oeckel.

Evergreens

Bewährte Erlebnisnacht-Größen dürfen auch in diesem Jahr nicht fehlen. Dazu gehören der Regionalmarkt auf dem Luisenplatz (15 Uhr) mit der Kochshow (18 Uhr). Die Kochlöffel schwingen „Mercure“-Chefkoch Michael Häberer, Björn Franke vom Restaurant „Die Tenne“ in Neu Fahrland und Ralf Weißmann vom Hotel und Gasthof „Zur Linde“ aus Wildenbruch. Ein weiterer Gute-Laune-Garant ist die Salsa-Bühne am Nauener Tor (ab 17 Uhr) für Profis und Anfänger, zum Zuschauen und Mitmachen. Jochen Woller vom Club Latino gibt die Tanzanleitung. Die Veranstalter: „Powackeln kann jeder!“

Neu dabei

Erstmals ist eine Infotainment-Meile zu entdecken (ab 16 Uhr). In der Friedrich-Ebert-Straße präsentieren sich zwischen Charlotten- und Brandenburger Straße unter anderem der Tierschutzverein, die Aids-Hilfe, Unicef, der Ziegeleipark Mildenberg und die Internationale Gartenausstellung Berlin (IGA). Der Barfußpark Beelitz-Heilstätten hat Stroh, Schlamm und Steine im Gegepäck und baut einen Parcours auf, der mit nackigen Füßen erkundet werden möchte: „Also Schuhe aus und mitmachen!“ Erstmals präsentiert sich bei der Erlebnisnacht auch das Potsdam-Museum: Es präsentiert Reproduktionen hitorischer Stadtansichten – zu sehen in den Schaufenstern ausgewählter Geschäfte. Außerdem werden auf dem Luisenplatz ab 22.30 Uhr Fotografien aus der Zeit zwischen 1890 und 1952 aus dem Atlier Eichgrün auf eine riesige Leinwand projiziert – dazu spielt der Weltklasse-Gitarrist Geordie Little.

Die Musik

Blues, Jazz, Pop, Schlager, Swing, Hip-Hop, Rock’n’Roll, orientalische Volksmusik – es singt und klingt allerorten. Eine Querbeet-Kostprobe gefällig? Ernstgemeint haben es auf den zweiten Platz beim Band-Contest „Potsdam on Stage“ geschafft und sind um 20 Uhr auf dem Luisenplatz zu erleben. Dort lösen sie um 21 Uhr Soul Dressing ab. Vor der Bar Fritz’n gibt’s ab 19 Uhr massive Schlagzeugbeats von Ciko, ab 20.30 Uhr heizen die Rapper Scar & Camufingo ein, ab 22.30 Uhr die Fortunate Fools. Im Holländischen Viertel sind unter anderem um 20 Uhr Somebody Else vor dem XIX zu Gast, vor dem Café Collage spielen Tor 11 Deutschrock, Partymusik und Oldies, vor der Hohlen Birne ab 19 Uhr die Big Beat Boys die Top-Charts der Rocksongs, die jeder kennt. Die Bühne der Bar Gelb in der Friedrich-Ebert-Straße 18 beehren unter anderem um 19 Uhr Stadtruhe, um 21.30 Uhr Krogmann, um 23.15 Djea – 44 Leningrad treten anders als in den Flyern angekündigt nicht auf. Insgesamt verlustieren sich mehr als 30 Musiker und Bands!

Für Kinder

Das Straßentheater in der Jägerstraße bietet ab 16 Uhr allerlei Buntes, Akorbatisches und vor allem Lutiges. Hops und Hopsi schminken dort Kinder. Schon ab 15 Uhr wird auf dem Bassinplatz gebastelt.

Kurioses

Schon mal Bubble-Fußball gespielt? Dabei ist nicht das Können am, sondern im Ball gefragt. Die Spiler stecken mit ihrem Oberkörper in einer riesigen aufblasbaren Kugel, die als Airbag fungiert – rempeln erwünscht! Anpfiff ist um 15 Uhr auf dem Bassinplatz. Der Dance Cube am Brandenburger Tor ist mehr als eine Disko im Container – er ist ein kleines Kraftwerk. Ab 16.30 Uhr kann man dort mit Tanzen Strom erzeugen. Elektrisierend ist sicher auch die Copacabana-Samba-Show. Die brasilianischen Tänzerinnen ziehen durch die Straßen. Sie starten um 19.15 Uhr am Luisenplatz und werden um 21 Uhr am Bassinplatz erwartet. Übrigens: Elvis lebt. Von 20 bis 23 Uhr ist Mario Sauerzapf als King of Rock’n’Roll an der Ecke Brandenburger-/Lindenstraße zu Gast.

Anreise

Da die Innenstadt großzügig abgesperrt ist und die Parkplätze begrenzt sind, empfehlen die Veranstalter die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Von Nadine Fabian

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