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Potsdam Rechtsextreme wollen vor Justizzentrum demonstrieren
Lokales Potsdam Rechtsextreme wollen vor Justizzentrum demonstrieren
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17:02 08.03.2018
Zuletzt hatten Rechtsextreme im Zuge der Pogida-Abendspaziergänge demonstriert. Auch damals protestierte das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ dagegen. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Das Anti-Rechts-Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ überlegt, Gegenaktionen zu einer Neonazi-Demonstration zu organisieren, die am 18. März in der Landeshauptstadt stattfinden soll.

„Eins ist sicher: Das wollen wir nicht still über uns ergehen lassen“, sagt Stadtsprecher Stefan Schulz auf Nachfrage. Seit den Abendspaziergängen der Pogida wird es der erste Aufmarsch von Rechtsextremen in der Landeshauptstadt sein.

„Wir überlegen, ob und welche Aktionen geeignet wären“

In dem städtischen Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ engagieren sich derzeit 40 Mitglieder, darunter Sportvereine, Bildungseinrichtungen und politische Parteien.

Koordiniert wird die Arbeit von einer Servicestelle der Stadtverwaltung. Ihr Vorsitzender ist Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). „Wir überlegen, ob und welche Aktionen geeignet wären“, sagt Sprecher Schulz.

Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ demonstrierte im September 2013 gegen eine NPD-Veranstaltung. Quelle: Julian Stähle

Zum „Tag der politisch Gefangenen“ rufen die Veranstalter in den sozialen Netzwerken zu einem Aufmarsch in Potsdam. Wer dahinter steckt, ist bisher unbekannt. Die Polizei bestätigte der MAZ inzwischen, dass eine Versammlungsanmeldung einer Privatperson vorliege. Weitere Angaben wollte sie zunächst nicht geben – mit Verweis auf das „Erstinformationsrecht des Veranstalters“.

Polizei bestätigt Ort und Zeit: 14 Uhr vor dem Justizzentrum

Am Dienstagnachmittag kam dann die Bestätigung: Die Rechtsextremen wollen ihre Demonstration vor dem Justizzentrum in der Jägerallee abhalten. Als Versammlungsbeginn wurde 14 Uhr angegeben.

Die anonymen Organisatoren werden bereits von rechten Organisationen aus dem Land Brandenburg unterstützt. So rufen auch die Neonazi-Gruppen „Freie Kräfte“ aus Neuruppin und der Prignitz und die NPD Oderland zu der Demo auf.

Gegenaktion auf Facebook

Im Internet regt sich währenddessen der erste Protest. Auf Facebook wurde eine Gegenveranstaltung mit dem Titel „Naziauflauf am 18. März verhindern“ ins Leben gerufen. „Wir informieren über geplante Gegenaktionen an diesem Tag“, schreiben die Veranstalter auf Facebook.

Aktionen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus

Der 18. März ist kein offizieller Gedenk- oder Aktionstag. Zufällig gewählt ist das Datum dennoch nicht: Vom 12. bis 25. März finden die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt.

Sie bieten mit einer Vielzahl an Veranstaltungen die Möglichkeit, sich mit dem Phänomen Rassismus auseinander zu setzen und Antworten auf die aktuellen Fragen des gesellschaftlichen Miteinanders zu finden.

So auch in Potsdam: Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ lädt unter anderen am 14. März zur Flaggenhissung vor dem Rathaus und am 21. März zu einer Lesung zum Thema Alltagsdiskriminierung.

Von MAZonline

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