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Potsdam Potsdam hat einen Plan für Nulldrei-Rettung
Lokales Potsdam Potsdam hat einen Plan für Nulldrei-Rettung
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20:43 09.03.2017
Das Karl-Liebknecht-Stadion, die Heimstätte des SV Babelsberg 03. Quelle: Friedrich Bungert
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Babelsberg

Im Schuldenstreit zwischen dem Fußball-Viertligisten SV Babelsberg 03 und der Deutschen Kreditbank (DKB) will die Stadt Potsdam als Eigentümer des Karl-Liebknecht-Stadions mit einem Rettungsplan die Kuh alsbald vom Eis holen. Das Vorhaben bekräftigte am Donnerstag der Finanzbeigeordnete Burkhard Exner (SPD). „Wir wollen die Situation nutzen, um die Position der Stadt zu verbessern“, so der Kämmerer, der die Pläne am Mittwochabend im Hauptausschuss vorgestellt hatte.

Mit 1,8 Millionen Euro steht der SV Babelsberg bei der DKB, die 1990 aus der DDR-Staatsbank hervorgegangen ist, in der Kreide. Überreste von zwei Krediten aus den Jahren 2003 und 2011. Anfang Februar wäre nach MAZ-Informationen eine sechsstellige Zahlung fällig gewesen. Dazu war Nulldrei nicht in der Lage. Die DKB hat die Kredite gekündigt und könnte umgehend zur Vollstreckung der eingetragenen Grundschuld von einer Million Euro schreiten.

Um dieses Szenario zu verhindern, hat die Stadt folgenden Plan: Die kommunale Bauholding Pro Potsdam übernimmt das Grundstück des Karl-Liebknecht Stadions und löst bei der DKB Schulden in Höhe von einer Million Euro ab. Zu diesem Zweck müsste die Pro Potsdam bei einer Bank einen Kredit aufnehmen. Dessen Tilgungs- und Zinsraten soll die Stadt übernehmen. „Die Pro Potsdam wird freigestellt von Belastungen, kein einziger Cent soll aus den Wohnungsmieten kommen“, bekräftigte Exner. Allerdings müssen die Stadtverordneten diesen Plänen erst noch zustimmen.

Die DKB erhält eine Million Euro und verzichtet auf 800 000 Euro

Zugleich, so der Stand der Vorgespräche, würde die DKB auf die restliche Summe von 800 000 Euro verzichten. Ein Geschäft, bei dem beide Seiten profitieren. Die Bank hätte den Spatz – sprich eine Million Euro – in der Hand, die Stadt klare Verhältnisse auf der Spielstätte. „Deren Betrieb wollen wir in jedem Fall aufrechterhalten. Schließlich spielen dort auch die Frauen des 1. FFC Turbine Potsdam“, so Exner.

Der SV Babelsberg, der der DKB eine Mitschuld an seinen dauerhaften Geldsorgen zuschreibt, würde gleichfalls profitieren. Er bleibt aufgrund des Erbbaurechtsvertrages bis 2042 Pächter des Stadions. Und er wäre erstmals nach zwei Jahrzehnten nahezu schuldenfrei. Ganz aus der Verantwortung soll der Viertligist allerdings nicht entlassen werden. So erwartet die Stadt, dass der SV Babelsberg 200 000 Euro zur Entschuldung beisteuert. „Der Verein wird sein Scherflein dazu beitragen. Die Belastung hat jetzt eine ganz andere Dimension und kann von uns bewältigt werden“, sagte Nulldrei-Präsident Archibald Horlitz gegenüber der MAZ. „Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass das Ding zu einem sauberen Abschluss gebracht wird.“

Von Jens Trommer

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