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Potsdam hat einen neuen Wochenmarkt

Wochenmärkte in Potsdam Potsdam hat einen neuen Wochenmarkt

Potsdams Bürger können jeden Freitag von 14 bis 20 vor der Erlöserkirche einkaufen – die Händler sind gespannt auf die Entwicklung des neuen Wochenmarkts. Neben Obst- und Gemüsehändlern und einem Käseverkäufer war sogar ein französischer Wurstwarenverkäufer vertreten. Abwechslung sollen fliegende Händler bescheren.

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Marktinitiatorin Tabea Gutschmidt am Stand von Jürgen Deutscher aus Werder.

Quelle: Foto: Christel Köster

Brandenburger Vorstadt. Die Sonne scheint durch das Blätterdach der großen Buche auf dem Rudolf-Tschäpe-Platz und wirft leichte Schatten auf die Stände, die im Halbkreis aufgebaut wurden. Der Verkehr der viel befahrenen Zeppelinstraße ist dem Vogelgezwitscher gewichen und über den Markt zieht der Duft von Erdbeeren. Sie gehören zum Stand vom Obsthof Lindicke aus Werder. Der Hof ist einer der Anbieter, die am Freitag im Potsdamer Westen den vierten Wochenmarkt der Stadt eröffneten.

Die Händler hoffen auf gute Saison

Die Händler setzen ihre Hoffnung auf den neuen Markt. Der Werderaner Obsthof ist auf zwei Berliner Märkten vertreten und würde einen der beiden Standorte am liebsten aufgeben – vorausgesetzt der Markt am Ende der Nansenstraße etabliert sich. Initiatorin Tabea Gutschmidt hat ein gutes Gefühl: „Die Sonne scheint, das ist bestimmt ein gutes Omen.“ Obwohl der Markt ausgerechnet an einem Freitag dem 13. startet. Dabei sah es für den Wochenmarkt zunächst düster aus. Das Ordnungsamt musste die Zufahrtswege für die Feuerwehr und den Rettungsdienst prüfen und eine bestimmte Zahl an Verkaufsständen war vorgegeben. Die Vorsitzende des Stadtteilnetzwerks Potsdam-West, Ulrike Bleyl, gab zu Bedenken, dass die ohnehin angespannte Parkplatzsituation durch den Markt noch schwieriger werden könnte.

Doch der Start ist geglückt und der Markt soll nun ein Gemeinschaftsplatz werden, auf dem sich Nachbarn und Anwohner treffen. Der obligatorische Obst- und Gemüsehändler, ein Käseverkäufer und sogar ein französischer Wurstwarenverkäufer waren vertreten, außerdem ein Stand mit frischen belgischen Waffeln. Gutschmidt möchte – neben den festen Ständen – gerne auch fliegende Händler aufnehmen. In den ersten Wochen wird das kaum nötig sein.

Wochenmarkt ist erwünscht

Der Markt ist in dem Stadtteil schon Gesprächsthema geworden. „So was hat in Potsdam West gefehlt“, sagt Karen Münzner. Die Floristin findet besonders die Marktzeiten toll. Freitagnachmittag sei ideal. „Sonst bleibt ja nur noch der Samstag.“ Das findet auch Wolfgang Mattheus, der eigens aus Rückersdorf (Elbe-Elster) angereist ist. Er hofft, in der Landeshauptstadt seinen Kundenkreis erweitern zu können.

Der Markt vermittelt eine familiäre Atmosphäre. Durch die ruhigen Straßen weht ein laues Lüftchen, Luftballons tanzen im Takt. Dazu schlendern Mütter mit ihren Kindern über den Markt, ein kleines Mädchen sucht sich mit ihrem Papa Äpfel aus und auf den Bänken um die Buche herum sitzen ältere Damen und plauschen bei einer Tasse Kaffee. Eine Rentnerin, die auf dem Kiewitt wohnt, lobt, dass der Markt für sie zu Fuß zu erreichen sei. Ihre Banknachbarin ist allerdings der Meinung, dass es auf dem Markt am Bassinplatz mehr Auswahl gebe. „Da ist auch einfach mehr los. Ich hatte mir das hier anders vorgestellt.“

Am frühen Abend ist der Platz ein wenig belebter, der Obsthof Lindicke bietet auch Werderaner Obstwein an, um den Feierabend und das Wochenende einzuläuten. „Der Markt bringt Leben in den Stadtteil“, freut sich Tabea Gutschmidt.

Von Lisa Neumann

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