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Potsdam ist Hochburg des Fahrraddiebstahls

Bundesweite Studie Potsdam ist Hochburg des Fahrraddiebstahls

Mit dem guten Wetter beginnt für Fahrraddiebe die Hauptsaison. Potsdam ist dabei nach wie vor äußerst beliebt, das zeigt eine aktuelle bundesweite Studie. Doch auch in ländlichen Gegenden wird viel geklaut, am meisten im Spree-Neiße-Kreis.

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Quelle: dpa/billiger.de

Hannover. Bei Fahrraddiebstählen hat die Stadt Potsdam im bundesweiten Vergleich erneut einen negativen Spitzenplatz erreicht. Das ist das Ergebnis einer Studie des Internet-Vergleichsportals billiger.de. Demnach befindet sich Potsdam auf Platz 10 von 100 untersuchten Städten in Deutschland. In der Landeshauptstadt wurden im vergangenen Jahr 1095 Fahrräder pro 100.000 Einwohner gestohlen.

Ein kleiner Lichtblick: Als eine der wenigen Städte im Ranking verzeichnet Potsdam einen Rückgang an Diebstählen. Noch 2015 hatte Potsdam mit rund 20 Prozent mehr Diebstählen den sechsten Rang belegt. Die Aufklärungsquote ist zuletzt dank der neuen Ermittlergruppe "Hercules" der Polizeidirektion West und dem Schlag gegen eine polnische Bande sprunghaft angestiegen. Sie liegt derzeit bei 23,7 Prozent, ein Spitzenwert unter Deutschlands Großstädten. Auch die Prävention durch Codierung und bessere Schlösser sowie das neue Radparkhaus am Hauptbahnhahnhof zeigen offenbar Wirkung.

Münster und Leipzig gleichauf

Das Verbraucherportal hat in einer Städte- und Landkreis-Studie die Raddiebstahl-Hochburgen herausgefunden. Sie liegen bis auf eine Ausnahme – Freiburg – in Deutschlands Nordhälfte. Mit 1721 geklauten Rädern pro 100.000 Einwohner – 5337 insgesamt – liegt Münster auf Platz eins – gefolgt von Leipzig, Halle, Cottbus und Magdeburg.

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Das Verbraucherportal billiger.de hat in einer Städte- und Landkreis-Studie die Raddiebstahl-Hochburgen herausgefunden. Sie liegen bis auf eine Ausnahme – Freiburg – in Deutschlands Nordhälfte.

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Spree-Neiße bei Landkreisen führend

Aber nicht nur Städte sind betroffen. Auch in ländlichen Gegenden wird viel geklaut, am meisten im Spree-Neiße-Kreis in Brandenburg. Unter den Top 60 fällt ein starker Bezug zu den benachbarten städtischen Klau-Hochburgen auf. So sind etwa die Landkreise um Münster (Borken, Coesfeld, Steinfurt), Leipzig (Nordsachsen), Cottbus (Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz oder Dahme-Spreewald), Magdeburg, Halle (Saale) oder Dessau-Roßlau (Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg) beim Fahrradklau ebenfalls führend.

Frühling ist Fahrradklau-Saison

Zwischen Mai und August machen Fahrraddiebe ihr bestes Geschäft. 44 Prozent der Diebstähle werden in den nächsten Monaten über die Bühne gehen. Mehr als 330.000 Räder wurden im letzten Jahr entwendet, also durchschnittlich 38 Räder pro Stunde. Dabei handelt es sich um ein lukratives Geschäft, denn in Zeiten von Fixies und Lastenrädern sind Fahrräder zum Luxusaccessoire geworden: Der Schaden durch Radklau beläuft sich auf 177 Millionen Euro im Jahr. Das ist ein Anstieg um 40 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren.

Auffällig

Auffällig: mit Ausnahme von Freiburg liegen die Hochburgen für Fahrraddiebstahl in der deutschen Nordhälfte.

Quelle: billiger.de

Die Räder tauchen anschließend auf Flohmärkten oder im Internet auf – oft werden wertvolle Einzelteile auch separat vertickt. In einer Stadt brummt die Klauerei derzeit besonders: Leipzig. In der Unistadt wurden 1720 Drahtesel je 100.000 Einwohner entwendet. Absolut entspricht dies 9642 geklauten Rädern. Das sind 2791 Räder mehr als 2015.

Ist das Rad einmal weg, kann sich der Besitzer wenig Hoffnung machen. Denn nur 8,8 Prozent der Diebstähle werden aufgeklärt. Neun von zehn Radbesitzern bekommen ihren Drahtesel nicht zurück, trotz Fahrradcodierungen und guten Schlössern.

Von RND/MAZonline

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